Auf den Punkt

 
  • In der Regel sollten Sie Ihren Hund nicht vor dem 5. Lebensmonat allein lassen.
  • Fangen Sie klein an. Gewöhnen Sie Ihren Welpen beispielsweise bei Ausflügen in den Garten oder beim Gang ins Bad an Ihre kurzzeitige Abwesenheit.
  • Insbesondere ständige Beschäftigung hilft dabei, Ihrem Hund das Alleinsein zu versüßen. Sorgen Sie deshalb für Snacks und Spielzeug.
  • Haben Sie das Tier erstmal an kurze Phasen des Alleinseins gewöhnt, dann können Sie diese langsam ausweiten.
 
Richtige Zeitpunkt

Ab wann kann man Welpen alleine lassen?

Je nach Hunderasse und Charakter reagieren Hunde unterschiedlich darauf, allein gelassen zu werden. Informieren Sie sich also zunächst gut darüber, ob Sie sich einen Hund angeschafft haben, der kein großes Problem damit hat, etwas Zeit mit sich selbst zu verbringen, oder ob Ihr Vierbeiner es womöglich keine fünf Minuten ohne Sie aushält. Danach können Sie das Training für das Alleinsein starten. In der Regel wird hierbei jedoch empfohlen, den Hund nicht vor dem fünften Lebensmonat allein zu lassen. Ansonsten laufen Sie Gefahr, das Tier zu überfordern und setzen seine mentale Gesundheit (und im Zweifelsfall auch Ihre Wohnungseinrichtung) aufs Spiel.

 
Alleinsein trainieren

Behutsam den Hund ans Alleinsein gewöhnen

Um das Alleinsein natürlich zu trainieren, bietet es sich an, den Hund mit kleinen Schritten an die neue Selbstständigkeit zu gewöhnen. Nutzen Sie also zunächst kleine Möglichkeiten, wie den Gang in den Garten oder ins Bad, um zu testen, wie Ihr Welpe reagiert, wenn er allein ist. Fängt er sofort an zu jaulen oder ist es ihm völlig egal, dass Sie kurz weg sind? Die Antworten auf diese Fragen sollten Ihnen als Hinweis dafür dienen, wie schnell oder langsam Sie mit der Welpenerziehung voranschreiten und den Hund von Ihrer ständigen Anwesenheit entwöhnen können.

 

So kann Ihr Hund alleine bleiben: Üben Sie diese 5 Schritte für mehr Selbstständigkeit

Wie stellen Sie Ihren Welpen darauf ein, auch ohne Sie klarzukommen? Und was müssen Sie beachten, wenn Sie ohne Ihren Vierbeiner aus der Tür gehen? Mit den folgenden fünf Empfehlungen erleichtern Sie sich und Ihrem Hund das Üben zum Alleinsein:

 

1.
Überstürzen Sie das Training nicht

Es ist völlig normal, dass die Umstellung für Ihren Welpen ungewohnt ist und etwas Zeit in Anspruch nimmt. Fangen Sie gerne früh an, Ihren Hund übungsweise alleine zu lassen, aber nehmen Sie nur kleine Schritte. Beginnen Sie damit, ab und zu ohne Ihren Welpen das Zimmer zu wechseln oder ihn für einen Gang ins Bad oder in den Garten alleinzulassen. Erst dann steigern Sie langsam die Dauer Ihrer Abwesenheit.

 
 

2.
Bleiben Sie souverän

Lassen Sie sich gegenüber Ihrem Hund nicht anmerken, dass es auch für Sie ungewohnt ist, ihn alleine zu lassen. Je mehr Sie dem Tier gegenüber ausstrahlen, dass Sie einfach nur Ihrer normalen Routine nachgehen und sich dabei nicht aus der Ruhe bringen lassen, desto eher reagiert der Hund entspannt.

 
 

3.
Ignorieren Sie das Gebell

Es ist völlig klar, dass die meisten Hunde auf die ersten einsamen Momente nach Monaten der ungeteilten Aufmerksamkeit nicht mit Begeisterung reagieren. Wichtig ist hier, dass Sie sich von etwaigem Geheule oder Bellen nicht aus der Fassung bringen lassen. Kehren Sie in jedem Fall erst dann zurück, wenn der Hund sich beruhigt hat. Ansonsten lernt er, dass er Sie jederzeit zurückbeordern kann, wenn er nur genug Krach macht.

 
 

4.
Machen Sie Ihren Hund müde

Planen Sie, Ihren Hund für längere Zeit allein zu lassen, können Sie davor zum Beispiel einen langen Spaziergang mit ihm machen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass er in Ihrer Abwesenheit einfach einnickt – und viel zu ausgepowert ist, um großes Theater zu veranstalten.

 
 

5.
Sorgen Sie für Beschäftigung

Will Ihr Hund nicht schlafen und wird in der Regel unruhig, wenn Sie das Zimmer oder das Haus verlassen, dann können Sie ihn auch anderweitig ablenken. Geben Sie ihm etwa ein Spielzeug, mit dem er sich die Zeit vertreiben kann oder verstecken Sie ein paar besondere Snacks in der Wohnung und setzen Sie Ihren Vierbeiner auf sie an. So ist für Ablenkung gesorgt, wenn der Hund allein bleiben soll und Sie sich auf den Weg machen.

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Trainingsfehler & Hürden

Mögliche Fehler und Hindernisse beim Training

Geht das Training nicht so schnell voran, wie Sie es sich vorgestellt haben, kann das ganz verschiedene Gründe haben. Viele Hundehalter sind etwa bei den ersten Alleinsein-Übungen mit ihren Welpen selbst so angespannt, dass sich diese Gefühlsregung auf das Tier überträgt. Zudem kommt es immer wieder vor, dass Herrschen und Frauchen zu schnell zu viel von ihrem Hund verlangen und die Phasen des Alleinseins zu radikal ausdehnen. Wichtig ist es deshalb, möglichst kleine Gewöhnungsstufen in das Training einzubauen. Soll heißen: Dehnen Sie die Zeiten des Alleinseins für den Welpen erst dann weiter aus, wenn Sie das Gefühl haben, dass er mit dem bisher erreichten Level problemlos klarkommt.

Ein Auge sollten Sie darüber hinaus auch darauf haben, ob sich das Verhalten Ihres Hundes zu irgendeinem Zeitpunkt des Trainings grundlegend verändert hat. Entwickelt das Tier beispielsweise plötzlich und ohne offensichtlichen Grund eine panische Angst vor dem Alleinsein, obwohl es vorher gut mit Ihrer Abwesenheit klargekommen ist, dann sollten Sie Ursachenforschung betreiben. Ein möglicher Grund wäre etwa, dass es bei einer der Übungen stark gewittert hat. Für einen jungen Hund, der auf sich allein gestellt ist, sind Unwetter nicht selten ein verängstigendes Ereignis.

 

Was tun, wenn der Welpe nicht alleine bleiben will?

Ihr Hund bellt und jault, wenn Sie das Haus verlassen – oder reagiert auf ein paar einsame Minuten sogar damit, dass er in Ihre Wohnung pinkelt? Auch für lernresistente Hunde gilt hier: Ein Geheimrezept für das Alleinsein gibt es nicht. Stattdessen braucht Ihr Welpe ganz viel Training und einen geduldigen Halter.

Haben Sie das Gefühl, dass Sie selbst mit dem Training überfordert sind oder Ihr Hund nicht so gut vorankommt wie gleichaltrige Artgenossen, dann suchen Sie sich externen Rat. Sprechen Sie beispielsweise mit dem Tierarzt Ihres Vertrauens oder wenden Sie sich an einen Welpentrainer, um sich eine Expertenmeinung einzuholen.

 
Alleine schlafen

Ab wann kann man Welpen alleine schlafen lassen?

Auf die Frage, wann Welpen alleine schlafen können, gibt es keine pauschale Antwort. Stattdessen sollten Sie Ihren Hund nach und nach daran gewöhnen, auch nachts nicht ständig an Ihrer Seite zu sein. Wie schnell das geht, hängt stark vom Charakter des Vierbeiners ab – und davon, wie konsequent Sie mit ihm das Alleinsein trainieren.

 

Wie lange dauert es bis ein Welpe nachts durchschläft?

Die meisten Welpen schlafen zwar viel und gut. Damit Sie eine komplette Nacht ohne Unterbrechungen durchschlafen braucht es jedoch eine Weile. Während manche Welpen bereits im Alter von 10 Wochen schlafen wie ein Stein, benötigen andere dafür auch gut und gerne 16 Wochen oder mehr. Hat Ihr Hund Schwierigkeiten einzuschlafen, dann können Sie jedoch etwas nachhelfen: Powern Sie Ihren Vierbeiner einfach aus, bevor die Schlafenszeit anbricht. Zum Beispiel, indem Sie ihn auf einen langen Spaziergang mitnehmen.

 
 

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