20.05.2014

Geschädigter muss günstigsten Mietwagen wählen

Wird ein Fahrzeug bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall beschädigt, hat der Halter während der Reparatur in der Regel Anspruch auf einen Mietwagen. Er sollte in diesem Fall allerdings das günstigste Angebot wählen. Andernfalls kann ein Verstoß gegen seine Schadensminderungspflicht vorliegen. Darauf weist das Amtsgericht (AG) München in einem Urteil hin (Az.: 343 C 8764/13). Geklagt hatte eine Autofahrerin, der ein anderes Auto in ihren geparkten Wagen hineingefahren war.

Die gegnerische Versicherung erstattete die Reparaturkosten, weigerte sich aber, die Kosten für den Mietwagen in Höhe von 1.129 Euro für fünf Tage vollständig zu übernehmen. Unter Hinweis auf günstigere Tarife zahlte sie nur 330 Euro. Den Restbetrag klagte die Halterin daraufhin ein. Sie habe sich wegen ihrer Vollzeittätigkeit nicht nach günstigeren Tarifen erkundigen können, so ihr Argument. Das sah das AG anders. Die Klägerin habe ihre Schadensminderungspflicht verletzt, urteilte das Gericht. Denn sie habe einen vergleichbaren Mietwagen zu deutlich günstigeren Konditionen anmieten können. Die Einholung von Vergleichstarifen sei ihr in der konkreten Situation auch ohne weiteres zumutbar gewesen. Das Gericht wies insoweit darauf hin, dass die Reparatur erst mehr als drei Monate nach dem Unfall erfolgt sei. In der Zwischenzeit habe die Klägerin durchaus Mietwagentarife bei verschiedenen Firmen erfragen können.

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