10.06.2009

Kein Anspruch auf Fahrkostenhilfe

Unwissenheit wird bestraft. Diese Erfahrung musste ein Arbeitsloser machen, welcher eine befristete Tätigkeit aufnahm und anschließend Fahrkostenbeihilfe für tägliche Hin- und Rückfahrten (jeweils 84 Kilometer) vom Wohnort zum Arbeitsplatz beantragte. Die zuständige Agentur lehnte die Leistung ab, weil der spätere Kläger den Antrag erst nach der Arbeitsaufnahme gestellt habe. Zu Recht entschied nun das Bundessozialgericht. Denn Voraussetzung für die Fahrtkostenbeihilfe ist, dass ohne die Mobilitätshilfen das Beschäftigungsverhältnis voraussichtlich nicht zustande gekommen wäre, erläutern ARAG Experten. Da der Arbeitslose jedoch das Beschäftigungsverhältnis aufgenommen hat, ohne von der Förderungsmöglichkeit gewusst zu haben, hatte er keinen Anspruch auf die Fahrtkostenbeihilfe (BSG, Az.: B 11 AL 50/07R).

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