Mit einer Zusatzversicherung für Kieferorthopädie für Kinder und Erwachsene sind weit mehr Behandlungen möglich, als die gesetzliche Krankenkasse unterstützt. Mit einer solchen Zusatzversicherung können Sie als Patient Kosten sparen, die bei Zahnspangen und Brackets anfallen. Allerdings muss diese Zusatzversicherung rechtzeitig abgeschlossen werden. Erfahren Sie, warum Ihre und die Zahngesundheit Ihrer Kinder langfristig von einer kieferorthopädischen Behandlung profitiert und welche Anteile die Zusatzversicherung für Kieferorthopädie übernimmt.

Wann sind kieferorthopädische Behandlungen notwendig?

Bei kieferorthopädischen Behandlungen geht es nicht nur um das Aussehen. Die Behandlung ist wichtig für die Gesundheit von Kiefern und Zähnen. Dabei spielt die Ursache bei der Notwendigkeit nur eine untergeordnete Rolle. So können die Fehlstellungen genetisch bedingt sein; Es kann sich um entwicklungsbedingte Abweichungen handeln, wie auch um solche, die auf die Lebensweise zurückzuführen sind. Die Folgen sind:

  • Störungen beim Wachstum
  • Muskelprobleme durch falsche Belastung
  • Probleme beim Kauen und Sprechen
  • Einseitige Abnutzung der Zähne
  • Fehlbelastung des Kiefers und der Kiefergelenke
  • Früher Zahnverlust und Arthrose

Für gewöhnlich stellt der Zahnarzt die Notwendigkeit einer kieferorthopädischen Behandlung schon im frühen Kindesalter fest. Eine Behandlung ist aber im Erwachsenenalter aber ebenfalls möglich und auch sinnvoll. Zahnfehlstellungen gehen häufig mit erschwerter Reinigung der Zähne und Zahnzwischenräume einher. Auch das trägt dazu bei, dass die Zahngesundheit gefährdet ist. Zudem ist der Kieferschluss oft nicht gegeben. Wenn Zähne nicht korrekt aufeinandertreffen, ist die Mechanik des Kiefers ebenfalls gestört. Die Folgen sind weitreichend. Bis zur vollständigen Korrektur der Fehlstellungen können zwei bis vier Jahre vergehen. Nur so ist eine schonende Korrektur möglich.

 

Zusatzversicherung Kieferorthopädie für Erwachsene

 

Im Normalfall übernimmt die gesetzliche Krankenkasse keine kieferorthopädischen Behandlungen für Erwachsene. Ausnahmen sind möglich, wenn es sich um Fehlstellungen handelt, die Folge einer Kieferanomalie sind. Eine solche Anomalie kann angeboren oder erworben sein, z. B. durch einen Unfall. Eine weitere Voraussetzung ist, dass neben der kieferorthopädischen Behandlung auch ein chirurgischer Eingriff erforderlich ist. Das ist bei Kindern bis zum 18. Lebensjahr anders. Bei ihnen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für die kieferorthopädische Behandlung auch dann, wenn keine Operation nötig ist. Allerdings ist ein Eigenanteil in Höhe von 20 % fällig, der wieder ausgezahlt wird, wenn die Behandlung erfolgreich abgeschlossen wurde.

Auch wenn die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für eine Zahnspange ab dem 18. Lebensjahr nur selten übernimmt, kann eine kieferorthopädische Behandlung auch im Erwachsenenalter sehr sinnvoll sein. Vor allem im fortgeschrittenen Erwachsenenalter zeigen sich die Spätschäden, die im Laufe der Jahre weiter zunehmen. Dazu gehören Kopf- und Nackenschmerzen und starke Abnutzungserscheinungen an den Zähnen, wie auch den Kiefergelenken.

 
Kosten einer Zahnspange bei Kindern
 

Zusatzversicherung Kieferorthopädie für Kinder

 

Die kieferorthopädische Behandlung wird auch bei Kindern nicht zwingend übernommen. Die Voraussetzung für die Kostenübernahmen ist, dass ein entsprechender Schweregrad vorliegt. Das bedeutet, dass der Zahnarzt zunächst eine Einteilung vornimmt.

Handelt es sich lediglich um leichte Fehlstellungen, wird eine Behandlung nicht befürwortet und entsprechend auch nicht bezuschusst. Das bedeutet aber nicht, dass die Behandlung nicht sinnvoll wäre. Das Gegenteil ist der Fall. Auch bei leichten Fehlstellungen ist nach Jahren und Jahrzehnten mit unerwünschten Folgen zu rechnen.

Ab mittleren bis schweren Fehlstellungen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten in Höhe von etwa 600 bis 2.000 Euro. Die Summe kann aber auch deutlich darüberliegen, wenn es Probleme mit dem Kiefergelenk gibt. Soll die Zahnspange nicht sichtbar sein, können leicht Beträge um 6.000 – 8.000 Euro und darüber anfallen. Hier zahlt die gesetzliche Krankenkasse bei Minderjährigen einen Zuschuss, aber nicht die volle Summe. Volljährige Personen müssen für den Beitrag allein aufkommen. Zahnspangen, die unsichtbar sind, wie das bei der Invisalign-Therapie mit unsichtbaren Schienen der Fall ist, schonen nicht nur die Psyche. In Berufen, in denen gutes Aussehen unbedingt notwendig ist, bleibt den Patienten keine andere Wahl, als sich für die Invisalign zu entscheiden.

Die unsichtbaren Schienen bieten Patienten eine Reihe von Vorteilen:

  • Schienen können ohne Abdruck erstellt werden
  • Einfache Mundhygiene möglich
  • Kostengünstig (ähnlich teuer wie die klassische festsitzende Zahnspange)
  • Keine Probleme für die Zunge
  • Keine Einschränkungen in der Sprache

Eine Zusatzversicherung kann die Betroffenen finanziell deutlich entlasten.

 
Glossar zur Zahnzusatzversicherung

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Bei Kindern leisten wir bereits bei leichter Fehlstellung der Zähne.

 
Icon Nebenkosten
 

Kosten für kieferorthopädische Behandlungen

Die Kosten für eine Zahnspange bewegen sich im vierstelligen Bereich. Hinzu kommt, dass unauffällige Zahnspangen erheblich teurer sind, als das bei normalen Zahnspangen aus Edelstahl der Fall ist. Hier zahlt die gesetzliche Krankenkasse selbst bei Minderjährigen nur die Standardversion, und das auch nur, wenn es sich um eine mittlere bis schwere Fehlstellung handelt. Die Kosten hängen vom Behandlungsumfang und auch von der Vorbereitung ab. Müssen Zähne gezogen werden, damit überhaupt genug Platz im Kiefer ist, müssen Patienten mit etwa 2.000 Euro rechnen.

 

Kostenverteilung bei Brackets

Brackets sind die Plättchen auf den Zähnen, auf denen der Bogen der Zahnklammer befestigt wird, sodass die Zähne bewegt werden können. Sie können aus verschiedenen Materialien bestehen. Die einfachste Variante ist die aus Edelstahl. Sie löst kaum allergische Reaktionen aus und ist robust. Allerdings ist sie sehr auffällig. Daher kommt sie für viele Jugendliche, ganz besonders aber für Erwachsene im Berufsleben, kaum infrage.

 
Art der Maßnahme
Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkasse
Kostenübernahme der Zusatzversicherung
Brackets Nur Metall Bis zu 80% Übernahme möglich
 

Kostenverteilung bei Zahnspangen

Für die Kostenübernahme der Zahnspange besteht die Notwendigkeit, dass die Fehlstellungen mindestens mittelschwer sind.

 
Art der
Maßnahme
Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkasse
Kostenübernahme der Zusatzversicherung
Zahnspange Nur in schweren Fällen (KIG 3-5) Bis 80% der Kosten, auch bei leichten Fällen
 
 

Kostenverteilung bei Lingualtechnik

Lingualtechnik beschreibt eine Form der Zahnspange, bei der die Klammer innen an den Zähnen angebracht ist. Sie ist somit von außen nicht sichtbar. Die Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenkasse nicht.

 
Art der
Maßnahme
Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkasse
Kostenübernahme der Zusatzversicherung
Lingualtechnik Keine Kostenübernahme Kostenübernahme bis 80%
(m. Ausnahme der Materialkosten für die Brackets)
 
 

Kostenverteilung bei Invisaligntechnik

Invisaligntechnik beschreibt eine Form der Zahnspange, bei der die Zähne mit durchsichtigen Schienen bewegt werden. Sie ist somit von außen nicht sichtbar. Die Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenkasse nicht.

 
Art der
Maßnahme
Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkasse
Kostenübernahme der Zusatzversicherung
Invisaligntechnik Keine Kostenübernahme Kostenübernahme bis 80%
 
 

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