02.09.2019

Sie starten ins Studium? Wir gratulieren zum nächsten Lebensabschnitt. Vieles ist sicher neu für Sie: eine andere Stadt, eine Wohngemeinschaft oder die erste Wohnung. Sie müssen Vorlesungsverzeichnisse wälzen und Stundenpläne erstellen. Genauso wichtig ist die Wahl der richtigen Versicherungen während Ihres Studiums. Unsere Experten sagen, welche Versicherungen für Studenten sinnvoll sind.

Das ist Pflicht: Krankenversicherung

Wer mit dem Studium an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule beginnt, wird in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig. Sind Ihre Eltern gesetzlich krankenversichert, können Sie als Student zunächst kostenlos über die Eltern versichert bleiben. In der gesetzlichen Krankenversicherung ist das in der Regel bis zum Alter von 25 Jahren möglich.

Bei einer privaten Krankenversicherung müssen Sie sich entscheiden, ob Sie privat versichert bleiben möchten oder nicht. Entscheiden Sie sich für die private Versicherung, müssen Sie sich innerhalb von drei Monaten nach der Einschreibung von der gesetzlichen Kasse befreien lassen. Sie können dann während Ihres gesamten Studiums nicht mehr in die gesetzliche Krankenkasse wechseln.

Wer als gesetzlich Versicherter das 25. Lebensjahr überschreitet und an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule eingeschrieben ist, muss sich in der studentischen Krankenversicherung versichern.

Wenn Sie jobben ...

Viele Studenten finanzieren ihr Studium durch Nebenjobs. Wer den Krankenversicherungsschutz in der Familienversicherung nicht verlieren will, sollte wissen: Das regelmäßige monatliche Einkommen darf 445 Euro nicht übersteigen; sofern ausschließlich ein sog. 450 Euro-Job ausgeübt wird, erhöht sich die Einkommensgrenze auf eben diese 450 Euro.

Wer nur in den Semesterferien oder nicht länger als zwei Monate arbeiten will, darf auch mehr als 445 bzw. 450 Euro verdienen, da dann kein „regelmäßiges“ Einkommen vorliegt. Sofern die Einkommensgrenze überschritten wird, muss der Student sich über den Arbeitgeber pflicht- oder freiwillig krankenversichern.

Diese Versicherungen sollten Sie kennen

  • Ein Muss: die private Haftpflichtversicherung

    Eine private Haftpflichtversicherung braucht jeder! Sie tritt ein, wenn man jemanden verletzt oder etwas beschädigt – auch im Studium. Denn das kann schnell teuer werden. Prüfen Sie, ob Sie eventuell über einen Familientarif bei Ihren Eltern mitversichert sind. Nach Ende der ersten Berufsausbildung beziehungsweise mit dem Erreichen einer im Versicherungsvertrag festgelegten Altersgrenze – in den meisten Fällen 25 Jahre – sollten Sie dann eine individuelle Haftpflichtversicherung abschließen. Die Mindestversicherungssumme sollte drei bis fünf Millionen Euro nicht unterschreiten. Sind Sie noch in der privaten Haftpflichtversicherung Ihrer Eltern mitversichert, ist nach Ende der ersten Berufsausbildung bzw. mit dem Erreichen einer im Versicherungsvertrag festgelegten Altersgrenze – in den meisten Fällen 25 Jahre – eine individuelle Haftpflichtversicherung sinnvoll.
  • Existenzsichernd: Berufsunfähigkeitsversicherung

    Warum diese Versicherung wichtig ist? Um die gesetzliche Erwerbsminderungsrente zu bekommen, muss man mindestens fünf Jahre in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sein. Da Sie als Student in der Regel bis zu Ihrem Arbeitsbeginn keinen Beitrag einzahlen, sollten Sie selbst vorsorgen. Wir raten möglichst früh eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen: Je jünger man ist, desto geringer sind die Beiträge. Im Ernstfall sichert diese Versicherung später den Lebensunterhalt.
  • Starker Rückhalt: Rechtsschutzversicherung

    Haben Ihre Eltern eine Rechtsschutzversicherung, gilt auch diese Police in der Regel auch für die Kinder bis zum 25. Lebensjahr. Fahren Sie mit dem Auto zur Uni, sollte eine spezielle Verkehrs-Rechtsschutzversicherung enthalten sein. Sie zahlt bei einem Verkehrsunfall den Anwalt und die Gerichtskosten.
 
  • Für Autofahrer: Kfz-Versicherung

    Die Teilkaskoversicherung kümmert sich unter anderem um den Ersatz eines gestohlenen Fahrzeugs, die Vollkaskoversicherung auch um Schäden am eigenen Fahrzeug etwa durch selbst verschuldete Unfälle. Pflicht ist allerdings nur die Kfz-Haftpflicht­versicherung. Da Fahranfänger jedoch für eine Kfz-Haftpflicht oftmals hohe Beiträge zahlen, lohnt sich in der Regel die Zulassung des Wagens auf die Eltern.
  • Für Reiselustige: Auslandsreise­krankenversicherung

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