ARAG.de verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie Nutzung zu. Mehr zu Cookies

ARAG GesundheitsApp

Belege bequem per App einreichen.

20.03.2016

Eines der beliebtesten Gesetze dürfte das Mindesturlaubsgesetz für Arbeitnehmer – besser bekannt als Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) – sein. Es regelt, in welchem Umfang der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer mindestens bezahlten Erholungsurlaub zu gewähren hat. Nach § 2 sind davon alle Arbeiter, Angestellten, Azubis und arbeitnehmerähnlichen Personen (also solche, die wegen ihrer wirtschaftlichen Abhängigkeit von einem Auftraggeber wie Arbeitnehmer zu betrachten sind) erfasst.

Der Mindesturlaubsanspruch

Er beträgt 24 Werktage, wobei auch die Samstage als Werktage gezählt werden, sodass sich bei einer Arbeitswoche von fünf Arbeitstagen ein Mindesturlaubsanspruch von 20 Arbeitstagen errechnet. Das Gesetz besagt aber auch, dass mit dem Jahresende der Urlaubsanspruch grundsätzlich verfällt. Ausnahme: Ein Tarifvertrag oder eine betriebliche Vereinbarung regeln etwas anderes.

Geld statt Freizeit?

Geld statt Freizeit für den Urlaub ist nicht erlaubt. Den gesetzlichen Mindesturlaub von 24 Tagen darf der Arbeitgeber prinzipiell nicht auszahlen. Etwas anderes gilt nur, wenn der Arbeitnehmer aus der Firma ausscheidet.

Unser Tipp: den Arbeitgeber fragen

Wer aus privaten Gründen Urlaubstage ins nächste Jahr mitnehmen möchte, kann das mit dem Arbeitgeber vereinbaren. Man beantragt am besten schriftlich, dass die Urlaubstage auch im neuen Jahr erhalten bleiben.

Ihr Recht auf Resturlaub

Wer wegen Krankheit, zu viel Arbeit oder Urlaubssperre nicht frei nehmen konnte, hat laut Gesetz das Recht, den Urlaub auf die ersten drei Kalendermonate des Folgejahres zu übertragen. Stichtag ist der 31. März. Danach verfällt der Urlaub aus dem Vorjahr möglicherweise ersatzlos!

Auch nach mehreren aufeinanderfolgenden Elternzeiten hat eine Arbeitnehmerin noch Anspruch auf ihren zuvor erlangten Resturlaub. Früher sah die Rechtsprechung vor, lediglich nach der ersten Elternzeit den noch ausstehenden Urlaub zu gewähren.

Resturlaub beim neuen Arbeitgeber?

Wechselt ein Arbeitnehmer im Kalenderjahr in ein neues Arbeitsverhältnis, kann er beim neuen Arbeitgeber grundsätzlich noch nicht gewährten Urlaub beanspruchen. Lesen Sie die Details.

Das Sabbatjahr – Auszeit vom Alltag

Von Ausstieg beantragen bis eigene Wohnung untervermieten: Nützliche Infos zu Dingen, die Sie vor Ihrer Auszeit regeln sollten.

UNSERE EMPFEHLUNG

ARAG Arbeitsrechtsschutz

Selbst wer einen guten Job macht, kann in Streitigkeiten mit seinem Arbeitgeber geraten. Keine Sorge: Mit dem Arbeitsrechtsschutz können Sie bei rechtlichen Konflikten rund um Arbeitsverhältnis und Rentenansprüche entspannt bleiben. Lassen Sie einfach unsere Rechtskompetenz für sich arbeiten!