Trendsport im Verein: Von der Idee bis zum Angebot
Für mehr Abwechslung im Vereinssport lohnt es sich, einen Blick auf aktuelle Trendsportarten zu werfen. Einige sind mitunter gar nicht so verrückt, wie sie anfangs klingen und leicht anzubieten.
Auf den Punkt
- Trendsportarten bieten Vereinen die Möglichkeit, ihr Angebot modern und zielgruppengerecht zu erweitern.
- Mit unserem klaren 5-Schritte-Vorgehen lässt sich aus einer Idee ein tragfähiges Kurs- oder Trainingsformat entwickeln.
- Ob sich eine Sportart eignet, hängt vor allem von Kosten, verfügbaren Flächen und dem Sicherheitsaufwand ab.
- Je nach Ausrichtung können Sie mit einem unkomplizierten Testangebot starten oder eine strategische Investition für den Verein tätigen.
Was ist Trendsport und lohnt sich das für Ihren Verein?
Trendsportarten sind neue oder weiterentwickelte Sportformen, die sich noch nicht flächendeckend etabliert haben, aber stark an Beliebtheit gewinnen. Häufig brechen sie mit gewohnten Vorstellungen, indem sie Bewegungen, Geräte oder Settings neu erfinden oder bestehende Disziplinen kombinieren. Entscheidend ist, dass die Sportart nicht nur eine Variation einer Regeländerung ist, sondern als eigenständige, innovative Bewegungspraxis wahrgenommen wird.
Typisch für Trendsportarten sind ein niedriger Einstieg, flexible Kursformate und ein starker Erlebnischarakter. Viele dieser Sportarten entwickeln zudem eine Community mit eigenen Begriffen, Regeln und einem klaren Lifestyle-Bezug.
3 Vorteile für Ihren Verein
- Modernes Image: Ein erweitertes Sportangebot zeigt, dass Ihr Verein offen für Entwicklungen ist und neue Impulse aufgreift. Das stärkt die Außenwirkung und positioniert Sie als zeitgemäßen Anbieter.
- Mitgliedergewinnung: Trendsportarten sprechen insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene an – also Zielgruppen, die klassische Vereinsangebote teilweise schwerer erreichen. Und hilft neue Mitglieder zu gewinnen.
- Mitgliederbindung: Auch bestehende Mitglieder profitieren. Neue Trainingsreize oder ergänzende Kursformate sorgen für Abwechslung und erhöhen die Motivation.
Trendsport & Nischensportarten als Ergänzung im Verein
Für Trendsport braucht es nicht zwingend eine neue Abteilung. Oft reicht ein zusätzlicher Schnupperkurs oder ein Testlauf über einige Wochen. Vielleicht integrieren Sie auch einzelne Elemente ins bestehende Training. Oder Sie bieten saisonalen Outdoor-Sport im Sommer und wiederum andere Angebote in der Winterpause an. So können Sie ausprobieren, wie die Trendsportart angenommen wird, ohne Ihre Vereinsstruktur umzustellen.
Von der Trendsportart zur festen Trainingsgruppe in 5 Schritten
Begeisterung für eine neue Sportart ist schnell da. Entscheidend ist jedoch, wie Sie aus einer Idee ein tragfähiges Vereinsangebot entwickeln. Mit diesen 5 Schritten vermeiden Sie unnötigen Aufwand und sorgen dafür, dass alle Beteiligten mitziehen:
- Trendsportart auswählen
Passt die Sportart zu Ihren Flächen, Hallenzeiten und finanziellen Möglichkeiten? Prüfen Sie zudem ehrlich, ob Trainerressourcen (inkl. möglicher Lizenzen) vorhanden sind oder aufgebaut werden müssen. - Klein starten statt groß ankündigen
Beginnen Sie mit einem definierten Pilotkurs über einige Wochen. So sammeln Sie Erfahrungen, ohne sich sofort langfristig zu binden oder unnötige Investitionen zu tätigen. - Sicherheit von Anfang an mitdenken
Untergrund, Material und Spielregeln sollten vor dem ersten Termin stehen. Ein fest eingeplantes Warm-up gehört wie bei jeder Sportart selbstverständlich dazu. - Intern und extern kommunizieren
Informieren Sie Mitglieder frühzeitig und machen Sie das Angebot sichtbar – auf der Homepage, in sozialen Medien und im Vereinsheim. Persönliche Ansprache während anderer Trainingseinheiten wirkt oft am stärksten. - Entscheiden und weiterentwickeln
Wird das Angebot gut angenommen, verankern Sie es im Trainingsplan. Mit einer geplanten Veranstaltung oder Kooperationen kann daraus Schritt für Schritt ein fester Bestandteil Ihres Vereins werden.
Welche neue Trendsportart passt zu Ihrem Verein?
Bevor Sie sich für eine Erweiterung des Angebots entscheiden, lohnt sich ein fundierter Check. Beantworten Sie die folgenden Fragen anhand dieser 4 Kriterien:
1. Kosten
- Welches Budget kann realistisch eingesetzt werden?
- Handelt es sich um eine einmalige Anschaffung oder laufende Kosten?
- Können Investitionen über Mitgliederbeiträge oder Kooperationen refinanziert werden?
2. Fläche
- Werden Sporthalle, Sportplatz oder eine spezielle Außenanlage benötigt?
- Ist die Fläche langfristig nutzbar oder nur saisonal verfügbar?
- Entstehen zusätzliche organisatorische Aufwände durch Aufbau, Transport oder Bau?
3. Zielgruppe
- Wer soll das Angebot nutzen? (Kinder, Familien, Senioren etc.) Bei minderjährigen Teilnehmenden ist eine klare Aufsichtspflicht zu erfüllen.
- Gibt es im Verein bereits Interesse oder Nachfrage?
- Passt die Zielgruppe zum bestehenden Vereinsprofil oder zukünftiger Entwicklung?
4. Sicherheitsaufwand
- Sind qualifizierte Trainerinnen und Trainer oder eine Aufsicht nötig?
- Wie hoch ist das Verletzungsrisiko im Vergleich zum bisherigen Angebot?
- Sind Materialkontrollen und Einweisungen gut umsetzbar?
Je nachdem, wie viel Sie zeitlich, organisatorisch oder finanziell investieren möchten, kommen unterschiedliche Modelle infrage.
Schnellstarter mit geringer Investition
Hier sprechen wir von Sportarten, die Sie nahezu sofort umsetzen können. Die Materialkosten sind überschaubar, es braucht keine baulichen Veränderungen und meist keine speziellen Genehmigungen. Ein freier Hallenslot oder eine Wiese im Park reichen oft aus. Typisch sind Formate wie Roundnet, Crossboccia, Hula Hoop oder Slacklining.
Ausbau-Modelle mit stärkerem Profil
Diese Sportarten benötigen etwas mehr Planung. Es geht nicht nur um ein Zusatzangebot, sondern um Formate mit festen Trainingszeiten und klaren Gruppenstrukturen. Beispiele sind Ninja Sport, Hobby Horsing, Pickleball oder Bodycombat. Sie brauchen etwas mehr Planung (etwa bei Trainerqualifikation oder Trainingsaufbau), können dafür aber neue Mitgliedergruppen ansprechen und dauerhaft binden.
Anlage- oder standortgebundener Trendsport
In der letzten Kategorie entscheidet die Infrastruktur. Ohne geeignete Anlage oder festen Standort lässt sich das Angebot nicht wirklich umsetzen. Entsprechend höher sind Investitions- und Abstimmungsaufwände. Hierunter fallen beispielsweise Padel-Tennis, Discgolf oder SUP-Yoga. Diese Sportarten eignen sich daher weniger für einen „Testballon“, sondern bedürfen eher einer strategischen Entscheidung.
Trendsportarten im Überblick
Aerial Yoga verbindet klassische Yoga-Elemente mit Übungen in einem von der Decke hängenden Tuch. Durch das „Schweben“ entstehen neue Bewegungswinkel, entlastende Umkehrhaltungen und intensive Core-Übungen. Kraft, Beweglichkeit und Koordination werden gleichzeitig gefördert.
Zielgruppe:
Fitnessorientierte Erwachsene, Yogainteressierte
Einstieg:
Mittel – technische Vorbereitung der Halle notwendig
Trainerqualifikation:
Spezifische Fortbildung dringend empfohlen
Was braucht der Verein?
- Belastbare Deckenbefestigung
- Regelmäßige Materialprüfung (Tücher)
- Ausreichende Deckenhöhe
Für Airboarding braucht man Schnee und am besten einen geeigneten Hang in der Nähe. Hier gleiten Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf einem luftgefüllten Board bäuchlings oder sitzend die Skipiste hinunter. Der Sport verbindet Tempo, Gleichgewicht und Koordination und bietet ein intensives Wintererlebnis.
Zielgruppe:
Jugendliche, Erwachsene, Wintersportbegeisterte
Einstieg:
Mittel bis hoch, da Organisation von Ausflügen erforderlich ist
Trainerqualifikation:
Einweisung durch erfahrene Anleitung sinnvoll; Nutzung nur auf freigegebenen Pisten
Sicherheit:
Helmpflicht, Sicherheitsabstände einhalten, Mitglieder sollten mit den Pistenregeln vertraut sein
Was braucht der Verein?
- Zugang zu geeigneter Piste
- Schutzkleidung, Helm
- Boards
Bodycombat ist ein intensives Gruppenfitness-Programm mit Elementen aus Boxen, Karate und anderen Kampfsportarten – jedoch ohne Körperkontakt. Im Takt der Musik entstehen dynamische Kombinationen aus Ausdauer-, Kraft- und Koordinationstraining. Zusätzliches Equipment wie Hanteln, Boxhandschuhe oder Sandsack sind nicht nötig, da Bodycombat ein reines Bodyweight‑Workout ist.
Zielgruppe:
Jugendliche und Erwachsene mit Fitnessinteresse
Einstieg:
Gering bis mittel
Trainerqualifikation:
Fitness- oder Übungsleiterlizenz
Sicherheit:
Technikvermittlung und Belastungssteuerung beachten
Was braucht der Verein?
- Freie Hallenfläche
- Musikanlage
Achtung
„BODYCOMBAT“ ist eine geschützte Marke von Les Mills. Die Nutzung von Name, Logo, Original-Choreos und Musik ist nur lizenzierten Partnern gestattet. Ohne Les‑Mills‑Vertrag dürfen Sie aber ein ähnliches Format (z. B. „Kick-Fit“, „Cardio-Kickboxen“, „Fight Workout“) mit eigenen Übungen anbieten.
Crossboccia ist eine moderne Variante des Boccia-Spiels mit weichen, nicht rollenden Bällen. Gespielt wird flexibel auf Treppen, Wiesen oder in Hallen, wodurch das Spiel kreativer und dynamischer wird.
Zielgruppe:
Generationenübergreifend, sehr einsteigerfreundlich
Einstieg:
Sehr gering
Trainerqualifikation:
Keine spezielle Lizenz erforderlich
Sicherheit:
Umgebung auf Stolperfallen prüfen
Was braucht der Verein?
- Spezielle Ball-Sets (ca. 20 €)
- Beliebige Fläche (indoor oder outdoor)
Discgolf oder auch Frisbeegolf ist ein Frisbeesport-Spiel. Die Spielidee ähnelt dem Golf: Mit möglichst wenigen Versuchen muss ein Fangkorb getroffen werden, dabei bewegen sich die Spielerinnen und Spieler mit jedem Wurf näher an ihr Ziel. Ein Discgolf‑Korb aus Metall als Ziel ist auf öffentlichen Parcours bereits vorhanden. Für Vereine kann ein mobiler Korb angeschafft werden.
Zielgruppe:
Generationsübergreifend, Freizeitgruppen, Outdoor-Sportler
Einstieg:
Mittel bis hoch (abhängig von Installation)
Sicherheit:
Klare Bahnführung und Rücksicht auf Dritte
Was braucht der Verein?
- Scheiben-Set (ca. 30 €)
- Mobile Körbe (ab 150 €)
- Eventuell fest installierte Körbe
Hobby Horsing überträgt Elemente aus Dressur- und Springreiten in eine sportliche Form mit Steckenpferden. Koordination, Ausdauer und Kreativität stehen im Mittelpunkt, ergänzt durch Parcours- und Wettbewerbsformate. Der Sport ist inklusiv und kann auch von Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen ausgeübt werden. Mit nur wenigen Anpassungen wie speziellen Halterungen für Rollstuhlfahrer wird Hobby Horsing so gestaltet, dass jede Person mitmachen kann. Viele Hobby Horses werden aus Materialien wie Stoff und Wolle selbst gebastelt. Es gibt auch Varianten wie Steckenpferd-Polo.
Zielgruppe:
Vor allem Kinder und Jugendliche
Einstieg:
Gering bis mittel
Trainerqualifikation:
Sportpädagogische Erfahrung ist sinnvoll
Sicherheit:
Gezieltes Warm-up, Gelenkbelastung berücksichtigen, Hindernisse sicher gestalten
Was braucht der Verein?
- Ausreichend Hobby Horses
- Hindernisse und Stangen
- Hallen- oder Außenfläche
Tipp
Der Deutsche Hobby Horsing Verband bietet Beratung zur Integration ins Vereinsprogramm, Vorlagen für Turniere sowie Schulungen für Trainerinnen und Trainer.
Beim Hula Hoop wird ein Reifen um den Körper, insbesondere die Taille, gedreht und durch kreisende Bewegungen der Hüften und des Körpers in der Luft gehalten. Ziel ist es, ihn so lange wie möglich in Bewegung zu halten, ohne dass er den Boden berührt oder herunterfällt. Vielfach werden auch Fitness- oder Tanzkurse mit Hula-Ring angeboten. Neben Ausdauer wird insbesondere die Rumpfmuskulatur gestärkt.
Zielgruppe:
Breites Altersspektrum
Einstieg:
Sehr gering
Trainerqualifikation:
Übungsleiterkenntnisse ausreichend
Equipment:
Reifen in verschiedenen Größen und Gewichten
Ninja Sport ist eine Hindernis‑Sportart, bei der man einen Parcours aus verschiedenen „Obstacles“ möglichst fehlerfrei und oft auch auf Zeit bewältigt. Dabei hangelt, klettert, springt und balanciert man an Ringen, Stangen, Griffen und Plattformen – bekannt geworden ist das Format durch TV‑Shows wie „Ninja Warrior“, inzwischen gibt es aber eigenständige Trainingshallen und Wettkämpfe.
Zielgruppe:
Kinder, Jugendliche, Erwachsene und sportlich Ambitionierte
Einstieg:
Mittel bis hoch
Trainerqualifikation:
Erfahrung im Turnen oder funktionellen Training sinnvoll, Aufsichtspflicht bei Kindern
Sicherheit:
Geräteprüfung (stabil montiert), Benutzungsregeln, Altersbeschränkung, Warm-up
Was braucht der Verein?
- Parcours-Elemente oder angepasste Turngeräte
- Matten oder ähnliche Polsterung
- Sicherheitskonzept und Notfallvorsorge
Padel ist eine Mischung aus Tennis und Squash und wird auf einem umschlossenen Kleinspielfeld gespielt. Durch die Glas- oder Gitterwände entsteht ein dynamisches Spiel mit schnellen Ballwechseln. Gezählt wird wie beim Tennis (15, 30, 40, Vorteil, Spiel; Sätze bis 6 Spiele mit Tiebreak bei 6:6).
Zielgruppe:
Breites Altersspektrum, auch für Einsteiger geeignet
Einstieg:
Hoch (da ein Platz benötigt wird)
Genehmigung:
Baurecht für eigenen Platz, Nutzungsrecht bei anderen Standorten
Sicherheit:
Regelmäßige Platzinspektion
Was braucht der Verein?
- Spezielle Padel-Anlage
- Schläger (ab 80 €)
- Bälle (3er-Set ca. 10 €)
Wirtschaftliches Potenzial:
Ein eigener Padel-Platz kann außerhalb der Vereinszeiten auch vermietet werden und zusätzliche Einnahmen generieren. Dafür sollten Sie jedoch Buchungssysteme, Organisation und gegebenenfalls eine Betreuung oder Aufsicht einplanen.
Pickleball ist ein Rückschlagspiel, das Elemente aus Tennis, Badminton und Tischtennis kombiniert. Gespielt wird auf einem kleineren Feld mit festem Schläger und perforiertem Kunststoffball. Durch das reduzierte Spielfeld entstehen schnelle Ballwechsel mit vergleichsweise geringer körperlicher Belastung.
Im Gegensatz zu Padel wird Pickleball nicht in einem geschlossenen Court mit Wänden gespielt. Es braucht keine feste Anlage, sondern lediglich ein Netz und markierte Linien – häufig kann ein bestehendes Tennis- oder Mehrzweckfeld angepasst werden. Der Investitionsaufwand ist somit deutlich geringer.
Zielgruppe:
Sehr breites Spektrum (Kinder, Erwachsene und insbesondere auch ältere oder Wiedereinsteiger); gilt als besonders einsteigerfreundlich.
Einstieg:
Gering bis mittel – bestehende Hallen oder Außenplätze lassen sich nutzen
Trainerqualifikation:
Keine spezielle Lizenz vorgeschrieben; Rückschlag-Erfahrung oder kurze Fortbildung erleichtert jedoch die Einführung
Sicherheit:
Überschaubares Verletzungsrisiko, klare Spielfeldabgrenzung sinnvoll
Was braucht der Verein?
- Mobiles Netz (ab 50 €)
- Schläger (2er-Set ab 35 €)
- Spezielle Bälle (Sets ab 10 €)
- Markierte Spielfläche
Tipp
Eine Trainerausbildung ist beispielsweise beim Deutschen Pickleball Bund e. V. in Form eines Trainer C Lehrgangs möglich. Dieser Basis-Trainerschein vermittelt die grundlegenden Regeln und Techniken.
Racketlon ist ein Mehrkampfformat aus den 4 Rückschlagsportarten Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis. Jede Disziplin wird nacheinander gespielt, wobei Vielseitigkeit und taktisches Geschick im Vordergrund stehen. Eine richtige Ausbildung zum Racketlon-Trainer gibt es nicht und ist auch nicht nötig. Jede einzelne Disziplin folgt den ohnehin schon bekannten Regeln. Auch ein Badmintonnetz oder eine Tischtennisplatte und die dazugehörigen Schläger sind keine riesigen Anschaffungen und können leicht aufgebaut und im Geräteraum Ihres Vereins verstaut werden. Mit ein bisschen Übung können Mitglieder an Turnieren auf Bundesebene oder sogar an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Aktuelle Infos dazu lassen sich beim Deutschen Racketlon Verband e. V. finden.
Zielgruppe:
Sportlich ambitionierte Mitglieder mit Erfahrung in mindestens einer Rückschlagsportart
Einstieg:
Mittel – nicht wegen spezieller Ausrüstung, sondern aufgrund mehrerer Spielflächen oder Kooperationen mit Anlagen
Trainerqualifikation:
Keine spezielle Lizenz notwendig
Sicherheit:
Belastungssteuerung beachten, da mehrere intensive Disziplinen kombiniert werden
Was braucht der Verein?
- Zugang zu Tischtennis-, Badminton-, Squash- und Tennisflächen
- Alternativ entsprechende Partnervereine
- Zeit- und Hallenplanung (damit die Gruppen durch alle 4 Stationen rotieren können)
Roundnet ist ein dynamisches Rückschlagspiel mit einem bodennahen, runden Netz in der Mitte (ähnelt einem Trampolin) und zwei Teams à zwei Personen. Anders als bei klassischen Netzsportarten gibt es keine feste Spielfeldbegrenzung – das Spiel läuft in alle Richtungen rund um das Netz. Das sorgt für hohe Dynamik, schnelle Reaktionen und viel Bewegung.
Zielgruppe:
Vor allem Jugendliche, junge Erwachsene und sportlich aktive Gruppen
Einstieg:
Sehr gering
Trainerqualifikation:
Keine spezielle Lizenz erforderlich, kurze Regel- und Technik-Einweisung ausreichend
Sicherheit:
Ausreichend Abstand zwischen Spielfeldern einplanen, um Zusammenstöße zu vermeiden
Was braucht der Verein?
- Ein oder mehrere Roundnet-Sets (ab 50 €)
- Ebene Fläche (Halle, Rasen, Sand)
Slacklining ist eine Trendsportart, bei der man auf einem elastischen, flachen Gurtband balanciert, das zwischen zwei Fixpunkten gespannt wird (meist Bäumen oder Pfosten). Was auf den ersten Blick spielerisch wirkt, trainiert intensiv Gleichgewicht, Körperspannung und Konzentration. Schon wenige Minuten fordern Koordination und Rumpfmuskulatur deutlich heraus.
Zielgruppe:
Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Einstieg:
Gering – sowohl als eigenständiges Angebot als auch als Ergänzung im Athletik- oder Koordinationstraining
Trainerqualifikation:
Keine spezielle Lizenz erforderlich
Genehmigung:
Im öffentlichen Raum sind kommunale Vorgaben zu beachten; Baumschutz (z. B. mit Schutzmanschetten) ist verpflichtend
Sicherheit:
Für Anfänger niedrige Aufbauhöhe wählen, klare Warte- und Sicherheitsregeln festlegen
Was braucht der Verein?
- Slackline-Set (ca. 50 €)
- Geeignete Fixpunkte (Bäume oder Hallenkonstruktion)
- Fallschutzmatten in der Halle
SUP-Yoga verbindet Stand-Up-Paddling mit klassischen Yoga-Übungen auf dem Wasser. Die instabile Unterlage intensiviert jede Bewegung, denn selbst einfache Haltungen werden zur Balanceübung. Das Training stärkt insbesondere die Tiefenmuskulatur und fördert Körperwahrnehmung und Konzentration. SUP-Yoga ist weniger ein spontanes Zusatzangebot, sondern standortabhängig und organisatorisch anspruchsvoller.
Zielgruppe:
Fitnessorientierte Erwachsene mit sicheren Schwimmkenntnissen; eher geeignet für Teilnehmende mit etwas Körpergefühl
Einstieg:
Mittel bis hoch – abhängig von Gewässerzugang und Ausrüstung
Trainerqualifikation:
Yoga-Qualifikation sinnvoll; zusätzlich Sicherheits- und Gewässerkenntnisse erforderlich
Sicherheit:
Wetter- und Wasserbedingungen prüfen, Sicherheitsbriefing vor jeder Einheit durchführen, Gruppen überschaubar halten, Schwimmfähigkeit der Teilnehmenden überprüfen, ausreichende Anzahl an rettungsfähigen Begleitpersonen
Was braucht der Verein?
- Geeignetes Gewässer
- SUP-Boards inkl. Paddel (ca. 300 € pro Board)
- Eventuell Schwimmwesten (ab 20 €)
- Lager- und Transportmöglichkeiten