03.07.2018

Andere Länder bedeuten nicht nur andere Sitten, sondern oft auch andere Krankheiten. Um sich vor zum Teil gefährlichen Krankheitserregern und Ansteckung zu schützen, sind für bestimmte Reisen Impfungen unerlässlich. ARAG Experten geben einen Überblick.

Wer gibt Auskunft?

Neben dem Hausarzt sind die Apotheken Anlaufstellen, wo Reisende Informationen zu notwendigen Impfungen bekommen können. Es ist auch ratsam, sich dort zu informieren, wenn man in Europa bleibt. Wer beispielsweise seinen Urlaub im Mittelmeerraum verbringt, sollte an eine Hepatitis-A-Impfung denken, denn die Erreger dieser Leberentzündung werden besonders häufig durch infizierte Meeresfrüchte übertragen. Wanderurlauber in bestimmten Regionen Nord-, Mittel- und Osteuropas sollten auch über eine FSME-Impfung gegen Hirnhautentzündung nachdenken. Die Erreger werden von infizierten Zecken übertragen.

Grundimmunisierung braucht Zeit

Rechtzeitig vorzusorgen, ist bei Fernreisen wichtig, weil sich der Impfschutz nicht von heute auf morgen aufbauen lässt. Eine Grundimmunisierung braucht oft Zeit: Häufig müssen mehrere Teilimpfungen im Abstand von einigen Wochen durchgeführt werden, um einen sicheren Schutz zu gewährleisten.

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Basisschutz gegen Hepatitis

Zu den wichtigen Basisimpfungen zählt in den meisten Fernreiseländern die Immunisierung gegen Hepatitis A und Hepatitis B. Hepatitis-A-Viren werden über kontaminiertes Trinkwasser bzw. Lebensmittel übertragen und führen zu einer Entzündung der Leber. Eine durch Hepatitis-B verursachte Infektion der Leber, meist ausgelöst durch Geschlechtsverkehr oder den Kontakt mit Blut, verläuft weit schwerer als bei einer Hepatitis A. Sie kann zu einer chronischen Leberentzündung mit Spätfolgen wie Leberkrebs oder Leberzirrhose führen. Eine Hepatitis-A-Impfung ist auch kurz vor Reiseantritt noch möglich, sollte aber im Idealfall rund zwei Wochen vor dem Start der Reise erfolgen. Die Hepatitis-B-Impfung sollte spätestens fünf Wochen vor Abreise begonnen werden und besteht dann aus drei Injektionen.

Typhus

Die lebensbedrohliche Erkrankung Typhus wird durch Salmonellen in nicht richtig durchgegarten Lebensmitteln oder durch kontaminiertes Trinkwasser übertragen. Als Symptome zeigen sich Fieber, Bauchschmerzen und schwacher Puls. Unbehandelt kann Typhus einen tödlichen Verlauf nehmen. Zwar kommt die Erkrankung weltweit vor, doch das Risiko ist in Latein- und Südamerika, in Südostasien und in Afrika überdurchschnittlich hoch.

Tollwut

Die Impfung gegen Tollwut wird gerade Reisenden empfohlen, die längere Zeit in ländlichen Regionen unterwegs sind. Die Erkrankung wird durch Kratzer bzw. Bisse von streunenden Hunden oder anderen Tieren übertragen. Zu Tierbissen kommt es auch häufig in Affenparks, wie es sie beispielsweise in Indonesien gibt. Die Immunisierung erfolgt in drei Teilimpfungen im Abstand von einer und von zwei Wochen. Man sollte daher mindestens fünf Wochen vor Reiseantritt mit dem Impfprogramm beginnen. Für Kurzentschlossene gibt es ein Schnellschema, das innerhalb einer Woche absolviert werden kann.

Japanische Enzephalitis

Für Reisende, die länger in Ost- oder Südostasien unterwegs sind, wird zudem eine Impfung gegen die von Mücken übertragene Japanische Enzephalitis empfohlen. Die Viruserkrankung kann bei schweren Verläufen zu einer Gehirnentzündung führen. Die Krankheit kommt selten vor, wird aber häufig unterschätzt. Nur etwa einer von hundert Deutschen, die in Risikogebieten unterwegs sind, haben einen Impfschutz. Wer sich schützen will, muss zwei Impfungen im Abstand von 28 Tagen absolvieren. Die letzte Impfung sollte spätestens eine Woche vor Reiseantritt geplant werden. Auch hier kann eine Schnellimmunisierung durchgeführt werden.

Gelbfieber

In afrikanischen Ländern südlich der Sahara und in Südamerika ist die Impfung gegen Gelbfieber besonders wichtig. In manchen dieser Länder ist die Impfung sogar Voraussetzung, um als Tourist einreisen zu dürfen. Die Übertragung der Erkrankung, die sich nur schwer behandeln lässt, erfolgt über Mückenstiche. Die Infektion macht sich in einer ersten, oft harmlosen Fieberphase bemerkbar. In einem zweiten Krankheitsschub kann es zu schweren Komplikationen bis hin zu Organversagen kommen. Die Sterblichkeitsrate liegt bei bis zu 40 Prozent. Wer in Gelbfieber-Endemiegebiete fährt, sollte sich mindestens zehn Tage vor Reiseantritt gegen Gelbfieber impfen lassen.

Malaria – keine Impfung, aber Prophylaxe

Wer in die Tropen reist, wird sich um einen Schutz vor Malaria kümmern müssen. Zwar gibt es keine Impfung gegen die gefährliche Infektionskrankheit. Spezielle Medikamente, vorsorglich eingenommen, verringern aber das Risiko einer Ansteckung. Zur Malariaprophylaxe sollte sich der Urlauber individuell beraten lassen, weil je nach Reiseziel unterschiedliche Präparate sinnvoll sind.

Nicht vergessen: Standard-Impfungen

Oft vergessen werden aber auch die Standard-Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Polio. Für diese Erkrankungen besteht in afrikanischen, asiatischen und südamerikanischen Ländern ein erhöhtes Erkrankungsrisiko. Sie sind generell zwar auch für zu Hause empfehlenswert, aber der Urlaubsantritt ist ein guter Anlass, zu überprüfen, ob eine Auffrischung notwendig ist, so ARAG Experten.

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