11.07.2019

In Mecklenburg-Vorpommern hatten Einsatzkräfte mit einem verheerenden Waldbrand zu kämpfen. Mehr als 1.200 Hektar Wald standen in Flammen. Anwohner mussten evakuiert werden. Nachdem die Gefahr gebannt ist, fragt man sich: Wer zahlt die entstandenen Schäden? ARAG Experten erläutern die Sachlage.

Waldbesitzer müssen sich selbst versichern!

29 Prozent der Waldfläche gehören den Bundesländern, 19 Prozent Kirchen und Kommunen, vier Prozent sind Eigentum des Bunds. Knapp die Hälfte der deutschen Wälder (48 Prozent) sind in Privatbesitz. Waldbesitzer können sich mit einer Waldbrandversicherung gegen Feuerschäden absichern. Diese ersetzt auch das schon geschlagene Holz, wenn es sich noch im Besitz des Forstwirtes befindet. Auch Jagdeinrichtungen wie Hütten oder Hochsitze werden ersetzt. Für Folgekosten, zum Beispiel für eine Wiederaufforstung ist eine extra Versicherung nötig.

Schäden in der Landwirtschaft

Ein Waldbrand macht vor Feldern nicht halt. Somit sind auch Landwirte oft die Leidtragenden. Leider sind Bauern aber oft nur gegen Ernteausfälle verursacht durch Sturm, Hagel oder anhaltende Dürre versichert. In Ermangelung spezieller Waldbrand-Versicherungen springen die Agrar-Policen einiger Versicherer ein.

Schäden am Haus

In Mecklenburg-Vorpommern wurden im Sommer 2019 wegen des Waldbrandes einige Gemeinden evakuiert. Erste Einwohner kehren nun zurück. Doch wer trägt die Kosten, wenn das Feuer Schäden am Haus verursacht hat? In so einem Fall kann sich der Eigentümer an seine Wohngebäudeversicherung wenden. Sie ersetzt ihm Schäden am Gebäude und unter Umständen auch an fest eingebauten Gegenständen wie Türen und Fenster. Die Schäden, die an den Möbeln und den Elektrogeräten der Bewohner entstanden sind, zahlt die Hausratversicherung der Hausbewohner.

Schäden am Auto

Wer sein Auto vor ein paar Tagen in der Umgebung der Ortschaft Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern abgestellt hat, erkennt es heute unter Umständen nicht mehr wieder. Doch wer springt ein, wenn der Deutschen liebstes Kind – das Auto – ein Raub der Flammen wird. Laut ARAG Experten sind die Fahrzeughalter aus dem Schneider, die eine Teil- oder Vollkaskoversicherung für ihren fahrbaren Untersatz abgeschlossen haben. Besteht lediglich eine Haftpflichtversicherung, muss man die Schäden am eigenen Auto grundsätzlich selbst tragen, wenn niemand sonst für den Schaden verantwortlich gemacht werden kann.

Wer zahlt Schäden durch Starkregen?

Immer öfter richten Starkregen und Hagel Schäden an Wohnungen, Häusern und Autos an. Gut, wenn man richtig versichert ist.

Wo dürfen Mieter rauchen

Wohnung, Gemeinschaftsräume, Balkon: Was ist erlaubt? Wir verraten es Ihnen.

Sechs Dinge, die Sie zum Lagerfeuer wissen sollten

Im Wald, auf öffentlichen Flächen, im eigenen Garten... Unsere Informationen zum Lagerfeuer stehen in unserem Rechtstipp.