03.05.2013

Kindergartenkinder on tour

Oft werden Kindergartenkinder bereits zu kleinen Reisenden. Sie pendeln zwischen Wohnung, Kita und Tagesmutter. Oder der Babysitter kommt ins Haus und verursacht Fahrkosten. ARAG Experten zu Fahrtkosten und wann sie steuerlich geltend gemacht werden können.

Fahrtkosten des Babysitters absetzen

Als Sonderausgaben können bis zu zwei Dritteln der Kinderbetreuungskosten bis maximal 4.000 Euro pro Jahr und Kind bei der Steuer geltend gemacht werden. Anrechnungsfähig sind dabei auch die Fahrtkosten des Babysitters. Dazu zählen auch die der Großeltern oder Freunde, die unentgeltlich auf den Nachwuchs achten. Wichtig ist allerdings, dass sie eine Rechnung stellen, die dann nicht bar beglichen werden darf.

Kosten dagegen, die den Eltern oder deren im gleichen Haushalt lebenden Lebensgefährten bei Fahrten zu Kita, Schule oder Großeltern entstehen, sind nicht absetzbar.

Gerichtsurteil: Beförderung zur Kita

In Koblenz wurde ein Antrag abgelehnt, mit dem Eltern um Übernahme der Beförderung ihres Kindes zu der Kindertagesstätte baten, die dem Jungen während der Ferienzeit zugewiesen wurde. Diese befand sich in einer anderen Ortsgemeinde, so dass sich der Weg zur Kindertagesstätte verlängerte. Das Verwaltungsgericht Koblenz entschied in einem Eilverfahren, dass ein Anspruch auf Übernahme der Beförderung nicht gewährleistet sei, da sich dies nicht aus dem Kindertagesstättengesetz (KitaG) ergebe (VG Koblenz, Az.: 5 L 914/10.KO).