Vereinsverwaltung online: Digitaler Mitgliedsausweis & Co.
Vom Papier zur App: Diese Tools erleichtern Ihre Mitgliederverwaltung und digitale Vereinsverwaltung.
Auf den Punkt
Viele Sportvereine kämpfen mit überladener Verwaltung, unübersichtlichen Listen und rechtlichen Unsicherheiten.
- Digitale Lösungen erleichtern den Vereinsalltag, indem sie Übersicht und Effizienz in die Vereinsarbeit bringen.
- In einem Mitgliederportal können Sie beispielsweise Mitgliederdaten, Zahlungen und Kommunikation zentral und unkompliziert organisieren.
- Um die Sicherheit sensibler Mitgliedsdaten zu gewährleisten, müssen digitale Verwaltungstools für Vereine DSGVO-konform sein.
Warum Sportvereine auf digitale Vereinsverwaltung setzen
Wer einen Sportverein führt, weiß: Die Zeit fürs Ehrenamt ist begrenzt, aber Listen, Anfragen und Abrechnungen werden gefühlt jedes Jahr mehr. Mitgliedsanträge kommen als PDF, per Mail oder handschriftlich, Trainingszeiten stehen in verschiedenen Excel-Dateien und am Ende fragen alle nach den aktuellen Dokumenten.
Gleichzeitig erwarten Mitglieder heute, dass sie sich online anmelden sowie Daten selbst ändern können und zuverlässig informiert werden. Genau hier hilft digitale Vereinsverwaltung Ihnen dabei, Ordnung in Daten, Beiträge und Kommunikation zu bringen.
Die drei größten Probleme nicht digitaler Vereine
1. Zeitfresser im Vereinsalltag
Gerade in Sportvereinen wird ein Großteil der Verwaltung ehrenamtlich erledigt. Viel Zeit geht unnötigerweise hierfür drauf:
- doppelt geführte Listen (Excel, Papier, eigene Notizen)
- Nachfragen zu Beiträgen, Bankdaten oder Trainingszeiten
- manuelle Mahnungen und Quittungen
- unklare Zuständigkeiten („Wer verschickt die Einladung?“)
Je größer der Verein oder je mehr Abteilungen es gibt, desto chaotischer wird es. Dazu kommt die Sorge, bei Datenschutz oder Finanzen etwas falsch zu machen.
2. Kommunikation über zu viele Kanäle
WhatsApp-Gruppen, E-Mails, SMS, Social Media – viele Informationen gehen auf dem Weg zu Trainerinnen und Trainern oder Eltern und Mitgliedern verloren. Wer sich nur auf private Chats verlässt, riskiert:
- dass wichtige Infos nicht alle erreichen,
- dass Daten ungesichert in ausländischen Clouds landen oder
- dass es bei Streitfällen keine nachvollziehbare Dokumentation gibt.
3. Rechtliche und organisatorische Risiken
Wer Mitgliederdaten auf privaten Rechnern speichert, muss für ausreichende Sicherheitsmaßnahmen (z. B. Verschlüsselung, Passwortschutz, Berechtigungskonzepte) sorgen. Werden Fotos von Mitgliedern ohne rechtliche Grundlage bzw. Einwilligung veröffentlicht, wird das Recht am eigenen Bild verletzt. Und gehen Datenträger oder Zugänge verloren, kann dies einen Verstoß gegen die DSGVO darstellen. Solche Rechtsverletzungen können zu Abmahnungen, Schadensersatzforderungen, behördlichen Maßnahmen und Vertrauensverlust im Verein führen.
Vorteile von Vereinsverwaltung online
Verwaltung, Kommunikation, Mitgliederdaten, Beiträge und Veranstaltungen – alles soll koordiniert und aktuell geschehen. Moderne digitale Tools sind so intuitiv, dass auch weniger technikaffine Vereinsmitarbeitende schnell zurechtkommen. Typische Effekte:
- Zeitersparnis: Rechnungen, Serienmails oder Listenexporte laufen mit wenigen Klicks.
- Mehr Mitgliederbindung: Mitglieder können Daten selbst pflegen, sich online zu Kursen anmelden und bleiben besser informiert.
- Transparenz im Vorstand: Alle arbeiten mit denselben Daten. Egal, ob Vorstand oder Kassenwart.
- Weniger Fehler: Dubletten, Tippfehler und alte Listen gehören weitgehend der Vergangenheit an.
Digitale Vereinssoftware hat große Fortschritte gemacht. Wo früher mehrere Tools nötig waren, bietet ein digitales Mitgliederportal heute eine zentrale Plattform. Der digitale Mitgliedsausweis ergänzt das Portal und ermöglicht ein modernes und unkompliziertes Mitgliedermanagement.
Was ein digitales Mitgliederportal leisten sollte
- Mitgliederdaten verwalten
Anmeldung, Kontaktinformationen, Beitragszahlungen etc. - Kommunikation erleichtern
Nachrichten, Newsletter und Einladungen direkt über das Portal versenden - Dokumente speichern
Satzungen, Protokolle oder Trainingspläne zentral ablegen - Events organisieren
Veranstaltungen, Trainings oder Versammlungen online planen und koordinieren - Zahlungsprozesse erleichtern
Mitgliedsbeiträge oder Teilnahmegebühren können direkt abgerechnet werden
Viele Prozesse laufen automatisiert ab, was Zeit für das Vereinsleben schafft. Einige dieser Portale sind mobil optimiert und bieten eine App, mit der Mitglieder und Vorstände unterwegs auf alle Informationen zugreifen können.
Tools für digitale Vereinsverwaltung
Der Markt für Vereinssoftware wächst stetig. Neben Allroundern gibt es spezialisierte Lösungen für Kommunikation, Buchhaltung oder Terminverwaltung. Die Tools müssen zum Verein passen und DSGVO-konform sein.
Tipp: Achten Sie bei der Auswahl von Kommunikationstools darauf, dass sie barrierefrei sind, also auch von Menschen mit Einschränkungen genutzt werden können. Hilfreich ist beispielsweise Screenreader-Kompatibilität oder die Option für einfache Sprache.
Die folgende Übersicht konzentriert sich auf Lösungen, die sich in der Praxis bewährt haben. Preise und aktuelle Konditionen bitte immer beim Anbieter prüfen.
Vereinssoftware im Vergleich
|
Vereinssoftware |
Adressat |
Features |
|---|---|---|
|
Vereinsticket |
Kleine bis mittlere Sportvereine |
Mitgliederverwaltung, Beitragseinzug, Ticketing, Belegungspläne, News-Funktion |
|
KURABU |
Große Mehrsparten-Sportvereine mit vielen Abteilungen und komplexen Strukturen |
Mitgliederverwaltung, automatische Beitragsabrechnung, Online-Antrag, Vereinsapp, digitaler Ausweis |
|
ClubDesk |
Kleine bis große Vereine aller Sparten |
Mitgliederverwaltung, Buchhaltung, Homepage, Serienmails |
|
easyVerein |
Vereine mit Fokus auf Finanzen und DSGVO |
Mitgliederverwaltung, Buchhaltung, SEPA, Rechteverwaltung |
|
SPOND |
Teams und Sportvereine mit vielen Gruppen |
App für Organisation von Teams, Terminen, Abwesenheiten, Beiträgen |
|
SportMember |
Sportvereine mit Trainings- und Spielbetrieb |
Trainingspläne, Mannschaftsverwaltung, Kalender, Anwesenheit |
|
Teamhero |
Vereine mit vielen Schichtplänen |
Einsatz- und Aufgabenplanung, Schichten, Helferzuordnung, mobile Ansicht |
Darüber hinaus bieten Task-Management-Tools wie beispielsweise Trello.com oder Asana.com Vereinen eine gute Möglichkeit, die komplette Vereinsverwaltung online abzubilden. Hierbei erstellen Sie projektbezogene Boards (sozusagen digitale Pinnwände), die von allen mit Aufgaben betrauten Personen gesehen und bearbeitet werden können. Jetzt beginnt das virtuelle Teamwork: Projektaufgaben können beliebig bearbeitet, mit Checklisten, Anhängen, Terminen versehen und entsprechend dem Arbeitsstatus delegiert werden. Weitere Tools für Vereine, die ihr Task-Management digitalisieren möchten, sind beispielsweise: Factro.de oder Monday.com.
Vereinssoftware und Tools
Welche Plattform passt am besten zu Ihrem Verein? Im nachfolgenden Abschnitt finden Sie genauere Infos zu den einzelnen Tools und Softwarelösungen.
Vereinsticket – die modulare Komplettlösung
Vereinsticket ist ein echtes Allround-Talent und besonders für Amateursportvereine interessant, da es kostenlos genutzt werden kann. Dank seines modularen Aufbaus können Sie sich genau die Bausteine auswählen, die zu Ihren Bedürfnissen passen. Wichtige Funktionen sind:
- Digitale Mitgliederverwaltung: Behalten Sie alle Mitgliedsdaten übersichtlich im Blick.
- Flexibles Ticketing und Belegungsmanagement: Ideal für Veranstaltungen, Turniere oder die Verwaltung von Sportanlagen.
- Interaktive Kommunikation: Mitglieder können über die Plattform miteinander chatten.
- Mobile App: Trainingszeiten für Mitglieder und Vereinsnews für Fans sind über die App jederzeit abrufbar.
KURABU – die cloudbasierte Vereinssoftware für große Mehrspartenvereine
KURABU ist eine speziell für größere Vereine entwickelte Lösung, die auf Cloud-Technologie basiert. Sie bietet alles, was ein moderner Verein für eine reibungslose Verwaltung benötigt – von der Mitgliederverwaltung bis zur Rechnungsstellung. Die wichtigsten Funktionen:
- Online-Mitgliederverwaltung: Alle Daten sind jederzeit zentral abrufbar.
- Automatische Rechnungsstellung und Lastschrifteinzug: Sie sparen Zeit und minimieren den Verwaltungsaufwand.
- Digitaler Mitgliedsantrag: Potenzielle Mitglieder können sich bequem online registrieren, ohne Papierkram.
- Flexible Preisgestaltung abhängig von der Mitgliederanzahl. Das kleinste Paket startet bei 29 Euro pro Monat (jährliche Zahlung) für bis zu 150 Mitglieder.
ClubDesk
Ein bewährter Allrounder für kleine bis mittlere Vereine. ClubDesk kombiniert Mitgliederverwaltung, Beitragswesen, Terminplanung, Serienmails und Dokumentenablage. Die Software ist cloudbasiert und bietet verschiedene Preisstufen – von einer kostenlosen Version für Vereine bis 50 Mitglieder bis zur XL-Variante ab 1.000 Mitgliedern.
EasyVerein
Besonders stark in Verwaltung und Buchhaltung: EasyVerein erlaubt u. a. SEPA-Lastschriften, automatische Rechnungsstellung, Online-Antragsformulare und Nutzerrechteverwaltung. Auch als App nutzbar. Die Server stehen in Deutschland und der Anbieter bietet aktiven Support.
SPOND
Die App-basierte Lösung aus Norwegen ist besonders bei Sportvereinen mit Trainingsgruppen beliebt. Sie eignet sich für die Organisation von Terminen, Abwesenheiten, Gruppennachrichten, Beitragszahlungen und Eventeinladungen. SPOND ist DSGVO-konform und kostenlos nutzbar – eine kostenpflichtige „Club“-Variante mit erweiterten Funktionen ist ebenfalls verfügbar.
SportMember
Die Plattform SportMember ist speziell auf Sportvereine ausgerichtet. Trainings- und Spielpläne, Anwesenheitsübersicht, Mannschaftsverwaltung und Kalenderfunktionen sind hier zentral. Mitglieder können zudem per Chat kommunizieren und sich zu Events anmelden.
Teamhero
Teamhero ist auf die Einsatz- und Aufgabenplanung im Vereinsalltag spezialisiert. Vereine können damit Schichten, Helfereinsätze oder Trainingszeiten einfach koordinieren. Die Plattform ist webbasiert, mobil nutzbar und erfüllt alle Anforderungen an den Datenschutz nach DSGVO.
Welche Software passt zu welchem Verein?
Bis ca. 100 Mitglieder, ein bis zwei Abteilungen, kleines Budget (0–10 €/Monat):
- ClubDesk Free oder S-Tarif
- Vereinsticket (kostenlose Mitgliederverwaltung)
- SPOND/SportMember als Ergänzung für Trainingsorganisation
200–500 Mitglieder, mehrere Abteilungen
- ClubDesk M/L
- easyVerein in mittleren Paketen
- Vereinsticket für Events und Ticketing
Großer Mehrspartenverein mit Geschäftsstelle
- KURABU
- easyVerein in größeren Paketen evtl. kombiniert mit separatem Tool für Website/Vereinsapp
DSGVO für Vereinsverwaltung online
Bei Ihrer Umstellung auf digitale Prozesse müssen Sie sich an rechtliche Vorgaben halten. Der Datenschutz steht bei der digitalen Verwaltung von Mitgliederdaten an oberster Stelle. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) legt fest, wie personenbezogene Daten geschützt und verarbeitet werden müssen. Das bedeutet für Ihren Verein:
- Nur notwendige Daten speichern
Speichern Sie nur die Daten, die Sie für die Mitgliedschaft, die Beitragsabrechnung und den Sportbetrieb tatsächlich benötigen – alles darüber hinaus gehört nicht in die Vereinsdatenbank. - Rechtsgrundlage klären
Mitgliederdaten für Verwaltung und Abrechnung sind in der Regel durch den Mitgliedsvertrag bzw. den Vereinszweck gedeckt. Sobald es um Fotos, Newsletter oder die Kommunikation über Messenger und andere Zusatzangebote geht, brauchen Sie dafür eine ausdrückliche, am besten schriftliche Einwilligung. - Transparente Information
In Ihrer Datenschutzerklärung legen Sie verständlich dar, welche Daten Sie erheben, zu welchem Zweck diese genutzt werden, wie lange sie gespeichert bleiben und an wen sich Mitglieder bei Fragen wenden können. - Zugriffsrechte steuern
Legen Sie genau fest, wer welche Daten sehen darf: Die Kasse benötigt z. B. Zugriff auf Kontodaten, Trainerinnen und Trainer hingegen nur auf Namen und Kontaktdaten ihrer jeweiligen Gruppe. - Vertrag zur Auftragsverarbeitung
Nutzen Sie externe Anbieter für Ihre Vereinssoftware oder Cloud-Dienste, brauchen Sie mit diesen einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Darin wird geregelt, wie der Dienstleister die personenbezogenen Daten Ihres Vereins schützt und verarbeitet.
Schritt für Schritt zum digitalen Verein
Die Einführung einer digitalen Vereinsverwaltung gelingt am besten, wenn sie geplant und in klaren Etappen erfolgt. Die folgenden vier Schritte bieten einen sinnvollen Rahmen:
Schritt 1: Ausgangslage und Ziele definieren
Analysieren Sie zunächst, wo im Verein der größte Handlungsbedarf besteht: Welche Abläufe erfolgen noch auf Papier oder in Excel? Wo treten regelmäßig Rückfragen oder Fehler auf? Wer arbeitet später mit der Software (Vorstand, Kasse, Trainer etc.)?
Auf dieser Basis formulieren Sie konkrete Ziele, etwa „Beitragslauf digital ab nächster Saison“ oder „aktuelle Mannschaftslisten stehen zentral zur Verfügung“.
Schritt 2: Vereinssoftware auswählen und testen
Wählen Sie zwei bis drei Lösungen aus, die zu Ihrer Vereinsgröße und Ihrem Budget passen. Vergleichen Sie diese anhand klarer Kriterien:
- Funktionsumfang (Mitgliederverwaltung, Beiträge, Kommunikation, ggf. Kurs-/Eventverwaltung)
- Bedienbarkeit für unterschiedliche Nutzergruppen
- Kosten pro Monat und Vertragslaufzeiten
- Datenschutz (DSGVO-Konformität, Auftragsverarbeitungsvertrag, Serverstandort)
- Verfügbarkeit von Support und Schulungsmaterial
Nutzen Sie Testzugänge und lassen Sie ein kleines Team aus Vorstand, Kasse und einer Abteilung die Software im Alltag erproben, bevor Sie eine Entscheidung fällen.
Schritt 3: Datenübernahme und Rechtekonzept
Nach der Auswahl werden die Mitgliederdaten in das neue System übernommen und veraltete Einträge bereinigt. Anschließend legen Sie ein klares Rechtekonzept fest. Die Kasse benötigt beispielsweise Zugriff auf Zahlungsdaten, Trainerinnen und Trainer hingegen nur auf die Personen- und Kontaktdaten ihrer jeweiligen Gruppen. Eine Einführung für alle Beteiligten stellt sicher, dass die Lösung im täglichen Arbeiten tatsächlich genutzt wird.
Schritt 4: Pilotphase und schrittweise Erweiterung
Starten Sie die Nutzung zunächst in einem klar abgegrenzten Bereich, zum Beispiel mit dem nächsten Beitragslauf oder der Online-Anmeldung zu einem einzelnen Angebot. In dieser Pilotphase sammeln Sie Erfahrungen, holen strukturiert Feedback ein und passen Abläufe sowie Rechte bei Bedarf an. Erst im Anschluss werden weitere Funktionen und Abteilungen eingebunden – so bleibt die Einführung überschaubar und die Akzeptanz im Verein steigt.
Digitaler Mitgliedsausweis: immer dabei, immer aktuell
Verlorene Plastikkarten und zerfranste Papierheftchen waren gestern. Ein digitaler Mitgliedsausweis kann weder verloren werden noch kaputtgehen. Vielmehr eröffnet er neue Möglichkeiten der Interaktion und bietet Mehrwert sowohl für den Verein als auch für die Mitglieder. Der Ausweis ist jederzeit über das Mitgliederportal oder eine App abrufbar und kann bei Bedarf sofort aktualisiert werden.
Vorteile digitaler Mitgliedsausweise
- Änderungen im Mitgliedsstatus lassen sich sofort und ohne Druckvorgang anpassen.
- Mitglieder haben auf ihrem Smartphone immer einen aktuell gültigen Ausweis dabei.
- QR-Codes auf digitalen Ausweisen erlauben eine bequeme und sichere Verifizierung, etwa bei Veranstaltungen oder am Vereinseingang.
- Exklusive Inhalte, Rabatte oder Zugang zu Partnerangeboten können direkt über den digitalen Ausweis freigeschaltet werden.
Durch die Integration des digitalen Ausweises ins Online-Portal entsteht eine zentrale Lösung. Mitglieder können ihren Ausweis im selben Portal abrufen, in dem sie Nachrichten erhalten, Veranstaltungen einsehen und Mitgliedsvorteile nutzen.
Traditioneller Mitgliedsausweis vs. digitaler Mitgliedsausweis
Die Entscheidung zwischen einem klassischen und einem digitalen Mitgliedsausweis fällt leichter, wenn man die wichtigsten Unterschiede kennt. Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen schnellen Überblick über die Vor- und Nachteile beider Varianten.
|
Herkömmlicher Mitgliedsausweis |
Digitaler Mitgliedsausweis |
|---|---|
|
Physisch vorhanden (in der Hand) |
Digital, über Smartphone oder Tablet abrufbar |
|
Druck- und Versandkosten |
Kostengünstiger (keine Druck- und Versandkosten) |
|
Erfordert Neudruck bei Statusänderungen |
Sofortige Anpassung ohne Neuausstellung |
|
Kann verloren gehen oder beschädigt werden |
Sicher auf dem digitalen Gerät gespeichert |
|
Keine interaktiven Funktionen |
QR-Codes, Links, Rabatte, Zugangskontrollen möglich |
|
Weniger nachhaltig durch Materialaufwand |
Ressourcenschonend (keine physischen Materialien nötig) |
|
Keine technischen Voraussetzungen, für alle nutzbar |
Smartphone oder internetfähiges Gerät erforderlich |
|
Datenschutz bei physischer Karte einfacher zu gewährleisten |
Erfordert Sicherheitsmaßnahmen und DSGVO-Konformität |
|
Unabhängig von Internet oder Strom |
Abhängig von Strom und Internetverbindung |
Interne Vereinskommunikation online ausrichten
Egal, ob es um die Organisation eines Trainingscamps oder die Planung der nächsten Mitgliederversammlung geht: Je mehr Leute in einer Aufgabe involviert sind, desto komplizierter wird es. Digitale Kommunikationstools bieten Vereinen eine zentrale Anlaufstelle für den schnellen, informellen Austausch (deutlich effizienter als E-Mail oder Telefon). Dank mobiler Apps erreichen Sie auch Trainerinnen und Trainer oder Ehrenamtliche, die selten am Schreibtisch sitzen.
Programme wie Slack oder Microsoft Teams bieten die Option, vereinsinterne Nachrichten über Einzelunterhaltungen, Gruppenchats oder ganze Kanäle zu versenden. Damit können sich Vereinskollegen privat miteinander über Direktnachrichten unterhalten. Aber auch die Erstellung einer geschlossenen Gruppe für die Kommunikation des Vorstands oder einer offenen Gruppe zur Abstimmung der nächsten Vereinsfeier ist möglich.
Austausch von Vereinsmitgliedern durch Social Media und Messenger Dienste
Für die Kommunikation zwischen Mitgliedern eignen sich soziale Netzwerke, auf denen Sie vereinsspezifische Hashtags etablieren. Oft nutzen Vereinsmitglieder auch Messenger-Dienste zum Austausch untereinander, da sie diese aus dem privaten Umfeld kennen. WhatsApp-Gruppen bieten sich an, um über Termine, Änderungen der Trainingszeiten sowie Krankheitsfälle auf dem Laufenden zu bleiben.
Aber Vorsicht: Aus Sicht der Vereinskommunikation ist WhatsApp nicht datenschutzkonform. Grundsätzlich dürfen Mitglieder eines Vereins privat freiwillig auf WhatsApp kommunizieren. Die Gründung einer WhatsApp-Gruppe und das Nutzen von WhatsApp für offizielle Zwecke als Verein verstößt jedoch gegen die DSGVO. Versenden Sie offizielle Anliegen am besten per E-Mail. Auch hier nicht vergessen, vorher das Einverständnis zum Versenden von E-Mails einzuholen, genau wie bei einem Vereinsnewsletter.
Online-Besprechungen und digitale Konferenzen in Vereinen
Langweilige Tagungen in staubigen Konferenzräumen gehören längst der Vergangenheit an. Heutzutage trifft man sich virtuell. Meetings finden vor der Kamera statt. Videokonferenzen werden für den unkomplizierten und digitalen Face-to-Face Austausch genutzt – sogar in großen Gruppen. So werden Tools wie Zoom oder Jitsi von Vereinen eingesetzt, um Besprechungen per Video-Chat durchzuführen. Der Organisator bestimmt hierfür einfach den Zeitpunkt des Meetings und versendet einen automatisch generierten Link per Mail. Weitere praktische Funktionen, die die Konferenz-Tools für Sportvereine mit sich bringen, sind das Teilen des Bildschirms, interne Chatfunktionen während der Meetings oder Live-Umfragen und Abstimmungen.
Perfektes Teamwork – virtuelles Brainstorming
Für kreative Vereinsarbeit eignet sich Online-Brainstorming ideal (etwa bei der Mitgliedergewinnung oder Planung neuer Projekte). Mit Tools wie Miro lassen sich Ideen auf einem digitalen Whiteboard sammeln, strukturieren und gemeinsam weiterentwickeln. Ganz ohne Zettelchaos.
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Alle ArtikelIch studierte von 1999 bis 2003 Sportwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum und arbeitete dort von 2000 bis 2006 am Lehrstuhl für Sportmedizin und Sporternährung, wo ich mich mit dem Themenkomplex Sportunfallforschung und Sportunfallprävention beschäftigte.
Seit 2006 leite ich die Auswertungsstelle für Sportunfälle in der Sportversicherung der ARAG Allgemeine Versicherungs-AG.", "autorBioTeaser":"Ich engagiere mich seit vielen Jahren, damit Sporttreibende möglichst ohne Verletzungen fit und gesund in Bewegung bleiben können. Die meisten Sportverletzungen sind nämlich kein Pech, sondern haben Gründe, die beeinflussbar sind – z. B. durch Prävention. Dafür setze ich mich leidenschaftlich ein. Sie erreichen mich bei Fragen rund um einen sicheren Sport.", "autorEmail":"schulz@sicherheit.sport", "autorTelefon":"0234 3226094", "autorDiroKoop":"", "autorWebsite1":"https://www.sicherheit.sport/", "autorWebsite2":"", "autorWebsite3":"", "autorWebsite4":"", "autorWebsite5":"", "autorFacebook":"https://www.facebook.com/Sicherheitimsport/", "autorFacebookUsername":"", "autorLinkedIn":"https://de.linkedin.com/in/david-schulz-8552b241", "autorTwitter":"https://twitter.com/SportSicherheit", "autorInstagram":"", "autorXing":"https://www.xing.com/profile/David_Schulz8", "autorYoutube":"", "autorQuelleName1":"Expertenartikel Stiftung Sicherheit im Sport", "autorQuelleUrl1":"https://www.sicherheit.sport/author/david-schulz/", "autorQuelleName2":"", "autorQuelleUrl2":"", "autorQuelleName3":"", "autorQuelleUrl3":"", "autorQuelleName4":"", "autorQuelleUrl4":"", "autorQuelleName5":"", "autorQuelleUrl5":"", "autorQuelleName6":"", "autorQuelleUrl6":"", "autorQuelleName7":"", "autorQuelleUrl7":"", "sd_escoTermcode":"", "sd_escoName":"", "sd_escoUrl":"", "sd_Type":"", "sd_Url":"" }, "status":"ok" }