04.03.2014

Kündigung wegen Rauch

In dem Mietrechtsstreit, in dem eine Vermieterin einem starken Raucher fristlos gekündigt hatte, hat das Amtsgericht (AG) Düsseldorf zu Gunsten der Vermieterin entschieden und die Kündigung bestätigt. Die klagende Vermieterin hatte dem starken Raucher insbesondere vorgeworfen, er lüfte nicht ausreichend. Da seine Holzrollläden ständig geschlossen seien, ziehe der Zigarettenqualm aus der Wohnung in das Treppenhaus. Nach ergebnislosen Abmahnungen kündigte die Vermieterin fristlos. Das zuständige Amtsgericht sah in dem Verhalten des Mieters einen wichtigen Grund zur fristlosen Kündigung. Das Verhalten des Mieters führte im gesamten Haus zu einer unzumutbaren und gesundheitsgefährdenden Geruchsbelästigung. Der Schutz der körperlichen Unversehrtheit der anderen Mieter ist gegenüber der allgemeinen Handlungsfreiheit des Beklagten vorrangig, erläutern ARAG Experten (AG Düsseldorf, Az.: 24 C 1355/13). Ob das Urteil allerdings Bestand hat, wird sich noch zeigen müssen. Denn inzwischen liegt die Sache beim Landgericht (LG) Düsseldorf als Berufungsinstanz. Und das LG hat bereits angedeutet, dass die Kündigung womöglich aus formellen Gründen unwirksam gewesen sein könnte (Az.: 21 S 240/13).