11.02.2020

Es muss ja nicht gleich die Überquerung des Atlantik mit einem Segelboot sein, um nach Amerika zu gelangen. Gerade in einer global vernetzten Welt ist es allein beruflich zuweilen unmöglich, auf das Flugzeug zu verzichten. Aber jeder kann in seinem Alltag Kleinigkeiten ändern, ohne dass man sein Leben gleich ganz auf den Kopf stellt. Denn eins ist klar: Je praktikabler die Maßnahmen, desto größer die Bereitschaft bei jedem Einzelnen, sie umzusetzen. Und Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist! Die ARAG Experten geben daher im Folgenden ganz praktische, leicht umsetzbare Tipps für eine nachhaltigere Lebensweise.

Tipps für Zuhause

164 Liter Kaffee trinkt jeder Deutsche laut Statista pro Jahr. Da trifft es sich doch gut, dass wir schon beim Konsum unseres Lieblingsgetränks etwas für die Umwelt tun können, ohne darauf zu verzichten. Stattdessen müssen wir nur umrüsten: Auf filterlose Kaffeemaschinen oder die so genannte French Press, in der man das Kaffeepulver mit Wasser übergießt und anschließend mit einem Siebstempel nach unten drückt.

Auch wenn die Lieblingsbluse noch nicht wieder sauber ist – bei durchschnittlich 12 Kilogramm neuer Klamotten, die jeder Deutsche laut Umweltbundesamt jährlich kauft, wird sich garantiert ein anderes Oberteil finden lassen. Die Waschmaschine – und das gleiche gilt natürlich für die Geschirrspülmaschine – sollte nämlich nur dann laufen, wenn sie wirklich voll ist. Wer zusätzlich möglichst oft auf das Waschen bei hohen Temperaturen, auf Vorwaschgänge und das Trocknen verzichtet, handelt bereits nachhaltig.

Auch beim Kochen lässt sich eine Menge Strom sparen: Herdplatte und Topf sollten immer die gleiche Größe haben, damit die Wärme optimal genutzt wird. Ein Deckel auf dem Topf hilft zudem, dass Speisen schneller warm werden. Wer nur geringe Mengen kochendes Wasser benötigt, sollte zum Wasserkocher greifen und das Wasser in einen Topf umfüllen, sobald es sprudelt. Diese Methode ist schneller. Strom sparen kann man auch, indem man die vorgegebene Backzeit etwas verlängert und auf das stromintensive Vorheizen des Backofens verzichtet. Essensreste, die im Kühlschrank aufbewahrt werden, sollten vorher vollständig abgekühlt sein; das spart ebenfalls Strom.

Tipps für den Supermarkt

Auch wenn es immer mehr verpackungsfreie Geschäfte gibt – wer hier einkauft, muss gut vorbereitet sein und sämtliche Behältnisse von zu Hause mitbringen. Wem das nicht immer gelingt, kann aber auch beim Einkauf in ‚normalen‘ Supermärkten mittlerweile Verpackungsmüll vermeiden. Warum nicht einmal zum Glas Joghurt greifen, statt zum Plastikbecher? Benötigt man wirklich eine Tüte für loses Obst und Gemüse? Oder müssen es außerhalb der Saison unbedingt die paar Gramm frische Himbeeren im Plastikschälchen sein? Und dass man den eigenen Geldbeutel schonen kann, indem man eigene Stoffbeutel nimmt, statt an der Kasse Tüten zu kaufen, ist ja ohnehin klar.

Erst nachdenken, dann anschaffen

Silbermond hat es begriffen: "Es reist sich besser mit leichtem Gepäck!" Das soll nicht heißen, dass man nun alles wegwerfen soll, was man teuer angeschafft hat. Im Gegenteil: Upcycling ist angesagt. Bevor man wegwirft und neu anschafft, sollte man daher prüfen, ob eine Reparatur, eine Ausbesserung oder Umnutzung möglich sind. Dabei können aus Paletten Sitzmöbel werden oder aus Kisten Regale – je kreativer, desto nachhaltiger. Und vor dem nächsten Klamottenkauf könnte man einen Blick in den Schrank werfen und die Kleidungsstücke herausfischen, die man schon lange nicht mehr getragen hat. Vielleicht erübrigt sich dann die Shoppingtour.

Einkaufen zum Nulltarif

Ihre Haushaltskasse schonen können Sie auch, indem Sie Lebensmittel retten. Ganz legal! Schließen Sie sich einer lokalen Community oder einer bundesweiten Organisation wie „Foodsharing.de“ an und holen ungewollte und überproduzierte Lebensmittel in kleinen und großen Betrieben ab. Die können Sie selbst verwerten oder mit Nachbarn und Freunden teilen. Ein wichtiges Engagement gegen Lebensmittelverschwendung!

Unser Tipp!

Teilen Sie statt allein anzuschaffen. Ob Rasenmäher, Grill oder teure Werkzeuge: Es findet sich bestimmt ein interessierter Nachbar als Co-Investor.

Gemüse: Wie regional ist regional?

Ist eine Frühkartoffel noch aus der Region, wenn sie 100 Kilometer gereist ist? Darf der Handel "regionale" Erdbeeren aus dem Nachbarland verkaufen?

Was ist erlaubt im Supermarkt?

Dürfen Sie eine Verpackung öffnen, um sie auf Vollständigkeit zu überprüfen? Müssen Sie eine heruntergefallene Flasche bezahlen? Antworten auf Fragen wie diese lesen Sie im Rechtsstipp.

Darf Ware ohne Preis im Schaufenster stehen?

Was die Preisangabenverordnung zu dieser Frage sagt, lesen Sie in unserem Rechtstipp.

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