Auf den Punkt

 
  • Die Vielfalt bestehender Sportarten wird durch die Innovation des Trendsports immer wieder neu belebt.
  • Sporttrends im Verein erweitern das Angebot und locken neue Mitglieder.
  • Für viele Trendsportarten ist keine spezifische Lizenz Ihrer Trainer nötig.
  • Zu den aktuellen Trendsport-Hits gehören u. a. Aerial-Yoga, Piloxing und Pickleball.

Was ist eine Trendsportart? Drei Gründe fürs neue Vereinsangebot

Der Begriff Trendsport bedeutet nichts anderes als eine neue, noch nicht etablierte Sportart, die stark im Kommen ist. Wieso diese auch für Vereine interessant sind? Ganz einfach:

  1. Ein modernes Sportangebot zeigt, dass Ihr Verein mit der Zeit mitgeht und nicht auf gleichbleibende Tradition beharrt. So heben Sie sich auch von anderen Sportvereinen ab.
  2. Trendsportarten fördern die Mitgliedergewinnung.
  3. Aktiven Mitgliedern wird die Möglichkeit geboten, neue Dinge auszuprobieren oder ihr bisheriges Training mit Neuem anzureichern. Das stärkt die Bindung zum Verein noch mehr.
 

Die meisten Trendsportarten kreieren eine neue Art von Lifestyle mit eigenen Begrifflichkeiten, Regeln und Maßstäben. Oft werden bereits existierende Sportarten verändert oder miteinander kombiniert, um neue Disziplinen zu schaffen. Dabei ist es ganz egal, ob Ihr Verein gleich neue Abteilungen eröffnet oder Trendsportarten ergänzend einsetzt, sodass bestehende Mannschaften ihr Training auf moderne und spannende Art und Weise erweitern können.

Gut zu wissen: Erweitern Sie Ihr Vereinsangebot mit coolen Sporttrends, muss das auch jeder wissen! Publizieren Sie entsprechende Informationen auf Ihrer Vereinswebsite und planen Sie regelmäßige Social Media Posts, um zu zeigen, dass der neue Sport gut angenommen wird und sich ein Probetraining lohnt.

 
Aerial Yoga

Aerial Yoga – Wenn der herabschauende Hund kopfsteht

Trendsportart Aerial Yoga

Wer regelmäßig Yoga macht, steht schon mal Kopf. Aber der Sporttrend Aerial Yoga treibt es auf die Spitze. Denn bei der Kombination aus Luftakrobatik und Yoga hängt man an einem an der Decke befestigten Tuch. Anders als beim klassischen Yoga auf der Matte werden beim Aerial Yoga die Asanas (Körperstellungen) schwebend ausgeführt. Das Yoga-Tuch als Mittelpunkt der Übungen dient dazu:

  • durch das Gefühl der Leichtigkeit völlig neue Yoga-Erfahrungen wahrnehmen zu können
  • den Druck auf die Bandscheiben zu reduzieren, wodurch sich die Rückenmuskulatur entspannt
  • einzelne Körperteile zu dehnen oder zu stützen
 

Das Aerial Yoga Tuch als spezielles Sportgerät

Das Tuch spielt beim Aerial Yoga eine tragende Rolle. Um es an der Decke zu befestigen, sind weitere Komponenten wie Deckenanker, Bandschlingen und Karabinerhaken nötig. Beim Aufhängen besteht die Wahl zwischen einer Ein-Punkt- und einer Zwei-Punkt-Aufhängung. Letztere bietet kontrolliertere Bewegungen, da ungewolltes Drehen und Schwingen verhindert wird. Ideal zum Befestigen der Aerial-Yoga-Tücher in Sporthallen sind Betondecken oder freischwebende Balken aus Holz oder Stahl.

 

Diese Zielgruppen können Vereine mit Aerial Yoga gewinnen

Prinzipiell ist Aerial Yoga für jeden Interessierten geeignet. Besonders am Anfang ist eine professionelle Anleitung durch Trainer und Übungsleiter wichtig. Besonders interessant ist ein Aerial-Yoga-Angebot von Sportvereinen für:

  • Übergewichtige Menschen, die durch die stützende Funktion des Tuches viele Übungen deutlich einfacher ausführen können.
  • Schwangere, die durch Aerial Yoga eine ideale Möglichkeit haben, Bewegungen und Entspannungsübungen zu verbinden.
  • Erfahrene Yogis, die Yoga neu erleben wollen und neue Muskelgruppen trainieren möchten.

Gut zu wissen: Als Sportverein sollten Sie vor Kursbeginn darauf hinweisen, dass Mitglieder, die Schäden an der Wirbelsäule haben oder unter Krankheiten wie Bluthochdruck sowie Herz-Kreislauf-Probleme leiden, vorher einen Arzt konsultieren. Gerade Kopfüberhaltungen können in diesen Fällen ungeeignet sein.

 

Aerial Yoga: Ausbildung und Kurse für Vereine

Theoretisch kann man Aerial Yoga allein erlernen. Aber genau wie bei normalem Yoga besteht eine große Gefahr, sich durch fehlerhafte Bewegungen zu verletzen. Unter professioneller Anleitung im Verein werden yFehlhaltungen korrigiert und das Risiko eines Sportunfalls minimiert. Achten Sie bei der Auswahl von Trainerinnen und Trainern darauf, dass diese die Mitglieder richtig anzuleiten wissen und ein Gefühl von Sicherheit vermitteln. Für eine Fortbildung entsprechender Trainerinnen und Trainer erkundigen Sie sich nach passenden Angeboten in Ihrer Nähe. Vermittelt werden in solchen Lehrgängen meist:

  • umfangreiche Materialkunde rund um Aufhängungen und Tücher
  • Ablauf, Trainingsgestaltung und Anleitungstechniken
  • Überblick von gesundheitlichen Voraussetzungen
 
Bodycombat

Bodycombat – Ungefährlicher Stressabbau durch Cardio-Workout

Trendsportart Bodycombat

Bodycombat ist eine Sportart, bei der man sich durch Schläge und Tritte fit „kämpft“ und Kalorien verbrennt. Aber keine Angst, dieses HIIT-Workout (High-intensity interval training) ist nicht mit Körperkontakt verbunden, sondern die Schläge gehen ins Leere. Es gibt auch keine komplizierten technischen Bewegungsabläufe, die sich Teilnehmer einprägen müssen, da jede Übung vom Übungsleiter im Verein vorgemacht wird. Verschiedene Bewegungen aus unterschiedlichen Kampfsportarten werden so zu einem energetischen Workout zusammengefasst. Neben der Koordinationsfähigkeit steht aber vor allem Ausdauer im Mittelpunkt.

 

Bodycombat für Anfänger und Fitnessfreaks

Spezielle Vorkenntnisse sind zum Ausüben von Bodycombat nicht nötig. Vereine können mit dieser Ausdauersportart vor allem Personen ansprechen, die ihre Leistungsfähigkeit durch ein Cardio-Programm erhöhen wollen. Daher kann man besonders junge Menschen, denen die typischen Fitness-Gymnastikstunden zu wenig herausfordernd sind, für die Aerobic keinen Reiz hat und richtiger Kampfsport zu gefährlich ist, durch das Angebot von Bodycombat ins Vereinsleben locken.

Das bringt Bodycombat:

  • Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems
  • Verbesserung koordinativer Fähigkeiten und Ausdauer
  • Abbau von Aggressionen
  • Anregung der Fettverbrennung
 

Ausbildung und Equipment: Das brauchen Vereine für Bodycombat

Bodycombat-Trainer sind meist ausgebildete Fitnesstrainer. Erfahrungen im Bereich Kampfsport sind zwar von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich. Auch spezielle Weiterbildungen auf dem Gebiet des Bodycombats können absolviert werden, um etwa ein besseres Gefühl für Bewegungsabläufe, Kombinationen oder die richtige Musikauswahl zu bekommen.

Auch lässt sich die Sportart gut in das generelle Training von Vereinen integrieren, die eine Kampfsportabteilung haben. Üblicherweise stehen Kursteilnehmer vor einem Spiegel, um sich auf eigene Bewegungen und Körperhaltung zu konzentrieren. Am Trainingsort sind große Ganzkörperspiegel also von Vorteil. Besonderes Zubehör wie Boxhandschuhe können das Kampfsport-Gefühl verstärken und durch zusätzliches Gewicht an den Fäusten das Krafttraining intensivieren, sind aber kein Muss.

 
 
Pickleball

Pickleball – Der neue Ballsporttrend

Trendsportart Pickleball

Pickleball verbindet die Sportarten Tennis, Tischtennis und Badminton. Auf den ersten Blick ähnelt der Sporttrend zwar sehr dem klassischen Tennis, jedoch gibt es bedeutende Unterschiede: Zum Beispiel ist die Ballgeschwindigkeit nur ungefähr ein Drittel der eines Tennisballs und auch das Spielfeld ist deutlich kleiner. Durch die Kombination aus einem langsamen Ball und einem kleinen Spielfeld ist Pickleball auch als Sport für Kinder, Jugendliche und Senioren geeignet. Vor allem fördert die Funsportart die Hand-Augen-Koordination und durch dynamische Bewegungsabläufe gleichzeitig noch die allgemeine Fitness.

 

Equipment für Pickleball

Pickleball-Schläger ähneln einem übergroßen Tischtennisschläger. Ältere Modelle bestehen aus Holz, mittlerweile ist der Großteil jedoch aus Aluminium oder Graphit gefertigt. Gerade im Vereinssport und bei Wettkämpfen kommen die modernen Pickleball-Schläger zum Einsatz, da sie mit leichtem Gewicht und besserer Federkraft überzeugen. Die typischen Picklebälle haben 40 kleine Löcher und sind aus Plastik. Es gibt sie in zwei verschiedenen Versionen – für Outdoor- und Indoor-Spiele. Outdoor-Picklebälle sind durch ihre dickere Wandkonstruktion auch auf Asphalt haltbarer.

 

Für Vereine – Pickleball in Deutschland

Mit einem 91 cm hohen Netz und einer Feldgröße wie beim Badminton bietet Pickleball Vereinen die einfache Möglichkeit, ihr Trendsportangebot zu erweitern. Neben den geringen Anforderungen an den benötigten Platz kann das passende Equipment in jedem gut sortierten Sportgeschäft oder online gekauft werden. Damit Sie Ihren Mitgliedern ein professionell begleitetes Training gewährleisten können, lassen Sie interessierte Trainer weiterbilden. Eine Trainerausbildung ist beispielsweise beim Deutschen Pickleball Bund e. V. in Form eines Trainer C Lehrgangs möglich. Dieser Basis-Trainerschein vermittelt die grundlegenden Regeln und Techniken.

 
Racketlon

Racketlon – Der Vierkampf im Rückschlagspiel

Trendsportart Racketlon

Vier Disziplinen, aber eine Sportart: Tischtennis, Badminton, Squash & Tennis. Gespielt wird Eins gegen Eins vom kleinsten zum größten Schläger. Ein Match besteht aus 4 Sätzen à 21 Punkten, wobei jede Sportart einem Satz entspricht. Gewonnen hat am Ende der Spieler oder die Spielerin mit der insgesamt höchsten Punktzahl. Um zu gewinnen, reicht es also nicht aus, in nur einer der vier Disziplinen gut zu sein. Vielmehr muss man Multitalent der „Rackets“ sein.

 

Mit Racketlon Vereine breiter aufstellen

Mittlerweile gibt es in vielen Städten bereits Racketlon-Vereine. Hier kann die Sportart besonders gut praktiziert werden, da in der Regel alle nötigen Spielfelder an einem Ort vorhanden sind.

Egal, ob Tischtennis- oder Tennisverein: Das Angebot einer ähnlichen Sportart mit Rückschlag kann bei Mitgliedern womöglich neue Begeisterung wecken. Wer jahrelang nur Tennis gespielt hat, dem kommt die Abwechslung in Form von Badminton oder Squash mit Sicherheit gelegen. Eine richtige Ausbildung zum Racketlon-Trainer gibt es nicht und ist auch nicht nötig. Jede einzelne Disziplin folgt nämlich den ohnehin schon bekannten Regeln. Auch ein Badmintonnetz oder eine Tischtennisplatte und die dazugehörigen Schläger sind keine riesigen Anschaffungen und können leicht aufgebaut und im Geräteraum Ihres Vereins verstaut werden. Mit ein bisschen Übung kann man dann an Turnieren auf Bundesebene oder sogar an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Aktuelle Infos dazu lassen sich beim Deutschen Racketlon Verband e. V. finden.

 
SUP-Yoga

SUP-Yoga – Board statt Yogamatte

Trendsportart SUP-Yoga

Beim SUP-Yoga treffen zwei beliebte Sportarten aufeinander: Die uralte Tradition des Yogas und das moderne Stand Up Paddling (SUP). Durch die Ausführung von Yoga-Übungen auf dem Wasser wird der Gleichgewichtssinn gefördert und spezielle Muskelgruppen gestärkt. Gerade bei Wellengang wird das Halten einer Position zur Herausforderung.

SUP-Yoga eignet sich für körperlich fitte Menschen jeden Alters. Die verschiedenen Yogaelemente während des SUP-Yogas verbessern die Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeiten. Gleichzeitig stärkt es bei leicht schwankenden Bewegungen die Tiefenmuskulatur für eine bessere Körperspannung. Vor und nach jeder SUP-Yoga-Einheit muss zudem gepaddelt werden. Das fördert langfristig Kraft und Ausdauer. Trotzdem hat SUP-Yoga ebenso wie traditionelles Yoga eine meditative und entspannende Wirkung auf Körper und Geist. Frische Luft und die Natur um einen herum unterstützen dieses Gefühl.

 

Equipment: Das beste Stand Up Paddle Board für Yoga

Wenn Sie als Verein Yoga auf dem Stand Up Paddle anbieten möchten, brauchen Sie neben einem erreichbaren Gewässer vor allem die richtigen Boards. Egal, ob Ihre SUP-Yoga-Abteilung das Equipment stellt oder die Mitglieder ihre eigenen SUPs mitbringen. Das SUP-Board sollte einige Kriterien erfüllen:

  • breite Standfläche, um Asanas auf dem Wasser entspannt ausführen zu können
  • ausreichende Traglast (Dicke von ca. 15 cm) für genügend Stabilität auf dem Wasser

Zuletzt ist zwischen statischen und aufblasbaren SUP-Boards zu unterscheiden. Während Hardboards meist stabiler im Wasser liegen, ist das Risiko für eine Sportverletzung bei einem Sturz deutlich höher. Aufblasbare SUP-Boards lassen sich nach der Nutzung leichter verstauen und transportieren.

Gut zu wissen: In puncto Unterrichtszubehör gibt es auch für Trainer Besonderheiten. Nicht alle führen die Übungen parallel zu den Kursteilnehmern auf einem eigenen SUP durch. Es gibt spezielle runde Boards mit entsprechenden Aussparungen für SUPs, damit sich mehrere Teilnehmer in einem Kreis um den Übungsleiter sammeln können. Des Weiteren lohnt es sich, ungeübte Schwimmer oder Kinder mit Auftriebswesten auszustatten und für Übungsstunden bei kühlerem Wetter Neoprenanzüge zu nutzen.

 

SUP Yoga im Verein – Ausbildung für Trainer nicht unbedingt nötig

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und auf einem SUP-Board gelandet. Generell sollten SUP-Yoga-Lehrer eine gewisse Grundfitness, gute Schwimmkenntnisse und Yogakenntnisse besitzen. Diese Trendsportart im Verein zu integrieren, kann neue Begeisterung bei erfahrenen Yogis auslösen oder neue anlocken. Aber nicht vergessen: Neben dem Paddle Board ist zum Ausführen der Sportart auch der Zugang zu einem Fluss, See oder Meer nötig. Insofern bietet sich SUP-Yoga für Vereine an, die bereits Wassersportabteilungen haben.

 

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