Mikroplastik ist inzwischen überall: im Meer und auf den Äckern, in Kosmetika und Waschmitteln. Und auch auf Sportplätzen. Denn da wird der Einstreu für Kunstrasenplätze beigemengt. Das ist für die Umwelt und die Sportler möglicherweise bedenklich und könnte demnächst verboten oder eingeschränkt werden.

Ein Problem für tausende Sportvereine, die jetzt um ihre Anlagen bangen und hohe Kosten auf sich zurollen sehen. Gleichzeitig möchten sie ihren Mitgliedern umweltfreundliche Trainingsstätten bieten. Noch ist die Beschränkung ein laufender Prozess, aber Verantwortliche sollten ein Auge auf das Thema haben. Wir halten Sie gerne in unserem Newsletter auf dem Laufenden.

Worum geht es?

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) in Helsinki prüft zurzeit, ob „bewusst zugesetztes“ Mikroplastik verboten oder eingeschränkt werden soll. Mikroplastik befindet sich im Kunststoffgranulat, das als Füllstoff auf Kunststoffrasenflächen aufgebracht wird. Es könnte über den Boden auch in die Nahrung gelangen. Kommt es zu einem Verbot, müssten die Vereine das schädliche Plastik-Einstreumaterial austauschen. Doch noch ist alles offen.

  • Januar 2018

    Die Europäische Kommission fordert die ECHA auf, eine Beschränkung für absichtlich zugesetztes Mikroplastik zu prüfen.
  • 20. März 2019

    Das ECHA-Sekretariat veröffentlicht den Entwurf für eine Mikroplastik-Beschränkung.
  • 20. September 2019

    Bis zum 20.9. können Informationen und Stellungnahmen eingereicht werden. Dann endet die öffentliche Anhörung.
  • 2020

    Hier wird ein Entscheidungsvorschlag für die zuständige EU-Kommission erwartet.

Was muss man derzeit bei einem Neubau oder einer Sanierung beachten?

Vereine, die gerade neue Kunstrasenplätze planen, sollten keine Kunststoffbasierten Füllungen mehr verwenden. Eine Alternative könnte Kork sein. Oder Plätze, die gänzlich ohne Auffüllung auskommen.

Schaffen Sie Vorrichtungen zum Reinigen der Schuhe, damit möglichst wenig Granulat vom Platz getragen wird. Außerdem verhindern Schutzeinrichtungen rund ums Kunstrasenfeld, dass bei Regen Mikroplastik in die Umwelt gelangt.

Unsere Tipps für Vereine mit älteren Kunstrasenplätzen

Pflegen Sie Ihre Plätze intensiv – so wie die Hersteller das empfehlen. Dann brauchen Sie deutlich weniger Füllstoff. Fehlen Ihnen Spezialmaschinen, könnten Sie an die Städte und Gemeinden herantreten und diese gemeinsam anschaffen.

Mit Rücksicht auf die unklare Rechtslage nach der Entscheidung der EU-Kommission macht es Sinn, Rücklagen für eventuelle Sanierungskosten zu bilden.

Wir raten:
Beantragen Sie Fördermittel oder führen kreative Spendenaktionen durch. Und sprechen Sie rechtzeitig und offen mit Ihren Sponsoren. In diesen Zeiten haben sie sicher ein offenes Ohr für Umweltthemen.

 
 

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