05.07.2017

Bei Online-Bestellungen von Eintrittskarten für Konzerte, Sportevents oder andere Veranstaltungen besteht für Verbraucher oftmals eine sogenannte "print@home"-Option. Dies bedeutet, dass die Tickets nicht per Brief versendet werden, sondern nach elektronischer Übermittlung, zum Beispiel per E-Mail, am heimischen Rechner ausgedruckt werden können.

Oftmals verlangen Ticketvermittlungen, für diese "ticketdirect"-Option pauschal eine "Servicegebühr" in Höhe von 2,50 Euro. Die Verbraucherzentrale hält dieses Entgelt für unzulässig und hatte bereits erfolgreich vor dem Landgericht Bremen geklagt. Nach Ansicht der Verbraucherschützer darf ein gesondertes Entgelt nur verlangt werden, wenn hierbei auch tatsächlich Kosten wie etwa das Porto beim postalischen Versand entstehen.

Das OLG hat die Entscheidung des Landgerichts nun bestätigt und die Berufung zurückgewiesen. Da die Revision zugelassen wurde, ist dieses Urteil laut ARAG Experten noch nicht rechtskräftig (OLG Bremen, Az.: 5 U 16/16).

 

Gut zu wissen

 

Es darf nur ein gesondertes Entgelt verlangt werden, wenn dem Verkäufer Kosten wie etwa das Porto beim postalischen Versand entstehen.