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Return to Sport im Verein: Sicherer Wiedereinstieg nach Sportverletzungen

So führen Trainerinnen, Trainer und Verantwortliche verletzte Sportlerinnen und Sportler sicher zurück ins Training.

Auf den Punkt

  • Nach einer Verletzung ist “Return to Sport” essentiell für einen strukturierten Wiedereinstieg.
  • Eine ärztliche Freigabe allein reicht nicht aus – entscheidend ist eine kontrollierte schrittweise Belastungssteigerung im Training.
  • Unkontrollierte Trainingsteilnahmen erhöhen das Risiko für erneute Verletzungen.
  • Klare Absprachen im Verein sorgen für Sicherheit und Transparenz für alle Beteiligten.
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Strukturierter Wiedereinstieg: Was bedeutet das?

Der strukturierte Wiedereinstieg nach einer Verletzung beschreibt den gesamten Prozess, mit dem Sportlerinnen und Sportler sicher und nachhaltig in den Trainings- und Wettkampfbetrieb zurückgeführt werden. Der “Return to Sport” ist dabei ein klar definierter Abschnitt innerhalb dieses Prozesses, in dem die Sportlerin oder der Sportler erstmals wieder angepasst am Trainingsbetrieb teilnehmen darf.

Ein häufiger Irrtum im Vereinsalltag ist die Annahme, dass mit der medizinischen Freigabe automatisch die volle sportliche Belastbarkeit erreicht ist. Gerade nach größeren Verletzungen wie zum Beispiel einem Kreuzbandriss, aber auch nach vermeintlich kleineren Verletzungen wie einer Sprunggelenksdistorsion, benötigen Muskeln und Sehnen oft deutlich mehr Zeit, um sich wieder an sportartspezifische Anforderungen anzupassen.

Der strukturierte Wiedereinstieg verbindet medizinische Einschätzung mit sportlicher Praxis und berücksichtigt sowohl körperliche als auch mentale Aspekte. Ziel ist es, Sportlerinnen und Sportler nicht nur schnell, sondern vor allem sicher und langfristig gesund zurück in den Sport zu begleiten.

Vier Phasen für den sicheren Wiedereinstieg ins Training nach einer Verletzung

Ein sicherer Wiedereinstieg in Training und Wettkampf erfolgt schrittweise und orientiert sich an der individuellen Belastbarkeit. Um den Prozess im Vereinsalltag klar und nachvollziehbar zu gestalten, hat sich eine Einteilung in vier aufeinander aufbauende Phasen bewährt. Sie hilft Trainerinnen und Trainern, Trainingsinhalte gezielt anzupassen und Belastungen sinnvoll zu steuern.

1. Return to Activity

In dieser Phase steht die Rückkehr zu grundlegender körperlicher Aktivität mit einfachen sportbezogenen Übungen im Vordergrund. Ziel ist es, Beweglichkeit, Stabilität und Vertrauen in den eigenen Körper wiederherzustellen. Eine Teilnahme am regulären Vereinstraining findet noch nicht statt.

2. Return to Sport

Diese Phase markiert den eigentlichen Einstieg zurück in die Sportart.
Die Teilnahme am Training ist wieder möglich, allerdings in angepasster Form. Intensität, Umfang oder einzelne Bewegungsanforderungen werden noch reduziert, um den Körper schrittweise an sportartspezifische Belastungen heranzuführen.

3. Return to Play

Nun ist die Teilnahme an spiel- oder wettkampfnahen Situationen wieder möglich. Die Belastbarkeit ist deutlich verbessert, dennoch können Einsatzzeiten oder Belastungsspitzen weiterhin gezielt gesteuert werden.

4. Return to Competition

Erst in dieser Phase ist die volle sportliche Belastbarkeit erreicht. Training und Wettkampf können ohne relevante Einschränkungen auf dem Niveau vor der Verletzung erfolgen.

Praxisvorschlag für Vereine

Der strukturierte Return-to-Sport-Prozess lässt sich im Vereinsalltag besonders gut unterstützen, indem Rückkehrerinnen und Rückkehrer transparent einer klar definierten Phase zugeordnet werden. So ist für alle Beteiligten ersichtlich, ob sich jemand noch vor, mitten im oder nach dem Return-to-Sport-Schritt befindet. Trainingsinhalte und Belastungen können entsprechend angepasst werden.

Beispiel: Vorderer Kreuzbandriss – Return to Sport im Trainingsalltag

Ein vorderer Kreuzbandriss zählt zu den komplexeren Sportverletzungen und erfordert einen besonders strukturierten Wiedereinstieg. Voraussetzung für den Übergang in die Phase zwei (Return to Sport) ist immer eine ärztliche Freigabe. Diese bestätigt, dass eine Teilnahme am Training grundsätzlich möglich ist, bedeutet jedoch nicht, dass alle Trainingsinhalte bereits uneingeschränkt durchgeführt werden sollten.

Gerade in dieser Phase kommt dem Verein eine wichtige Rolle zu: Ziel ist es, betroffene Sportlerinnen und Sportler innerhalb des Return-to-Sport-Schrittes kontrolliert und planvoll wieder in den Trainingsbetrieb einzubinden.

Bewährte Maßnahmen im Vereinsalltag sind unter anderem:

  • ein andersfarbiges Leibchen im Training, um Rückkehrerinnen und Rückkehrer klar erkennbar zu machen.
  • klare Zweikampfregeln, z. B. kein Gegnerdruck oder keine direkten Duelle.
  • angepasste Trainingsinhalte, etwa Technik- und Passübungen statt Spielformen.
  • begrenzte Einsatzzeiten oder individuelle Pausen während der Einheit.
  • feste Absprachen im Trainerinnen- und Trainerteam zu erlaubten und nicht erlaubten Belastungen.

Diese Maßnahmen helfen, unkontrollierte Belastungssituationen zu vermeiden und ermöglichen gleichzeitig den Betroffenen, wieder Teil des Trainings zu sein und Vertrauen in die eigene Belastbarkeit aufzubauen.

Vereine, Trainerinnen und Trainer in der Verantwortung

Vereinsvorstände, Trainerinnen und Trainer sowie Übungsleiterinnen und Übungsleiter tragen gemeinsam Verantwortung dafür, dass der Wiedereinstieg nach einer Sportverletzung strukturiert, nachvollziehbar und sicher begleitet wird. Dazu gehört, den Prozess bewusst zu planen, die ärztliche Freigabe als Voraussetzung festzulegen und relevante Informationen im Trainerteam weiterzugeben.

Ein einheitliches Vorgehen im Verein schafft Transparenz und verhindert unsichere Einzelentscheidungen. So wird der “Return to Sport” zu einem festen Bestandteil der Vereinsorganisation und stärkt das Sicherheitsbewusstsein im Trainingsbetrieb.

Eigene Verantwortung der Sportlerinnen und Sportler nach einer Verletzung

Auch die verletzten Sportlerinnen und Sportler selbst tragen Verantwortung für einen sicheren Wiedereinstieg. Der eigene Körper ist dabei der wichtigste Orientierungspunkt. Schmerzen, Unsicherheiten oder ungewöhnliche Ermüdung sollten ernst genommen, offen kommuniziert und nicht aus Leistungsdruck oder Teamgedanken heraus ignoriert werden.

Beispielmaßnahmen für verletzte Sportlerinnen und Sportler:

  • Vereinbarte Belastungsgrenzen einhalten und Einschränkungen respektieren
  • Rückmeldungen geben, wenn Beschwerden oder Unsicherheiten auftreten
  • Vorbereitende Übungen konsequent umsetzen – auch außerhalb des Trainings
  • Geduld bewahren und den eigenen Fortschritt nicht mit anderen vergleichen
  • Pausen akzeptieren und Überlastung bewusst vermeiden
  • Präventionsangebote und Reha-Sport im Verein annehmen

Diese Maßnahmen helfen, den Wiedereinstieg sicher zu gestalten und das Vertrauen in die eigene Belastbarkeit Schritt für Schritt wieder aufzubauen.

Fazit: Gemeinsam sicher zurück in den Sport

Der sichere und nachhaltige Wiedereinstieg nach einer (Sport-)Verletzung ist kein einzelner Zeitpunkt, sondern ein gemeinsamer Prozess von Verein, Trainerteam und Sportlerinnen und Sportlern.

Mit klaren Phasen, bewusster Belastungssteuerung und offener Kommunikation lassen sich viele Risiken im Vereinsalltag reduzieren. So wird der Wiedereinstieg nicht nur sicherer, sondern auch zu einem wichtigen Baustein für langfristig gesundes und verantwortungsvolles Sporttreiben im Verein.

David Schulz – Diplom Sportwissenschaftler

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David Schulz

Diplom Sportwissenschaftler

Ich engagiere mich seit vielen Jahren, damit Sporttreibende möglichst ohne Verletzungen fit und gesund in Bewegung bleiben können. Die meisten Sportverletzungen sind nämlich kein Pech, sondern haben Gründe, die beeinflussbar sind – z. B. durch Prävention. Dafür setze ich mich leidenschaftlich ein. Sie erreichen mich bei Fragen rund um einen sicheren Sport.
  • Leiter der Auswertungsstelle für Sportunfälle bei der ARAG Sportversicherung
  • Vorstandsmitglied Stiftung Sicherheit im Sport

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