30.06.2022

Ans Ziel fliegen und dann mit einem Auto mobil sein: Viele Urlauber ordern vor der Reise oder später am Urlaubsort einen Mietwagen. Unser Tipp: Früh buchen und den Vertrag genau lesen, um Kostenfallen zu vermeiden. Unsere Experten haben wertvolle Tipps und sagen, worauf Sie achten sollen. Wir wünschen gute Fahrt.

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In Deutschland buchen! Das ist zwar nicht immer die billigste Lösung, schützt aber vor unliebsamen Überraschungen, die zum Beispiel aus einem unverständlichen Vertrag in einer fremden Sprache resultieren.

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Früh suchen! Viele Anbieter haben Frühbucherrabatte im Programm. Wer sich darauf verlassen will, dass das Wunschauto auch tatsächlich zur Verfügung steht, sollte den Mietwagen am besten gleichzeitig mit der Reise buchen. An beliebten Urlaubsorten kommt es in den Ferien auch oft zu Engpässen zumal viele Vermieter ihre Fahrzeugflotten wegen der Corona-Pandemie verkleinert hatten.

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Angebote vergleichen! Ein reiner Preisvergleich ist schön und gut. Aber sind die Angebote auch identisch? Achten Sie vor allem auf im Angebot enthaltene Leistungen, wie z. B. Versicherungsschutz, Kilometerbegrenzung oder Zusatzfahrer. Und genau hinsehen bei Super-Deals: Oft fehlt es hier an Extras, die dann teuer hinzugebucht werden müssen. Die meisten Aufpreise müssen für Versicherungen, Navigationssysteme, Klimaanlagen und Kindersitze bezahlt werden.

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Am Urlaubsort bezahlen! Wenn es um die Bezahlung geht, raten die ARAG Experten zu Anbietern ohne Vorauszahlung. Nach Möglichkeit sollte erst vor Ort bezahlt werden, wenn man den Mietwagen übernimmt.

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Tücken bei der Online-Buchung vermeiden! Wer online einen Mietwagen reserviert, hat kein gesetzliches Widerrufsrecht. Es kommt dann auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Vermieters an, ob eine kostenfreie Stornierung möglich ist.

Achten Sie in den AGB auf die so genannte „No-Show“ (Nichterscheinen)-Regelung, vor allem, wenn sie im Voraus bezahlt haben: Wer am Urlaubsort zu spät an der Mietwagenstation eintrifft, muss damit rechnen, dass der Anbieter die Verspätung als No-Show wertet, die Miete einbehält und das Fahrzeug schon längst weitervermietet hat. Dabei ist es unerheblich, ob die Airline oder ein Dritter für die Verspätung verantwortlich sind.

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Vorsicht Selbstbehalt! Günstige Kaskoversicherungen beinhalten in der Regel einen Selbstbehalt. Liegt dieser bei 500 Euro oder mehr, kann der Urlaub schon bei einem ansonsten harmlosen Auffahrunfall zu Ende sein, weil die Reparaturkosten die Urlaubskasse verschlingen. ARAG Experten raten daher zu einer etwas teureren Versicherungsvariante mit geringer oder gar keiner Selbstbeteiligung. Um eine doppelte Versicherung zu vermeiden, sollten Inhaber einer Kreditkarte prüfen, ob bereits ein entsprechender Versicherungsschutz über die Karte besteht.

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Tankregelung beachten! Normalerweise herrscht die „Full-to-Full-Regelung“ beim Tanken: Das Fahrzeug wird vollgetankt angemietet und vollgetankt wieder abgegeben. Wer das verschwitzt, zahlt oft die sehr viel höhere Tankpauschale des Vermieters.

Kaufen Sie die erste Tankfüllung vom Autovermieter und können das Auto dann leer zurückzugeben, sollten Sie zum Ende der Mietperiode gut kalkulieren, wie viele Kilometer Sie noch fahren, damit Sie dem Autovermieter nicht einen Teil der Tankfüllung schenken. Vermerken Sie zu Beginn unbedingt den Tankfüllstand auf dem Protokoll, falls der Tank nicht ganz voll sein sollte. Entsprechend weniger muss bei Rückgabe des Fahrzeugs im Tank sein.

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Schadenversicherung checken! Sie ist neben der Haftpflichtversicherung obligatorisch. Ob Teil- oder Vollkasko-Police, auch hier raten die ARAG Experten zu einem Blick ins Kleingedruckte: Denn Schäden durch Vandalismus, Glasbruch oder am Unterboden sind nicht immer gedeckt.

 

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Fahrerwechsel inklusive? Viele besonders günstige Versicherungsangebote gelten nur für den Vertragsnehmer als Fahrer. Wer sich auf längeren Strecken mit dem Beifahrer abwechseln möchte, sollte den Versicherungsschutz beim Vertragsabschluss erweitern.

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Fahrzeugzustand überprüfen! Bei Übernahme ist der Fahrzeugzustand kritisch zu überprüfen. Dabei können Mieter den Zustand des Mietwagens zusätzlich mit Fotos dokumentieren. Alle Schäden müssen in das Übernahmeprotokoll aufgenommen werden, ansonsten könnte man später für fremd verursachte Schäden haftbar gemacht werden. Sofern nicht angeboten, sollten Urlauber eine Kopie des Protokolls verlangen. Auch bei Rückgabe des Autos muss der Fahrzeugzustand dokumentiert werden. Damit es nicht nachträglich zu Ärger um eventuelle Schäden kommt, raten die ARAG Experten, sich auch hier eine Kopie des Übergabeprotokolls aushändigen zu lassen. Zudem sollte das Fahrzeug nicht außerhalb der Öffnungszeiten abgegeben werden. Erstens gibt es so kein überprüfbares Rückgabeprotokoll, zweitens werden Urlauber möglicherweise für Schäden verantwortlich gemacht, die bis zur Öffnung des Fuhrparks am abgestellten Mietwagen entstehen.

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Unfall, Diebstahl, Knöllchen? Das tun! Wird der Mietwagen gestohlen, müssen Sie umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten und dem Vermieter Schlüssel und Fahrzeugpapiere zurückgeben. Darüber hinaus kann es in den AGB weitere Schritte geben, die unternommen werden müssen, um nicht für den Schaden haftbar gemacht zu werden. Auch bei einem Unfall müssen Polizei und Vermieter informiert und ein Unfallprotokoll ausgefüllt werden. Was bei einem Crash noch zu tun ist, lesen Sie hier .

Bei Verkehrsverstößen mit dem Mietwagen haftet der Mieter. Wer im Ausland ein Knöllchen kassiert, sollte das Bußgeld nicht ignorieren. Denn rechtskräftige Bußgeldbescheide aus anderen EU-Staaten können ab einer Höhe von 70 Euro in Deutschland vollstreckt werden. Da die Bußgelder im Ausland oft wesentlich höher als in Deutschland ausfallen, kann dieser Schwellenwert auch bei einem harmlosen Parkverstoß erreicht sein. Zudem werden die Verwaltungsgebühren in den Schwellenwert mit eingerechnet.

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