01.03.2016

Eigenständiger Urlaub mit Konsequenzen

Wer gegen den ausdrücklichen Willen seines Chefs in die Ferien fährt, riskiert den sofortigen Verlust seines Jobs. In einem konkreten Fall hatte ein Mann sich ohne entsprechende Genehmigung des Chefs Urlaub genommen.

Dabei handelte es sich um Resturlaub, den der Mann vom 31.03 – 06.04. nehmen wollte. Dieser Antrag wurde jedoch abgelehnt – auch wurde der Übertragung über den 31.03. hinaus nicht zugestimmt. Der Arbeitnehmer erschien dennoch in der Zeit vom 31.03. – 06.04. nicht zur Arbeit und hinterließ lediglich einen schriftlichen Urlaubsantrag für diesen Zeitraum. Es folgte die fristlose Kündigung. Zwar hatte diese letztendlich vor Gericht keinen Bestand, eine Abmahnung erhielt er dennoch (ArbG Krefeld, Az.: 1 Ca 960/11).

Daraufhin erfolgte die fristlose Kündigung, welche jedoch vor Gericht wieder aufgehoben wurde. Die Selbstbeurlaubung stellt ein grob rechtswidriges Verhalten dar, was grundsätzlich die fristlose Kündigung rechtfertigt. Dennoch ist eine zusätzliche und umfassende Interessenabwägung im Einzelfall notwendig.

Konkret war zu berücksichtigen, dass es in den 18 Jahren, die der Betroffene bei dem Unternehmen schon beschäftigt war, zuvor zu keinerlei vergleichbaren Vorfällen oder gar zu einer Abmahnung gekommen war, so die ARAG Experten. Daher war bestenfalls eine ordentliche, fristgerechte Kündigung zulässig, die aber im vorliegenden Fall aus tarifvertraglichen Gründen entfiel. Der Mitarbeiter erhielt daher lediglich eine Abmahnung (ArbG Krefeld, Az.: 1 Ca 960/11).

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