Eine Zahnspange reguliert die Schiefstellung von Zähnen. Das dient einem schönen Gebiss, hat aber auch gesundheitliche Gründe. Schiefe Zähne nutzen sich ungleich ab, belasten den Kiefer einseitig und schließlich auch den Nacken. Allerdings ist eine Zahnspange nicht billig. Das liegt auch daran, dass sowohl Kieferorthopäden als auch Zahnärzte an der Betreuung des Patienten beteiligt sind.

Die Kieferorthopädie gehört zwar zur Zahnmedizin, befasst sich aber mit Fehlstellung von Kiefer und Zähnen. Bei der Entscheidung für eine Zahnspange ist der Kieferorthopäde beratend tätig und stellt die verschiedenen Möglichkeiten vor. Dabei stellt sich vor allem die Frage, ob es eine feste oder lose Zahnspange sein soll.

Die feste Zahnspange bleibt 24 Stunden im Mund. Eine lose Zahnspange wird über einen bestimmten Zeitraum über den Tag und in der Nacht getragen. Der Patient muss bei beiden Varianten regelmäßig zum Kieferorthopäden, der bei diesem Termin den Sitz der Spange untersucht und sie auch neu einstellt. Die Dauer der Therapie ist abhängig von der Schwere der Fehlstellung. Sie kann aber mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Zahnarzt Kieferorthopäde
Feste Zahnspange Wird bei Kontrolluntersuchungen berücksichtigt Etwa alle vier Wochen
zur Kontrolle
Lose Zahnspange Spricht Empfehlung aus Etwa alle vier Wochen
zur Kontrolle
Unsichtbare feste Zahnspange Wird bei Kontrolluntersuchungen berücksichtigt Etwa alle vier Wochen
zur Kontrolle
Kosten für Erwachsene

Kosten für Erwachsene und was die Krankenkasse übernimmt

Bei Patienten unter 18 übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für die Zahnspange, wenn der Kieferorthopäde zu dem Schluss kommt, dass die Spange medizinisch notwendig ist. Bei minimalen Fehlstellungen ist das nicht der Fall. Wer volljährig ist, erhält keine Unterstützung der gesetzlichen Krankenversicherung. Ausnahmen gibt es dennoch. Ein Grund kann sein, wenn die Fehlstellung Folge eines Unfalls ist. Bei einer extremen Fehlstellung und wenn zugleich ein chirurgischer Eingriff durchgeführt werden muss, zahlt aber auch die gesetzliche Krankenversicherung einen Anteil der festen Zahnspange für Erwachsene. Die Höhe der Kosten hängt auch von der Art der Zahnklammer ab.

Einschränkungen
Feste Zahnspange Sichtbares Metall
Lose Zahnspange Muss meist beim Essen und Sprechen herausgenommen werden
Unsichtbare feste Zahnspange Keine

Zu bedenken ist auch, dass an einer Zahnspange Schäden entstehen können. Patienten sollten daher im Vorfeld besprechen, mit welchen zusätzlichen Kosten im Rahmen der Behandlung zu rechnen ist.

Kosten für eine feste Zahnspange

Die Kosten für eine feste Zahnspange können mehrere Tausend Euro betragen. Das hängt erheblich von der Dauer ab, über die die Zahnspange getragen werden muss. Bei sehr schiefen Zähnen ist von mindestens drei Jahren auszugehen. In dieser Zeit muss der Patient alle vier Wochen zum Kieferorthopäden, um die Klammer nachjustieren zu lassen. Schließlich muss sie der Zahnbewegung angepasst werden, damit die Zähne langsam in die richtige Position wandern.

Kosten für eine lose Zahnspange

Eine lose Zahnspange ist herausnehmbar. Sie wird für gewöhnlich nachts und einige Stunden am Tag getragen. Die Kosten beginnen ab etwa 1000 Euro, die der volljährige Patient in der Regel selbst tragen muss.

Kosten für eine unsichtbare Zahnspange

Eine unsichtbare Zahnspange ist die teuerste Variante einer Zahnspange. Die auf den Zähnen angebrachten Brackets sind in Zahnfarbe gehalten, die Drähte nahezu durchsichtig. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Spange innen an den Zähnen anzubringen. Das kann in der Anfangszeit beim Sprechen irritieren. Nach einer Gewöhnungszeit bessert sich das aber wieder. Eine unsichtbare Zahnspange kann 5000 Euro und mehr kosten.

 

Unsere Leistungen bei Kieferorthopädie im Überblick

Leistungen für Kinder

Tarif Dent70

  • Guter Kostenschutz bei Kieferorthopädie
  • Wir übernehmen 70% der Kosten oder bis zu 1.000€ zusätzlich zur gesetzlichen Krankenkasse
Leistungen für Kinder

Tarif Dent90

  • Sehr guter Kostenschutz bei Kieferorthopädie
  • Wir übernehmen 80% der Kosten oder bis zu 1.000€ zusätzlich zur gesetzlichen Krankenkasse
Leistungen für Kinder

Tarif Dent90+

  • Top-Schutz bei Kieferorthopädie
  • Wir übernehmen 90% der Kosten oder bis zu 1.500€ zusätzlich zur gesetzlichen Krankenkasse
Leistungen für Kinder

Tarif Dent100

  • Unser bester Schutz bei Kieferorthopädie
  • Wir übernehmen 90% der Kosten oder bis zu 2.000€ zusätzlich zur gesetzlichen Krankenkasse

Tarif Dent70

  • Hohe Zuschüsse bei Zahnbehandlungen
  • Zuschüsse für Zahnersatz

Tarif Dent90

  • Guter Schutz bei Kiefer­orthopädie
  • Wir übernehmen 90% der Kosten nach einem Unfall

Tarif Dent90+

  • Guter Schutz bei Kiefer­orthopädie
  • Wir übernehmen 90% der Kosten nach einem Unfall

Tarif Dent100

  • Unser bester Schutz bei Kiefer­orthopädie
  • Wir übernehmen 90% der Kosten
Kosten für Kinder

Kosten für Kinder und was die Krankenkasse übernimmt

Wer bis zum 18. Lebensjahr mit der Behandlung schiefer Zähne beginnt, kommt in den Genuss der Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung. Die Voraussetzung ist, dass der Zahnarzt die Behandlung für notwendig erklärt und die Behandlung auch abgeschlossen wird. In dieser Zeit müssen Eltern einen Anteil selbst zahlen. Wird die Behandlung bis zum Ende durchgeführt, werden die gezahlten Beiträge rückerstattet. Bricht das Kind die Behandlung ab, z. B. wenn die Spange nicht getragen wird, erfolgt keine Erstattung. Die im Kostenvoranschlag kalkulierten Kosten werden in der Regel vierteljährlich in sogenannten Quartalsrechnungen gezahlt. Wird die Spange eingesetzt so entstehen höhere Kosten, finden nur Kontrollen statt so sind die Rechnungen entsprechend niedriger.

Kostenübernahme gesetzliche Krankenversicherung
Feste Zahnspange 100%
Lose Zahnspange 100%
Unsichtbare Zahnspange Nur Zuschuss

Kosten für eine feste Zahnspange

Die Kosten für die feste Zahnspange übernimmt die gesetzliche Krankenkasse zu 100%, wenn die Behandlung auch nach Plan durchgeführt und abgeschlossen wird. Die Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab, liegen jedoch über 1000 Euro.

Kosten für eine lose Zahnspange

Auch die Kosten für die lose Zahnspange werden von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Es gelten die gleichen Bedingungen, wie für eine feste Zahnspange. Das gilt auch, wenn die lose Zahnspange auf die feste folgt. Das ist dann sinnvoll, wenn der Patient unter der festen Zahnspange leidet und nur noch geringfügige Veränderungen erforderlich sind.

Kosten für eine unsichtbare Zahnspange

Die Kosten für die unsichtbare Zahnspange liegen deutlich über den Alternativen. Hier übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten, die bei einer normalen festen Zahnspange anfallen würden. Die Differenz müssen die Eltern selbst übernehmen. Die Höhe ist abhängig vom Umfang, aber auch vom beteiligten Labor. Es ist in jedem Falle mit Kosten von 2500 Euro und mehr zu rechnen.

 

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Von A wie Aufbissschiene bis Z wie Zahnunfälle – in unserem Ratgeber erläutern wir Ihnen zahnmedizinische Begriffe einfach und verständlich.