Mit einer Zusatzversicherung für Kieferorthopädie für Kinder und Erwachsene können Patienten bei den Kosten für Zahnspangen sparen. Erfahren Sie, in welchen Fällen Ihre Zahngesundheit und die Ihrer Kinder von einer kieferorthopädischen Behandlung profitiert – und welche Kosten die Zusatzversicherung für Kieferorthopädie übernimmt.

Wann sind kieferorthopädische Behandlungen notwendig?

Bei kieferorthopädischen Behandlungen geht es nicht nur um das äußere Erscheinungsbild und ein schönes Lächeln. Sie sind auch wichtig für die Gesundheit von Kiefern und Zähnen. Fehlstellungen können genetische Gründe haben, entwicklungsbedingt sein oder auf die Lebensweise eines Patienten zurückgehen. Die häufigsten Folgen von Zahnfehlstellungen sind:

  • Störungen beim Wachstum
  • Muskelprobleme durch falsche Belastung
  • Probleme beim Kauen und Sprechen
  • Einseitige Abnutzung der Zähne
  • Fehlbelastung des Kiefers und der Kiefergelenke
  • Früher Zahnverlust und Arthrose

Für gewöhnlich stellt der Zahnarzt die Notwendigkeit einer kieferorthopädischen Behandlung schon im frühen Kindesalter fest. Eine Behandlung ist im Erwachsenenalter jedoch ebenfalls möglich und auch sinnvoll. Zahnfehlstellungen gehen häufig mit einer erschwerten Reinigung der Zähne und der Zahnzwischenräume einher. Auch das trägt dazu bei, dass die Zahngesundheit gefährdet ist. Zudem ist der sogenannte Kieferschluss oft nicht gegeben: Wenn die Zähne des Ober- und Unterkiefers nicht korrekt aufeinandertreffen, ist die Mechanik des Kiefers gestört. Die Folgen sind weitreichend.

Bis zur vollständigen Korrektur der Fehlstellungen können mehrere Jahre vergehen. Bei einer Behandlung ist es also nicht mit einem Besuch beim Kieferorthopäden getan.

 

Zusatzversicherung Kieferorthopädie für Erwachsene

 

Im Normalfall übernimmt die gesetzliche Krankenkasse keine kieferorthopädischen Behandlungen für Erwachsene. Ausnahmen sind möglich, wenn es sich um Fehlstellungen handelt, die Folge einer Kieferanomalie sind. Eine solche Anomalie kann angeboren oder „erworben“ sein, etwa durch einen Unfall.

Auch wenn die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für eine Zahnspange ab dem 18. Lebensjahr nur selten übernimmt, kann eine kieferorthopädische Behandlung auch im Erwachsenenalter sehr sinnvoll sein. Vor allem im fortgeschrittenen Erwachsenenalter zeigen sich die Spätschäden, die im Laufe der Jahre weiter zunehmen. Dazu gehören beispielsweise Kopf- und Nackenschmerzen und starke Abnutzungserscheinungen an den Zähnen, wie auch den Kiefergelenken. Die Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung muss der Patient dann selbst zahlen. Eine Zusatzversicherung kann den Eigenanteil jedoch deutlich reduzieren.

 
Kosten einer Zahnspange bei Kindern
 

Zusatzversicherung Kieferorthopädie für Kinder

 

Die Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung bei Kindern hängen vom Behandlungsumfang ab. Manchmal müssen etwa Zähne gezogen werden, damit genug Platz im Kiefer ist. Und oft ist eine langjährige Behandlung nötig. Diese kann insgesamt schnell 6.000 Euro und mehr kosten.

Welche Maßnahmen sinnvoll sind und ob sich die Krankenkasse an den Kosten beteiligt, hängt vom Schweregrad der Zahnfehlstellungen ab. Der Schweregrad wird über die Kieferindikationsgruppen (KIG) 1 bis 5 definiert. Kassenleistungen gibt es erst bei ausgeprägten Fehlstellungen der KIG 3. Handelt es sich um leichte Fehlstellungen der KIG 1 oder 2, wird eine Behandlung gar nicht bezuschusst. Dennoch kann sie medizinisch sinnvoll sein: Auch bei leichten Fehlstellungen ist nach Jahren und Jahrzehnten mit unerwünschten Folgen zu rechnen.

Selbst wenn die Kasse leistet, verbleibt jedoch oft ein hoher Eigenanteil für die Eltern. Denn auch bei mittleren bis schweren Fehlstellungen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten nur für die medizinisch notwendige Versorgung. Zusätzliche Kosten, zum Beispiel für eine besonders schmerzfreie Behandlung oder eine optisch ansprechende Zahnspange, werden von der Krankenkasse nicht bezuschusst. Gerade deshalb kann sich eine Zusatzversicherung für Betroffene insbesondere dann lohnen, wenn eine hochwertige Versorgung gewünscht ist.

 
Glossar zur Zahnzusatzversicherung

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Bei Kindern leisten wir bereits bei leichter Fehlstellung der Zähne.

 
Icon Nebenkosten
 

Kostenübernahme für kieferorthopädische Behandlungen bei Kindern

Wenn sich die gesetzliche Krankenkasse an den Kosten für eine Zahnspange beteiligen soll, muss die Fehlstellung der Zähne mindestens mittelschwer sein. Die Kosten für eine Zahnspange bewegen sich im vierstelligen Bereich. Dabei sind unauffällige Zahnspangen mit Lingualtechnik oder Invisaligntechnik erheblich teurer als normale Zahnspangen mit Brackets aus Edelstahl.

 

Kostenverteilung bei Brackets

Brackets sind die Plättchen auf den Zähnen, auf denen der Bogen der festsitzenden Zahnspange befestigt wird, sodass die Zähne bewegt werden können. Sie können aus verschiedenen Materialien bestehen. Die einfachste Variante ist die aus Edelstahl. Sie löst kaum allergische Reaktionen aus und ist robust, allerdings auch sehr auffällig. Daher kommt sie für viele Jugendliche, ganz besonders aber für Erwachsene im Berufsleben, kaum infrage. Optisch attraktiver sind Brackets aus Kunststoff oder Keramik.

 
Art der Maßnahme
Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkasse
Kostenübernahme der Zusatzversicherung
Brackets Nur Metall, robust aber sichtbar Bis zu 90% der Mehrkosten für Kunststoff oder Keramik
 

Kostenverteilung bei Lingualtechnik

Lingualtechnik beschreibt eine Form der Zahnspange, bei der die Klammer innen an den Zähnen angebracht ist. Sie ist somit von außen nicht zu sehen. Die Kosten in Höhe von mehreren tausend Euro übernimmt die gesetzliche Krankenkasse nicht.

 
Art der
Maßnahme
Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkasse
Kostenübernahme der Zusatzversicherung
Lingualtechnik In der Regel keine Kostenübernahme Kostenübernahme bis 90%
 
 

Kostenverteilung bei Invisaligntechnik

Bei Zahnspangen mit Invisaligntechnik werden die Zähne mit durchsichtigen Schienen bewegt. Sie sind im Mund so gut wie unsichtbar. Die Kosten in Höhe von 6.000 -bis 8.000 Euro übernimmt die gesetzliche Krankenkasse nicht.

Unsichtbare Invisalign-Schienen bieten eine Reihe von Vorteilen:

  • Schienen können ohne Abdruck erstellt werden
  • Einfache Mundhygiene ist möglich; die Schiene lässt sich einfach aus dem Mund nehmen
  • Keine Probleme für die Zunge
  • Keine Einschränkungen in der Sprache
  • Keine psychische Belastung aufgrund einer sichtbaren Zahnspange
 
Art der
Maßnahme
Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkasse
Kostenübernahme der Zusatzversicherung
Invisaligntechnik Keine Kostenübernahme Kostenübernahme bis zu 90%
 
 

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KIG ist die Abkürzung für die Kieferorthopädische Indikationsgruppe. Gemessen wird der Bedarf für kieferorthopädische Behandlungen.

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