Auf den Punkt

 
  • Wurden Sie innerorts mit mehr als 20 km/h zu viel geblitzt, dann drohen Punkte in Flensburg und je nach Geschwindigkeit ein bis drei Monate Fahrverbot.
  • Wer auf der Autobahn mit mehr als 26 km/h zu viel geblitzt wurde, der muss mit einem Fahrverbot von einem Monat und einem Punkt rechnen.
  • Für zu schnelles Fahren auf Spielstraßen, in 30er-Zonen und in Baustellen gibt es im Bußgeldkatalog keine Ausnahmeregelungen.
  • Neben Radarkontrollen auf Autobahnen, in Ortschaften und auf Landstraßen gibt es auch „Ampelblitzer“, die Rotlichtverstöße registrieren.
 

Hinweis zum aktuellen Bußgeldkatalog

Wegen eines Formfehlers im Gesetzestext der Straßenverkehrsordnung (StVO) sind wahrscheinlich alle Änderungen des Bußgeldkatalogs vom April 2020 unwirksam. Einige Bundesländer haben ihre Behörden angewiesen, den alten Bußgeldkatalog auf offene Verfahren anzuwenden.

 

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Blitzer – alle Infos zu den Radarkontrollen

Sei es bei der Ortseinfahrt, auf der Autobahn oder an der innerstädtischen Kreuzung: jedes Jahr werden in Deutschland Millionen von Verkehrsteilnehmern bei Radarkontrollen geblitzt. Doch mit welchen Bußgeldern müssen Sie rechnen, wenn Sie zu schnell unterwegs waren oder eine rote Ampel missachtet haben? Wann werden für Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Rotlichtverstöße Punkte in Flensburg oder gar Fahrverbote fällig? Und welche Ausnahmeregelungen gelten, wenn Sie in einer 50er-Zone, einer Spielstraße oder einer Baustelle in eine Radarfalle geraten sind? In unserem Ratgeber haben wir die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst.

Innerorts geblitzt

Innerorts geblitzt

Wer innerorts zu schnell fährt und geblitzt wird, der muss sich zum Teil auf empfindliche Bußgelder einstellen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Gesetzgeber die Gefährdung durch zu schnelles Fahren innerhalb geschlossener Ortschaften als noch höher einstuft als die Gefährdung durch Geschwindigkeitsüberschreitungen auf Landstraßen oder Autobahnen.

Laut § 3 der Straßenverkehrsordnung (StVO) gilt innerhalb geschlossener Ortschaften für Pkw, Motorräder und andere Kraftfahrzeuge eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.

Wird diese Höchstgeschwindigkeit überschritten, dann greifen je nach Schwere des Verstoßes unterschiedliche Strafmaße. Wer etwa innerorts mit 70 km/h in einer 50er-Zone geblitzt wird, also mit 20 km/h zu viel, der muss in der Regel mit einem Bußgeld von 70 Euro rechnen. Ist ein Verkehrsteilnehmer noch schneller unterwegs gewesen, dann drohen neben Bußgeldern allerdings auch Punkte in Flensburg. Innerhalb geschlossener Ortschaften ist dies der Fall, wenn eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 21 km/h oder mehr vorliegt. Wer mit 71 km/h in einer 50er-Zone geblitzt wurde, dem winkt also ein Eintrag ins Punkteregister und es droht darüber hinaus sogar ein Fahrverbot.
Eine genauere Übersicht der verschiedenen Strafmaße für Geschwindigkeitsverstöße innerhalb geschlossener Ortschaften finden Sie in unserer Bußgeldtabelle.

 
In 30er-Zonen und Spielstraßen

In der 30er-Zone geblitzt

Die im Bußgeldkatalog vorgesehenen Sanktionen für Geschwindigkeitsverstöße innerhalb geschlossener Ortschaften gelten auch für Verkehrsteilnehmer, die in 30er-Zonen geblitzt worden sind.

Für Geschwindigkeitsüberschreitungen bis zu 20 km/h wird in der Regel ein Bußgeld zwischen 30 und 70 Euro fällig. Wer mit 50 km/h in einer 30er-Zone geblitzt wird, der muss also noch nicht mit einer Eintragung ins Punkteregister oder einem Fahrverbot rechnen. Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen von 21 km/h oder mehr sieht das allerdings schon anders aus: Wird ein Verkehrsteilnehmer mit 51 km/h oder mehr in einer 30er-Zone geblitzt, dann wird ein Punkt in Flensburg, eine Geldstrafe von 80 Euro fällig und es droht sogar ein Fahrverbot von einem Monat.

 

Sie wurden in einer Spielstraße geblitzt?

Für Geschwindigkeitsverstöße auf Spielstraßen gelten im Bußgeldkatalog keine Ausnahmeregelungen. Wenn Sie auf einer Spielstraße geblitzt wurden, müssen Sie also in der Regel nicht mehr Bußgeld zahlen als bei zu schnellem Fahren in einer 30er- oder 50er-Zone.

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Außerorts geblitzt

Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts

Wer außerorts geblitzt wurde – also etwa auf einer Landstraße – der sollte wissen, dass in diesem Fall andere Regeln gelten als bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung innerhalb einer geschlossenen Ortschaft.

So liegt die Höchstgeschwindigkeit jenseits geschlossener Ortschaften laut Paragraf 3 der Straßenverkehrsordnung (StVO) für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen bei 100 km/h. Dies gilt natürlich nur dann, wenn in einem Streckenabschnitt durch entsprechende Verkehrsschilder nicht ein abweichendes Tempolimit vorgegeben ist.

Für Geschwindigkeitsüberschreitungen bis zu 20 km/h sieht der Bußgeldkatalog außerorts lediglich Geldstrafen vor. Diese können bis zu 60 Euro betragen. Ist ein Verkehrsteilnehmer noch schneller unterwegs, dann drohen neben empfindlichen Bußgeldern allerdings auch Punkte in Flensburg. Außerhalb geschlossener Ortschaften ist dies der Fall, wenn eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 21 km/h oder mehr vorliegt. Wer mit 26 km/h zu viel auf dem Tacho geblitzt wurde, dem droht sogar ein Fahrverbot.
Eine genauere Übersicht der verschiedenen Strafmaße für Geschwindigkeitsverstöße innerhalb geschlossener Ortschaften finden Sie in unserer Bußgeldtabelle.

Als Autofahrer sollten Sie nie davon ausgehen, dass Sie nur dann geblitzt wurden, wenn Sie auch einen Blitz gesehen haben. Sogenannte „Schwarzlichtblitzer“, Lichtschrankenmessgeräte und auch Radarpistolen funktionieren ohne Blitz.

 
Auf der Autobahn und in Baustellen

Wenn man auf der Autobahn geblitzt wird

Die im Bußgeldkatalog vorgesehenen Strafmaße für Geschwindigkeitsverstöße außerhalb geschlossener Ortschaften gelten auch für Verkehrsteilnehmer, die auf der Autobahn geblitzt worden sind. Dass auf Autobahnen in der Regel ein höheres Tempolimit gilt als auf Landstraßen, ändert an den vorgesehenen Geldstrafen nichts.

 

Radarfalle in der Baustelle: Geblitzt, was nun?

Wurden Sie innerhalb einer Baustelle geblitzt, dann werden dafür in der Regel keine höheren Bußgelder fällig als in anderen Streckenabschnitten. Für die Höhe des Bußgelds ist auch hier einzig und allein entscheidend, ob der Geschwindigkeitsverstoß innerhalb oder außerhalb einer geschlossenen Ortschaft stattgefunden hat und mit wie viel km/h über dem geltenden Tempolimit sie unterwegs waren.

Eine genauere Übersicht der verschiedenen Strafmaße für Geschwindigkeitsverstöße innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften finden Sie in unseren Bußgeldtabellen.

 

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Blitzer an Ampeln

An roter Ampel geblitzt

Neben Radarkontrollen auf Autobahnen, in Ortschaften und auf Landstraßen gibt es auch „Ampelblitzer“. Ampelblitzer, im offiziellen Sprachgebrauch auch „Rotlicht-Überwachungsanlagen“ genannt, stehen in der Regel an Kreuzungen, die als besonders gefährlich gelten. Wer beim Überfahren einer roten Ampel geblitzt wurde, der hat einen sogenannten Rotlichtverstoß begangen. Genau wie Geschwindigkeitsverstöße können auch Rotlichtverstöße mit Bußgeldern, Punkten in Flensburg und Fahrverboten geahndet werden.
Eine genauere Übersicht der verschiedenen Strafmaße für Rotlichtverstöße finden Sie hier.

 

Nicht sein Eigen: Wenn man mit Firmen- oder Mietwagen geblitzt wird

Da in Deutschland die sogenannte Fahrerhaftung gilt, schützt das Fahren eines Mietwagens oder eines Firmenwagens Sie nicht vor Bußgeldern. Werden Sie beim Überfahren einer roten Ampel oder mit erhöhter Geschwindigkeit geblitzt, dann haften Sie für diese Ordnungswidrigkeit – ganz unabhängig davon, wer der Halter des Wagens ist.

In den meisten Fällen wird vor dem Bußgeldbescheid ein Zeugenfragebogen verschickt, da eine Firma als juristische Person kein Bußgeld bekommen kann. Mit Hilfe des Fragebogens wird ermittelt, wer gefahren ist. Dieser Person wird dann das Bußgeld ausgestellt.

Sind Sie in einem Mietwagen geblitzt worden, dann kann es vorkommen, dass Sie neben dem Bußgeldbescheid zusätzlich auch noch eine Rechnung vom Autoverleih bekommen. Viele Mietwagenanbieter berechnen für die vermeintliche Mehrarbeit, die sie leisten müssen, um Verkehrssünder zu ermitteln, eine Servicepauschale. Diese kann bis zu 30 Euro betragen.

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