25.03.2013

Der verlorene Chip im Freizeitpark

Superpraktisch, diese Chipkarten, mit denen man in Freizeitparks, Diskotheken oder Sportclubs essen und trinken kann, um erst beim Verlassen zu zahlen. Bis man die Karte verliert! Wie viel Schadensersatz ein Betreiber berechnen kann, beschäftigte jetzt das Oberlandesgericht Brandenburg.

In dem entschiedenen Fall stellt ein Freizeitpark nach der Bezahlung des Eintrittsgeldes den Besuchern ein Armband mit einem Chip zur Verfügung. Beim Erwerb von Getränken, Speisen oder Extras müssen die Besucher den Chip scannen lassen. Nach den AGB sollen sie bei Verlust des Armbandes den vollen eingeräumten Kredit entrichten. Der liegt bei 150 Euro pro Erwachsenem und 35 Euro pro Kind.

Dagegen klagte ein Verbraucherschutzverein und bekam Recht. Die Richter fanden, es sei kaum zu erwarten, dass Gäste regelmäßig den größten Teil oder gar die Gesamtsumme ausschöpfen. Immerhin haben sie ja schon das Eintrittsgeld gezahlt, so dass weitere 150 Euro pro Erwachsenem kaum realistisch erscheinen.

Das Brandenburgische OLG hat den Freizeitparkbetreiber daher zur Unterlassung verurteilt. (OLG Brandenburg, AZ.: 7 U 6/12). Es hat allerdings die Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen.

Das Urteil kann für jeden wichtig sein, der eine solche Chipkarte verliert. In der Regel wird man mit dem Hinweis, dass kaum einer das Limit ausreizt, den Pauschalpreis zumindest reduzieren können.

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