13.12.2019

Wer online einkauft, kann mittlerweile zwischen verschiedenen bequemen Bezahlsystemen wählen. ARAG Experten erklären, worauf es dabei ankommt und wie sicher sie sind.

Welche Bezahlmethode? Eine Frage der Sicherheit

Die Gefahr, dass Geld beim Online-Einkauf spurlos verschwindet, ist bei den gängigen Verfahren ziemlich gering. So bieten Onlinebezahldienste wie Paypal, Postpay, Amazon Payments, Giropay, Sofortüberweisung oder Paydirekt in der Regel einen Käuferschutz. Wenn der Händler nicht liefert, bekommen die Kunden mehr oder weniger automatisch ihr Geld zurück.

Leider sind Online-Bezahldienste mittlerweile auch von Phishing-Attacken betroffen. Trotzdem haben sie einen kleinen Sicherheitsvorteil im Vergleich zu Überweisung oder Lastschrift – und vor allem gegenüber der Kreditkarte: Bankdaten wie z. B. die Kreditkartennummer werden einmalig bei der Anmeldung hinterlegt. Selbst der Online-Händler bekommt sie schon nicht mehr, wenn man über den Dienst kauft. Sensible Daten gehen danach gar nicht mehr durchs Netz und können dementsprechend auch nicht ausspioniert und missbraucht werden.

Um den Bezahldienst nach der Anmeldung zu nutzen, benötigen die Kunden meist nur Login-Name und Passwort. Für deren Sicherheit ist der Kunde selbst zuständig. „1,2,3“ oder der Name des Erstgeborenen bieten keinerlei Sicherheit und verbieten sich von selbst. Leider gehen viele Nutzer mit Passwörtern für sensible Daten immer noch viel zu sorglos um.

Giropay und Sofortüberweisung

Einige Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie die Postbank haben das System Giropay entwickelt. Das System leitet den Käufer beim Bezahlen direkt vom jeweiligen Shop in den geschützten Bereich seiner Bank. Voraussetzung ist allerdings, dass er Kunde einer der genannten Banken ist. Nach dem Einloggen erhält der Käufer eine bereits fertig ausgefüllte Überweisung im Browserfenster, die er nur noch mit der TAN bestätigen muss. Bei Beträgen unter 30 Euro muss sogar inzwischen keine TAN mehr eingegeben werden. Man spart sich das Ausfüllen eines Überweisungsformulars, besondere Gebühren fallen nicht an und das Verfahren bietet die gleichen Sicherheitsstandards wie das gewöhnliche Online-Banking.

Mit Sofortüberweisung können hingegen die Online-Kunden jeder Bank bezahlen. Der Nachteil bei diesem Vorkassesystem ist, dass die sensiblen Bankdaten PIN und TAN auf einer Seite eingegeben werden müssen und so unter Umständen wieder ausspioniert werden können.

Anonym bezahlen mit der Paysafecard

Diese Karte ist eine Art Prepaidkarte, die man für Beträge zwischen zehn und 100 Euro kaufen kann. Nach dem Online-Shoppen wird beim Bezahlen einfach eine PIN eingegeben, die auf der Karte steht. Der entsprechende Betrag wird dann vom Guthaben abgezogen. Für Minderjährige gibt es sogar eigene Karten, die verhindern, dass jugendgefährdende Waren online gekauft werden. Allerdings lassen sich Transaktionen nicht rückgängig machen und diese Bezahlart ist in Online-Shops noch nicht sehr verbreitet.

 

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PayPal Käuferschutz – kurze Fristen beachten

PayPal hat eine Zusatzfunktion, die Kunden vor Abzocke schützen soll. Wenn die per PayPal bezahlte Ware nicht oder falsch ankommt, kann der Käufer sein Geld per Käuferschutz zügig zurückerhalten. Allerdings müssen enttäuschte Kunden auch nach Rückerstattung des Geldes auf Rückfragen von PayPal reagieren, sonst darf die Plattform den Antrag auf Käuferschutz ablehnen. Dann gilt das Geschäft als geschlossen und der Kaufpreis muss erneut gezahlt werden.

Bislang hatten Käufer zehn Tage Zeit, zu antworten. Seit April kann diese Rückmeldefrist bei PayPal – je nach Frage – deutlich kürzer ausfallen. Die ARAG Experten weisen darauf hin, dass Käufer trotz Käuferschutz verpflichtet sind, Verkäufern die Gelegenheit zu geben, das Geschäft ordentlich abzuwickeln. Daher sollten Kunden das gleiche Produkt nicht vorschnell bei einem anderen Online-Händler bestellen.

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