06.05.2020

Schnittblumen im Internet bestellen? Das geht. Aber kommen die Blumen tatsächlich frisch an? Und was passiert, wenn der Strauß nicht der Bestellung entspricht oder zu spät geliefert werden? Darf man den Strauß einfach wieder zurückschicken? Wir verraten es Ihnen!

Ihr Rückgaberecht bei Onlinekäufen

Jeder Online-Besteller hat das Recht, den Vertrag innerhalb von 14 Tagen zu widerrufen. Immer, wenn die bestellte Ware beim Paketdienst festhängt, zunächst an den falschen Empfänger ausgeliefert wurde oder einfach nicht gefällt, kann man als Kunde das gesetzliche Widerrufsrecht als Joker ziehen. Und jetzt das große "Aber" der ARAG Experten: Bei Blumenbestellungen gilt dieses Rückgaberecht nicht. Denn Schnittblumen sind schnell verderblich und können vom Händler anschließend nicht noch einmal verkauft werden. Nur bei Blumen im Topf sieht es anders aus. Die darf man – sogar ohne Angabe von Gründen – innerhalb von zwei Wochen zurückgeben.

Was Sie bei der Online-Bestellung beachten sollten

Um Ärger mit falsch oder zu spät gelieferten Blumen zu vermeiden, raten die ARAG Experten daher, den Blumenstrauß im Netz sorgfältig auszuwählen. In der Regel bemühen sich die Online-Anbieter, so nah wie möglich am abgebildeten Vorbild zu bleiben, es kann jedoch immer wieder passieren, dass saisonal bedingt nicht alle Blumen verfügbar sind und auf Ersatzblumen zurückgegriffen werden muss. Auch die korrekte Schreibweise der Empfängeradresse verhindert Probleme und Verzögerungen bei der Lieferung. Zu Stoßzeiten wie z. B. zu Feiertagen kann es zudem sein, dass der Händler längere Lieferzeiten hat. Die ARAG Experten raten auch zu einem Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Manche Händler wälzen das Risiko einer verspäteten Standardbestellung auf den Besteller ab. Verbraucher sollten sich eine pünktliche Lieferung daher ausdrücklich zusichern lassen; oft ist diese allerdings mit Mehrkosten verbunden.

Ihre Frischegarantie

Auch wenn das Widerrufsrecht für Online-Blumen nicht gilt: Welke Blumen müssen nicht angenommen werden. Und die meisten Händler bieten eine sieben Tage dauernde Frische-Garantie an. Dazu werden die Sträuße so gebunden, dass die Blumen erst beim Kunden richtig aufblühen. Das Problem dabei: Meist sieht man die Blumen, die man online verschenkt, ja gar nicht. Hat man jedoch die Chance, einen Blick auf sein Geschenk zu werfen und stellt fest, dass die Blumen schon bei Ankunft schlapp sind oder bereits nach kurzer Zeit verwelken, kann man nach Auskunft der ARAG Experten von seinem Gewährleistungsrecht Gebrauch machen und sein Geld zurückfordern. Wird der Blumenstrauß durch einen Floristikpartner vor Ort geliefert, besteht unter Umständen sogar die Möglichkeit auf Nachbesserung.

Pünktliche Lieferung oder Geld zurück

Wer benötigt schon Blumen einen Tag nach dem Anlass? Ist die Lieferung des Blumenstraußes zum Beispiel zum Muttertag vereinbart oder wirbt der Online-Händler mit einer pünktlichen Lieferung, ist das Geschäft fix. In dem Fall darf der Kunde sein Geld zurückverlangen. Auch wenn man einen Express-Zuschlag für eine Punktlandung bezahlt hat oder wenn die Blumen gar nicht ankommen, darf man sein Geld zurückfordern.

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