06.01.2016

Grauzone Spionage-Apps

Wer sogenannte Spionage-Apps nutzt, bewegt sich laut ARAG Experten in einer rechtlichen Grauzone. In einem konkreten Fall hatte ein 20-Jähriger seiner ehemaligen Freundin eine Spionage-App auf ihr Handy gespielt, ohne dass die junge Frau davon wusste, und sie so mindestens drei Monate lang auf Schritt und Tritt überwacht. Nun hat das Amtsgericht Heilbronn den geständigen Mann wegen des Abfangens von Daten zu einer milden Jugendstrafe von 30 Arbeitsstunden verurteilt. Der junge Mann, der jetzt vor Gericht stand, hatte die App nach eigenen Angaben in einem kurzen unbeobachteten Moment, als seine Freundin fünf Minuten das Zimmer verlassen hatte, installiert, wie ein Gerichtssprecher mitteilt. Seine Freundin sei eifersüchtig gewesen, das habe auf ihn abgefärbt, sagte er den Angaben zufolge vor Gericht.

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