19.03.2018

Bei Minusgraden macht so manche Autobatterie schlapp. Gut, wenn der nette Nachbar Starthilfe gibt. Doch Hand aufs Herz: Wenn Sie in diesem Augenblick Ihrem Nachbarn Starthilfe geben müssten – wüssten Sie auf Anhieb, was genau zu tun ist? Welche Reihenfolge beachtet werden muss? Zuerst Minus oder Plus? An welches Fahrzeug zuerst? Wer startet den Motor als erstes? ARAG Experten erklären in wenigen, leicht zu merkenden Schritten, wie es funktioniert.

Das richtige Starthilfekabel

Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Starthilfe ist das richtige Kabel. Hat es einen zu geringen Leitungsquerschnitt, kann nicht genug Strom hindurchfließen und es ist unter Umständen zu schwach, um ein anderes Auto zu unterstützen. Bei Autos mit Benzinmotor ist ein Querschnitt von mindestens 16 Quadratmillimetern (mm²) ratsam, bei Dieselfahrzeugen sogar 25 mm². Die ARAG Experten raten zu einem Starthilfekabel der DIN-Norm 72.553 oder der ISO-Norm 6.722. Zudem sollten die Zangen an den Kabelenden komplett mit Kunststoff überzogen sein, um einen Stromschlag zu verhindern. Nur die Spitzen der Zangen dürfen und müssen aus Metall bestehen.

Erst rot, dann schwarz

Als erstes ist das Kabel mit der Signalfarbe an der Reihe, die sofort ins Auge fällt: Rot. Die rote Kabelzange ist mit einem Plus-Zeichen versehen. Also wird sie an den gekennzeichneten Plus-Pol der Batterie geklemmt, die noch funktioniert. Die andere Zange des roten Kabels wird nun an den Plus-Pol der leeren Batterie geklemmt. Nun ist das schwarze Minus-Kabel dran: Erst wird es mit dem Minus-Pol der Spenderbatterie verbunden. Die andere schwarze Zange wird dann aber nicht etwa an die leere Batterie geklemmt, sondern an ein unlackiertes, unbewegliches Metallteil am Motorblock, da es sonst zu Funkenbildung kommen könnte. In manchen moderneren Fahrzeugen gibt es spezielle Anschlussstellen für die Starthilfekabel. Die ARAG Experten raten daher vorab zu einem Blick in die Betriebsanleitung.

Erst Spender, dann Empfänger

Wenn alle Zangen richtig sitzen, muss logischerweise zunächst der Motor mit der noch vollen Batterie gestartet werden. Denn er soll ja die leere Batterie füttern. Nach ein paar Minuten darf das liegengebliebene Fahrzeug gestartet werden. Bei mehr als drei erfolglosen Versuchen empfehlen die ARAG Experten, einen Pannendienst zu rufen. Wenn der Motor aber läuft, sollten am Auto mit der leeren Batterie Licht, Heckscheibenheizung und Gebläse eingeschaltet werden. So wird die Elektronik beim Entfernen der Kabel nicht durch Spannungsspitzen beschädigt.

Der Abbau

Zunächst wird das schwarze Kabel entfernt: Erst beim Spenderfahrzeug, dann beim Empfänger. Danach ist das rote Kabel an der Reihe. Auch dies wird zunächst beim Auto mit der vollen Batterie abgeklemmt, dann vom Pannenfahrzeug. Danach sollte dann eine kleine, mindestens 20-minütige Spritztour unternommen werden, damit sich die Batterie wieder aufladen kann. Wenn möglich, sollten Gebläse, Licht und Co. während der Fahrt ausgeschaltet werden, damit die Batterie schnell regeneriert.

Anschieben statt Überbrücken?

Ist kein Ladekabel zur Hand, raten die ARAG Experten, den Pannendienst zu rufen. Denn sollte es gar nicht an der Batterie liegen, dass das Auto nicht startet, kann Anschieben böse Folgen haben.

Während das Anschieben als Starthilfe bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe ohnehin gar nicht funktioniert, würde ein Dieselauto mehrere Hundert Meter geschoben werden müssen, bevor der Motor anspringt. Bei Benzinern hingegen kann man sein Glück mit Anschieben durchaus versuchen, vorausgesetzt, man findet fleißige Helferlein.

Dabei muss der Fahrer die Kupplung treten und den zweiten Gang einlegen. Nun den Zündschlüssel herumdrehen, den Wagen aber nicht starten. Sobald sich das Auto in Bewegung gesetzt hat, muss der Fahrer Gefühl im Fuß beweisen, die Kupplung kommen lassen und gleichzeitig etwas Gas geben. Auch hier gilt es, möglichst eine kleine Runde zu fahren, bevor der Motor wieder ausgeschaltet wird.

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