25.08.2017

Kinderbetreuung, Haushaltsmanagement und in den meisten Fällen eine berufliche Beschäftigung – Eltern haben kaum Freizeit. Ist der Alltag aufgrund seelischer oder körperlicher Belastung nicht mehr gut zu meistern, kann eine Kur Abhilfe schaffen. Die ARAG Experten geben Auskunft, welche Kurformen denkbar sind und wie man sie bekommen kann.

Mütter- oder Mutter-Kind-Kur

Der Bedarf an Mütter- oder Mutter-Kind-Kuren ist hoch. Jedes Jahr machen rund 100.000 Mütter und auch Väter eine Pause vom Alltag – verordnet vom Arzt. Der Anteil der erholungsbedürftigen Väter steigt allerdings stetig.

Die angebotenen Maßnahmen richten sich jedoch meist noch gezielt auf mütter- bzw. frauenspezifische Problemstellungen. So können unter anderem Frauen, deren Alltag sie überfordert, weil sie beispielsweise neben Kind und Beruf noch einen Angehörigen pflegen, eine reine Mütterkur beantragen. Die Betreuung der zurückgelassenen Familie wird dann gegebenenfalls von der Krankenkasse durch Bereitstellung einer Familienpflegerin unterstützt. Einschlägige Beratungsstellen geben konkrete Auskünfte und unterstützen bei der Antragstellung.

Wichtig: Eine Kur ist kein Urlaub, sie hat zum Ziel, die Mütter- (und auch Kinder-)gesundheit nachhaltig zu stärken und maßgebliche Hilfe zur Alltagsbewältigung zu leisten. Die Kuren dauern meist drei Wochen und werden nicht auf den Jahresurlaub angerechnet, wissen die ARAG Experten.

Vater-Kind-Kuren

Auch Väter haben ein Anrecht auf eine solche Kur, zumindest wenn sie hauptsächlich für die Kindererziehung zuständig sind. Allerdings gibt es für sie im Gegensatz zu den Müttern nicht die Möglichkeit, ohne den Nachwuchs zu kuren. Generell dürfen Kinder, sofern sie auch behandelt werden, bis zum vollendeten 14. Lebensjahr mitgenommen werden. Erhält das Kind keine Anwendungen, kann es den Erwachsenen nur bis zum 12. Lebensjahr begleiten.

 

Weitere interessante Themen für Eltern

Die Kur beantragen

Der Kurantrag erfolgt bei der Krankenkasse. Die medizinische Notwendigkeit einer Kurmaßnahme muss ausführlich attestiert sein. Dann hat die gesetzliche Kasse zumindest keine Ablehnungsgrundlage. Diese Kuren gehören nämlich zu deren Pflichtleistung beim Vorliegen ärztlicher Atteste. Die Eigenleistung liegt bei einer Zuzahlung von 10 Euro pro Tag, Kinder sind komplett kostenfrei. Private Kassen müssen allerdings nur zahlen, wenn Kurleistungen explizit im Vertrag vereinbart sind.

Zudem muss der Antragsteller oder die Antragstellerin einen Selbstauskunfts­bogen ausfüllen, den man beim Arzt, bei der Krankenkasse oder bei einer Beratungsstelle erhält.

Generell empfehlen die ARAG Experten, den Antrag mit einer Beratungsstelle durchzugehen und sich auch dort über Kliniken beraten zu lassen. Im Gespräch mit den Experten lässt sich der eigene Bedarf noch einmal genauer klären und die Maßnahme gezielt auswählen. Auch im Falle einer Ablehnung helfen diese Stellen gern weiter und unterstützen beim Widerspruch.

Ferienjob: Was Schüler wissen sollten

Taschengeld rauf, Langeweile runter. Wer in seinen Schulferien jobbt, verdient sein erstes eigenes Geld und bekommt wertvolle Einblicke in die Arbeitswelt. Auf geht’s!

Zuschuss zur Klassenfahrt – finanzielle Hilfe sichern

Wo bekommen Eltern einen Zuschuss zur Klassenfahrt? Was darf die Fahrt kosten? Wir haben Informationen über finanzielle Unterstützung, Rechte und Pflichten gesammelt.

Schulferien verlängern kann teuer werden

Auch wenn das Reiseschnäppchen lockt: Schulferien verlängern kann teuer werden. Wir sagen Ihnen, mit welchen Sanktionen Sie rechnen müssen.

Cookies auf ARAG.DE

Wir verwenden verschiedene Arten von Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Details und Widerspruchsmöglichkeiten finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

Hier finden Sie das Impressum.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen.

Den Link zu unseren Datenschutzhinweisen finden Sie
jeweils am Ende jeder Seite (im Footer-Bereich).