18.02.2019

Die Germania Fluggesellschaft mbH hat beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg einen Insolvenzantrag gestellt; vorläufiger Insovenzverwalter ist Herr Rüdiger Wienberg. Der Flugbetrieb ist eingestellt. Wir sagen Ihnen, was das für Passagiere und Ticketinhaber bedeutet.

Flug gebucht, Ticket bezahlt – und nun?

Germania hat den Betrieb eingestellt. Kunden, die ihre Tickets direkt bei der Fluggesellschaft gebucht haben, trifft die Insolvenz besonders hart. Anders als Pauschalreisende haben sie keinen Anspruch auf eine Ersatzbeförderung. Nach der endgültigen Insolvenzeröffnung können sie lediglich versuchen, ihre finanzielle Forderung zur Insolvenztabelle anzumelden.

Warum Pauschalreisende grundsätzlich besser dran sind

Es wird rechtlich klar zwischen einer Flugbuchung und einem Reisepaket unterschieden. Im Paketpreis sind neben dem Flugticket meist noch die Unterbringung, Flughafentransfer und Verpflegung enthalten. Der maßgebliche Unterschied zur reinen Flugbuchung: Vertragspartner bei einer Pauschalreise ist der Reiseveranstalter und nicht die insolvente Fluggesellschaft. Er muss die Kunden dann auf eine andere Airline umbuchen.

Sitzen Kunden im Urlaubsland fest, muss sich der Veranstalter um einen alternativen Rückflug kümmern. Bei Pauschalreisen gibt es außerdem den Sicherungsschein, den man mit den Buchungsunterlagen erhält. Nur mit diesem ist der Reiseveranstalter überhaupt berechtigt, Zahlungen auf den Reisepreis – auch eine Anzahlung – anzunehmen oder zu fordern.

Startet eine Pauschalreise aufgrund einer Airline-Insolvenz verspätet oder fällt sie ganz aus, kann man den Reisepreis entsprechend mindern und auch Schadensersatz bei möglichen Folgeschäden verlangen.

Wie sieht es bei Codesharing-Flügen aus?

Bei Flügen mit sogenanntem Codesharing muss man differenzieren. Codesharing ist beispielsweise gegeben, wenn der Fluggast bei Gesellschaft X gebucht hat, der Flug aber mit der Partner-Airline Y durchgeführt werden sollte. Was passiert, wenn diese nun insolvent ist?

Hier gilt: Die Fluggesellschaft, bei der der Flug gebucht worden ist, ist Vertragspartner! Hat nun eine Fluggesellschaft, die eine Teilstrecke ausführen soll, Insolvenz beantragt, muss der Vertragspartner dafür Sorge tragen, dass die Beförderungsleistung wie vereinbart erbracht wird. Ist dies nicht der Fall, muss der Ticketpreis erstattet werden. Ist der Vertragspartner pleite, ist es zweifelhaft, ob der Fluggast die Reise noch antreten kann.

Unser Tipp

Über aktuelle Entwicklungen im Luftverkehr, so auch über die Insolvenzen von Germania und Flybmi informiert auch das Luftfahrtbundesamt.

Unsere Hotline für betroffene ARAG Kunden

0211 9890-1462

zum Festnetztarif

 

Ebenfalls insolvent: Flybmi

Die britische Fluglinie Flybmi hat den Flugbetrieb eingestellt. Das Mutterhaus British Midland Regional Limited informiert Passagiere auf ihrerWebsite.

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