04.10.2012

Reiseziel verfehlt!

Urlauber fragen sich manchmal, wo sie denn gelandet sind. So beherbergt die Stadt Sydney in Nova Scotia, Kanada beispielsweise des öfteren enttäuschte Besucher, die ihren Koffer für eine Australien-Reise gepackt hatten. Ähnlich erging es auch einer sächsischen Urlauberin, die einen Flug an die portugiesische Küste nach Porto buchen wollte. Es blieb allerdings bei dem Wunsch. Der heftige sächsische Akzent der Urlauberin ließ den Ortsnamen „Porto“ nämlich in den Ohren der Angestellten im Reisebüro wie „Bordeaux“ klingen. Und so buchte die erfahrene Reiseverkehrskauffrau einen Flug mit diesem Ziel. Die verblüffte Urlauberin trat den Flug dann gar nicht erst an, wollte sie doch an die portugiesische Atlantikküste und nicht in die Universitätsstadt im Süd-Westen Frankreichs. Bezahlen musste sie das Ticket indes doch. Vor der verbindlichen Buchung hatte die Mitarbeiterin in dem Reisebüro nämlich zweimal in korrekter hochdeutscher Sprache die Flugroute genannt. Insofern ist ein wirksamer Vertrag mit dem Reiseziel Bordeaux zustande gekommen, erklären ARAG Experten. Dieser Auffassung waren auch die angerufenen Richter. Die Kundin musste den vollen Reisepreis in Höhe von 294 Euro zahlen (AG Stuttgart-Bad Cannstatt, Az.: 12 C 3263/11).

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