22.07.2019

Dank des Euro müssen Sie sich längst nicht mehr vor der Auslandsreise mit Lira, Peseten oder Drachmen eindecken. Eigentlich benötigen Sie gar kein Bargeld mehr – die Kreditkarte ist schließlich immer dabei. Ganz unvorbereitet sollten Sie den Urlaub aber nicht antreten. ARAG Experten geben einige Tipps zum Umgang mit der Kreditkarte im Urlaub.

Kreditkarte: Vorsicht Gebühren!

Eine Kreditkarte ist ganz bestimmt ein hilfreicher Reisebegleiter. Weltweit gibt es die Akzeptanzstellen zum bargeldlosen Bezahlen zum Beispiel in Hotels, Restaurants, Bars und Geschäften. Wollen Sie ein Auto mieten, ist eine Kreditkarte oftmals sogar Voraussetzung. Doch viele Kreditkarten sind nur auf den ersten Blick kostenlos. Nicht selten entstehen hohe Zinsen und Gebühren für den Einsatz im Ausland. Die meisten Kartenanbieter erheben für das Abheben von Bargeld, zum Beispiel im Urlaub, Gebühren. Bei vielen Karten kommt außerhalb der Euro-Länder zu den Abhebegebühren noch ein Aufschlag von meist 1,75 Prozent dazu, die sogenannte Auslandseinsatzgebühr. Sie wird auch beim Bezahlen verlangt, zum Beispiel beim Tanken oder im Restaurant.

Einige Banken bieten aber Kreditkarten an, mit denen man im In- und Ausland kostenlos Geld abheben kann. Darum lohnt es sich, Leistungen zu vergleichen. Auch beim Abrechnungsverfahren lässt sich sparen. An manchen Geldautomaten in Ländern ohne Euro können Reisende wählen, ob sie die Belastung in Euro oder in Landeswährung wünschen. Naheliegend wäre, „in Euro“ zu wählen. Das aber ist die teurere Variante gegenüber der Abrechnung in Landeswährung. Denn der Automatenbetreiber nimmt für diese Sofort-Umrechnung einen Aufschlag von bis zu zehn Prozent. Daher sollten Sie immer die Belastung in der Landeswährung wählen, selbst wenn der Automat dann warnt, dass der Wechselkurs nicht garantiert sei!

Abrechnungen sind oft intransparent

ARAG Experten raten: Prüfen Sie regelmäßig die Umsätze auf ihrer Kreditkartenabrechnung. Besonders im oder nach dem Urlaub! Je kürzer die Abstände, desto besser können Sie sich an die Ausgaben erinnern. Heben Sie dafür am besten die Belege der Zahlungen auf, denn viele Monatsabrechnungen der Kreditkarten sind unübersichtlich, für Kunden schwer nachvollziehbar und nicht transparent. Bei der Abrechnung von Umsätzen in fremder Währung fehlt der Umrechnungskurs oder die Höhe der Gebühr. Teilweise werden Gebühren sogar versteckt. So berechnen Banken für den Karteneinsatz in einer fremden Währung meist ein bis zwei Prozent vom Umsatz. Oft kann der Kunde aber die Kosten und den verwendeten Kurs nicht vollständig oder nur mit großem Rechenaufwand nachvollziehen. Hinzu kommen häufig nicht verständliche Formulierungen. Wenn Sie Ihre Kreditkartenabrechnung nicht verstehen oder einzelne Posten unklar sind, fragen Sie bei Ihrer Bank nach. Wichtig: Melden Sie unberechtigte Umsätze so schnell es geht, damit die Bank sie zurückbucht.

Unser Tipp

Vor der Reise mit der Bank sprechen

Wir empfehlen Kreditkarteninhabern, den Kundenberater bei der Bank über eine anstehende Reise zu informieren. Steht ein entsprechender Vermerk im System, erklärt sich eine außerordentliche Abbuchung schnell.

Weitere Zahlungmittel

 

Girocard – Europas Nr. 1

Versehen mit dem Maestro- oder VPay-Zeichen, ist die Girocard – früher EC-Karte – gerade in Europa das ideale Zahlungsmittel! Sie kann in ganz Europa zum Bezahlen, aber auch zum Abheben von Bargeld in Banken und an Geldautomaten eingesetzt werden. Auch außerhalb der EU akzeptieren zahlreiche Geldautomaten und elektronische Kassen diese Karte. Wenn Sie mit der Girocard im Ausland Geld ziehen, sollten Sie aber auf die Gebühren achten; die können unter Umständen recht hoch sein. Mittlerweile bestehen zum Glück zahlreiche Kooperationen zwischen Banken verschiedener Länder, deren Kunden am Automaten der Partnerbank im Ausland kostenlos Geld bekommen. Erkundigen Sie sich am besten vor der Reise bei Ihrer Bank nach den günstigsten Möglichkeiten, raten ARAG Experten.

Bargeld – aus der Urlaubskasse nicht wegzudenken

Eine wichtige Regel zum Bargeld: Immer nur so viel mitnehmen wie nötig. Denn Bares lockt Diebe an und ist bei Verlust oder Diebstahl unwiederbringlich verloren. Daher ist es auch ratsam, nie das ganze Geld an einer Stelle aufzubewahren. Teilen Sie Ihren Vorrat auf und deponieren Sie einen Teil an einem sicheren Ort wie zum Beispiel dem Safe im Hotel. Sollten Sie in ein Land außerhalb der Euro-Zone reisen, ist es schlau, zumindest einen kleinen Teil des Barbestands schon vor dem Urlaub in die Fremdwährung zu tauschen. Überprüfen Sie aber vorher, ob Sie die Fremdwährung auch in das Urlaubsland einführen dürfen.

Reiseschecks – ein Auslaufmodell

Je nach Reiseland können Sie mit Reiseschecks entweder wie Bargeld bezahlen oder sie nur bei Banken oder Wechselstuben zu Bargeld machen. Wenn Sie Reiseschecks einsetzen wollen, sollten Sie sich vorab informieren, ob diese vor Ort noch akzeptiert werden. Denn Reiseschecks haben angesichts der Möglichkeiten durch die Geld- und Kreditkarten erheblich an Bedeutung verloren. Auch bei Wechselstuben sollten Sie besonders aufmerksam die Preise studieren. Häufig bezahlen Urlauber noch Zuschläge und Servicekosten.

Der Mix macht's

Im Urlaub ohne Geld dazustehen, diese Erfahrung möchte niemand machen. Darum: Niemals nur ein Zahlungsmittel mitnehmen. Außerdem sollten natürlich vor allem im Urlaub die gleichen Sicherheitsvorkehrungen gelten wie zu Hause. Notieren Sie Ihre PIN niemals und sagen Sie sie niemandem. Außerdem sollten Sie Ihre Karten nicht leichtfertig aus der Hand geben.

Geht die Karte doch verloren oder wird gestohlen, sollten Sie diese sofort sperren lassen. Für den Fall, dass Sie im Urlaub tatsächlich dringend Bargeld brauchen, können Sie eine sogenannte Blitzüberweisung tätigen. Dazu benötigen Sie kein Bankkonto, sondern nur einen gültigen Ausweis und verschiedene persönliche Daten des Senders. Das Geld kann in der Regel schon wenige Minuten nach dem Transfer abgeholt werden. Aber: Blitzüberweisungen sind sehr teuer und darum nur für den Notfall gedacht.

Sperr-Notruf: Wenn die EC- oder Kreditkarte weg ist!

  • Girokarten und Kreditkarten Tel.: +49 116 116 (kostenfrei in Deutschland, abweichende Gebühren aus dem Ausland)
  • Girokarten und Kreditkarten aus dem Ausland Tel.: +49 30 4050 4050
  • MasterCard In Deutschland: Tel.: 0800 819 1040 (kostenfrei) Aus dem Ausland: Tel.: +1 636 7227 111 (R-Gespräch)
  • Visa In Deutschland: Tel.: 0800 811 8440 (kostenfrei) Aus dem Ausland: Tel.: +1 303 967 1096 (R-Gespräch)
  • American Express Tel.: +49 69 97 97 1000
  • Diners Club Tel.: +49 69 900 150-135

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