20.09.2022

Glitschiges Laub. Matschiger oder gefrorener Boden. Herbstwinde, die Äste oder Gegenstände losreißen können. Ihr Gelände, das vielen Menschen so viel Freude bereitet, braucht im Herbst und Winter besondere Aufmerksamkeit. Denn immer wieder passieren Unfälle auf den Anlagen, begünstigt durch Witterungseinflüsse oder wegen baulicher Mängel. Gehen Sie mit unserer Hilfe auf Nummer sicher.

 

Praktische Tipps zur Sicherheit Ihrer Sportanlagen in der kalten Jahreszeit

Für unterschiedliche Anlagen und Böden sind unterschiedliche Maßnahmen notwendig. Orientieren Sie sich an diesen übergeordneten Punkten:

 

Geräte und Materialien:

  • Entfernen Sie Geräte und Materialien, die für wärmere Jahreszeiten bestimmt sind, von Ihren Außenanlagen. Dazu zählen auch nicht benötigte oder mobile Geräte.
  • Nutzen Sie den Herbst zum Aussortieren oder zur Wartung defekter Ausstattungsgegenstände.
  • Kontrollieren Sie die Platzpflegegeräte. Sind sie intakt, lagern Sie sie ein. Reparieren Sie sie bei Bedarf.

Anlage:

  • Halten Sie Ihre Gehwege stets frei. Kehren Sie Laub zusammen oder schippen Sie Schnee.
  • Entfernen Sie regelmäßig Moos, da dies sonst mittelfristig zu Pflegemängeln Ihrer Anlage führen kann.
  • Decken Sie leere Bodenhülsen ab.
  • Entfernen Sie Netze aller Art und lagern Sie diese trocken ein.
  • Kontrollieren Sie die Regenrinnen und entfernen Sie dabei angesammeltes Laub. Achten Sie auf undichte Rinnen: Das Wasser kann durch die Glätte die Unfallgefahr erhöhen und außerdem zu Bauschäden führen.
  • Kontrollieren Sie die Fallrohre. Reparieren Sie undichte Stellen und stellen Sie sicher, dass das Fallrohr fest im Entwässerungsrohr steckt, das in den Boden führt. Leichte Verstopfungen können Sie einfach wegspülen.
  • Kontrollieren Sie die Wasserversorgung Ihrer Sportanlage. Entwässern Sie ggf. Ihr Leitungssystem und schließen das Bewässerungssystem.
 

Stellen Sie Regeln zum Betreten des Geländes im Herbst und Winter auf. Safety first! Bei anhaltender Nässe, Frost oder Schnee müssen Sie den Spielbetrieb eventuell untersagen.

 

Rasenpflege im Herbst und Winter

Ihr Rasen muss gepflegt und für den Winter vorbereitet werden. Achten Sie unbedingt auf die Vorgaben des Herstellers. Kurz zusammengefasst gilt:

Naturrasen

  • Schnitthöhe dauerhaft niedrighalten.
  • Nachsäen und geeigneten Dünger verwenden. Im Herbst sind dies meist kaliumhaltige Dünger.
  • Ggf. Vertikutieren des Bodens (Tiefenlockerung).
  • Der Rasen kann von einer Schneeschicht bedeckt sein, denn sie schützt ihn. Weggeschippter Schnee sollte aber nicht auf dem Rasen lagern.

Hybridrasen

  • Orientieren Sie sich an der Vorgehensweise beim Naturrasen.
  • Entfernen Sie Müll oder andere unnötige Materialien.
  • Streuen Sie die Rasentragschicht oder Sandschicht ein.

Kunstrasen

  • Reinigen Sie das Granulat von oberflächlichem Abfall und Schmutz.
  • Führen Sie zusätzlich eine sog. Tiefenreinigung durch.
  • Sanden Sie das Gelände nach.
  • Sollten Sie Schnee entfernen, nutzen Sie einen Besen oder eine Schippe aus Kunststoff. Metall kann zu Faserbrüchen führen.
 

Zusätzliche Kontrollen in Abhängigkeit vom Wetter

Wenn das Wetter mitmischt, sollten Ihre Sicht- und Funktionsprüfungen besonders sorgfältig ausfallen. Und öfter: Zusätzliche Kontrollen sind besonders nach Stürmen, starkem Schneefall oder bei anderen Schäden erforderlich.
Prüfen Sie dabei:

  • Sauberkeit
  • Sichtung nach fehlenden/defekten Teilen
  • Beschaffenheit der Bodenoberfläche
  • Funktion
  • Stabilität

Haben Sie ein Auge auf Ihre Zäune, Masten oder Pfosten und prüfen Sie besonders deren Standfestigkeit.
Weiterführende Informationen zu den Sicht- und Funktionsprüfungen, aber auch zur Jahreshauptinspektion finden Sie im Sportstättenleitfaden der Stiftung Sicherheit im Sport.

 

Leichtathletikanlagen

Leichtathletikanlagen benötigen besondere Beachtung. Decken Sie Ihre unbeweglichen Anlagen, wie für Hoch- oder Stabhochsprung, wetterfest ab. Sprunggruben verlangen eine luftdurchlässige Netzabdeckung, die wind- und sturmfest angebracht sein muss.
Kontrollieren Sie vorhandene Tartanflächen. Decken Sie Risse ab, damit sie sich nicht vergrößern können. Breiten sie sich dennoch aus, erneuern Sie die Fläche oder holen sich Expertinnen und Experten zur Hilfe.

 
 

Tennen-, Asche- oder Sandplätze

Kümmern Sie sich bei Tennen-, Asche- oder Sandplätzen als erstes um den Boden. Reinigen Sie die Plätze von oberflächlichem Müll oder umliegenden Pflanzenabfällen. Anschließend decken Sie die Spielfelder luftdurchlässig ab. Lagern Sie alle Netze, Planen und Netzpfosten ein und verschließen Sie die Bodenhülsen. Decken Sie alle Linienbänder ab oder rollen Sie sie zum Einlagern ein. Dabei können Sie verschlissene Linienbänder auch direkt für eine Erneuerung markieren.
Warten Sie alle entfernen Geräte oder Materialen. Kontrollieren Sie die Spannmechanik der Netzpfosten, ölen Sie sie und streichen Sie sie bei Bedarf neu. Lassen Sie Motorwalzen am besten durch Fachbetriebe warten. Dazu gehört auch das Wasser ablaufen zu lassen, Öl zu wechseln oder Antriebsketten zu fetten.

 

Auf die Bäume kommt es an

Bäume auf der Anlage sind eine Freude, bergen aber auch Gefahren. Denn Schäden der Bäume sind nicht immer sichtbar. Darum ist zweimal jährlich eine Regelkontrolle durch einen zertifizierten Baumkontrolleur durchzuführen. Dieser begutachtet die Bäume in belaubtem und unbelaubtem Zustand und untersucht sie auf Standsicherheit, potenzielle Krankheiten und Pilzbefall. Zertifizierte Betriebe findet man z. B. über die Landwirtschaftskammern oder Garten- und Landschaftsbau-Betriebe.
Achten Sie aber auch selbst auf abgegenickte Äste oder schief stehende Bäume. Äste können selbst entfernt werden. Ist durch einen schiefen Baum Gefahr im Verzug, wenden Sie sich umgehend an die Feuerwehr und sperren in der Zwischenzeit das Gelände.

 

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