01.10.2018

Pilze haben derzeit Hochsaison. Auf Wiesen und Waldböden kann man sie finden; aber auch auf Wochenmärkten und im Lebensmittelhandel werden sie angeboten. Weltweit gibt es unzählige Arten von Großpilzen, doch nur ein Bruchteil gehört zu den begehrten Speisepilzen. Leider haben viele von ihnen auch giftige Doppelgänger. Was es beim Sammeln der Pilze zu beachten gilt, sagen ARAG Experten.

Wie viele Pilze darf man sammeln?

Pilzsammler riskieren ein saftiges Bußgeld, weil sie zu große Mengen sammeln oder in Gebieten nach Pilzen suchen, in denen besondere Verbote gelten. In Naturschutzgebieten und im besonders bei Pilzkennern beliebten Nationalpark Eifel ist das Sammeln generell verboten.

Viele der beliebten Speisepilze zählen außerdem laut Bundesartenschutzverordnung zu den besonders geschützten Arten. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet, diese "aus der Natur zu entnehmen“ und sie „in Besitz zu nehmen“. Laut ARAG Experten enthält die Bundesartenschutzverordnung allerdings eine Ausnahmegenehmigung, nach der Steinpilze, Pfifferlinge, Birkenpilze und Rotkappen, Morcheln, Schweinsohr und Brätling in geringer Menge für den eigenen Bedarf gesammelt werden dürfen.

Welche Mengen erlaubt sind, legen die zuständigen Behörden fest. In der Regel sind aber Mengen bis zu zwei Kilogramm pro Pilzsucher und Tag zulässig.

Unsere Tipps für Pilzsammler

  • In den Korb – und später in den Kochtopf – gehören nur die Pilze, die man genau kennt!
  • Gute Bücher zur Pilzbestimmung können wichtige Helfer sein. Besser ist eine erfahrene Begleitung! Nehmen Sie keinen Pilz mit, der auch nur in einem Punkt von der Beschreibung im Pilzführer abweicht.
  • Nur junge und festfleischige Pilze mitnehmen! Alte, matschige und gefrorene Pilze können Gifte ausbilden und sollten daher nicht gegessen werden.
  • Die Pilzfunde am besten in einem Stoffbeutel oder in einem luftdurchlässigen Korb sammeln. Werden sie luftdicht verpackt, verderben sie schnell und sind dann nicht mehr genießbar.

Gut zu wissen

Wer sich unsicher bei der Bestimmung seiner gesammelten Pilze ist, kann und sollte sich helfen lassen. In vielen Landkreisen und Städten wird in der Pilzsaison eine Beratung angeboten, bei der sich Pilzsammler von Experten beraten lassen können. Der Service ist fast immer kostenlos.

Bei der Deutschen Gesellschaft für Mykologie findet man zahlreiche Pilzsachverständige.

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