Hinzuverdienst zur Rente: Wie viel darf man dazuverdienen?
Wie viel Sie zur Rente hinzuverdienen können, ohne dass sie gekürzt wird, richtet sich nach der Rentenart. Steuerlich zählen zusätzlich Beschäftigungsform und Gesamteinkommen.
Auf den Punkt
-
Zur gesetzlichen Altersrente dürfen Sie unbegrenzt hinzuverdienen. Seit dem 1. Januar 2023 gilt das auch für vorgezogene Altersrenten.
-
Bei Erwerbsminderungsrenten gelten weiterhin Hinzuverdienstgrenzen. Einkommen oberhalb der persönlichen Grenze wird zu 40 % auf die Rente angerechnet. Zusätzlich muss die Tätigkeit zum festgestellten Leistungsvermögen passen.
-
Für Witwen- und Witwerrenten gilt ein Freibetrag statt einer festen Hinzuverdienstgrenze. Vom anrechenbaren Nettoeinkommen oberhalb dieses Freibetrags werden 40 % auf die Hinterbliebenenrente angerechnet.
-
Die Aktivrente kann bis zu 2.000 € Arbeitslohn im Monat steuerfrei stellen. Voraussetzung ist u. a., dass die gesetzliche Regelaltersgrenze erreicht ist und begünstigter Arbeitslohn aus einer nichtselbstständigen Beschäftigung vorliegt.
Hinzuverdienstgrenzen im Überblick
|
Rentenart |
Aktuelle Grenze/Freibetrag |
Was passiert darüber? |
|---|---|---|
|
Altersrente |
keine Hinzuverdienstgrenze |
keine Kürzung der Altersrente |
|
volle Erwerbsminderungsrente |
20.763,75 € im Jahr |
40 % des darüberliegenden Betrags werden auf die Rente angerechnet |
|
teilweise Erwerbsminderungsrente |
individuell, mindestens 41.527,50 € im Jahr |
40 % des Betrags oberhalb der individuellen Grenze werden auf die Rente angerechnet |
|
Witwen-/Witwerrente |
1.122,53 € anrechenbares Nettoeinkommen im Monat gültig 1.7.2026 bis 30.6.2027 |
40 % des Nettoeinkommens oberhalb des Freibetrags werden angerechnet |
Hinzuverdienst zur Altersrente
Seit dem 1. Januar 2023 ist der Hinzuverdienst bei Altersrenten rentenrechtlich nicht mehr begrenzt. Wie hoch der zusätzliche Verdienst ausfällt, spielt für die Rentenhöhe keine Rolle. Vorgezogene Altersrenten sind darin eingeschlossen. Eine bestehende Beschäftigung kann weiterlaufen, eine neue aufgenommen werden, ohne dass allein der Verdienst die Altersrente kürzt.
„Rente mit 63“ bezeichnet verschiedene Formen der vorgezogenen Altersrente. Je nach Rentenart und Geburtsjahr verschiebt sich der tatsächliche Rentenbeginn. Am Hinzuverdienst ändert das nichts: Er bleibt ohne Obergrenze. Steuerfrei ist er deshalb noch lange nicht. Steuerrecht und Rentenrecht folgen hier unterschiedlichen Regeln.
Hinzuverdienst für Rentner über 65: Keine Kürzung der Altersrente
Mit dem 65. Geburtstag ändert sich an der Hinzuverdienstfreiheit nichts. Zusätzlicher Verdienst mindert die Altersrente auch danach nicht. Steuerlich relevant wird vielmehr die persönliche Regelaltersgrenze. Erst ab diesem Zeitpunkt kann etwa die Aktivrente greifen. Je nach Geburtsjahr liegt diese Grenze über 65.
Aktivrente: Bis zu 2.000 € Arbeitslohn im Monat steuerfrei
Mit der Aktivrente bleiben seit dem 1. Januar 2026 bis zu 2.000 € Arbeitslohn im Monat steuerfrei, wenn die gesetzliche Regelaltersgrenze erreicht ist. Bei 2.500 € Monatslohn unterliegen damit nur 500 € der regulären Lohnsteuer.
Der Freibetrag setzt keinen Rentenbezug voraus. Er kann also sowohl neben einer laufenden Altersrente als auch dann genutzt werden, wenn der Rentenbeginn aufgeschoben wurde. An der Höhe der gesetzlichen Rente ändert die Aktivrente nichts. Sie ist eine steuerliche Vergünstigung für Arbeitslohn.
Wer kann die Aktivrente nutzen?
Voraussetzung ist zunächst das Erreichen der persönlichen Regelaltersgrenze. Die Steuerbefreiung greift ab dem Folgemonat. Begünstigt ist Arbeitslohn aus einer nichtselbstständigen Beschäftigung, für den der Arbeitgeber Rentenversicherungsbeiträge oder entsprechende Zuschüsse zu einem berufsständischen Versorgungswerk zahlt.
Eine zuvor bezogene vorgezogene Altersrente steht der Aktivrente nicht entgegen. Bis zur persönlichen Regelaltersgrenze bleibt der Arbeitslohn allerdings noch von der Steuerbefreiung ausgeschlossen.
Nicht begünstigt sind Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit, Arbeitslohn aus einem Beamtenverhältnis und Minijobs. Midijobs können dagegen unter die Aktivrente fallen.
Wie wird der Freibetrag von 2.000 € berechnet?
Der Freibetrag gilt für jeden Kalendermonat einzeln. Nicht ausgeschöpfte Beträge lassen sich weder ansparen noch auf einen späteren Monat übertragen. Bei einem Monatslohn von 1.500 € bleiben daher 1.500 € steuerfrei. Die übrigen 500 € des möglichen Freibetrags verfallen.
Urlaubs- oder Weihnachtsgeld kann ebenfalls von der Aktivrente erfasst sein. Zusammen mit dem laufenden Arbeitslohn bleiben im jeweiligen Monat jedoch höchstens 2.000 € steuerfrei. Die Berücksichtigung erfolgt bereits beim Lohnsteuerabzug durch den Arbeitgeber.
Beispiel
Nach Erreichen der Regelaltersgrenze verdienen Sie 2.800 € im Monat aus einer begünstigten Beschäftigung. 2.000 € bleiben steuerfrei, für die verbleibenden 800 € wird Lohnsteuer nach Ihren individuellen Lohnsteuermerkmalen berechnet. Welche Sozialversicherungsbeiträge anfallen, richtet sich unabhängig von der Aktivrente nach den Regeln für die jeweilige Beschäftigung.
Hinzuverdienst bei Erwerbsminderungsrente: Verdienstgrenze und Leistungsvermögen
Eine Erwerbsminderungsrente schließt eine Beschäftigung nicht aus. Anders als bei der Altersrente kommt es jedoch auf 2 Dinge an: die Höhe des Hinzuverdienstes und den zeitlichen Umfang der Tätigkeit. Beides muss zu den Voraussetzungen passen, unter denen die Rente bewilligt wurde.
Volle Erwerbsminderung liegt in der Regel vor, wenn auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt weniger als 3 Stunden täglich gearbeitet werden kann. Reicht das Leistungsvermögen noch für 3 bis unter 6 Stunden, besteht normalerweise eine teilweise Erwerbsminderung. Eine Ausnahme bildet die arbeitsmarktbedingte volle Erwerbsminderungsrente: Sie kann gezahlt werden, obwohl aus medizinischer Sicht noch eine Teilzeittätigkeit möglich wäre, wenn kein entsprechender Arbeitsplatz zur Verfügung steht.
Ein Verdienst unterhalb der jeweiligen Grenze allein sichert den Rentenanspruch daher nicht. Überschreitet die tatsächliche Arbeitszeit das festgestellte Leistungsvermögen dauerhaft, kann die Rente unabhängig von der Höhe des Einkommens überprüft werden.
Wie hoch ist die Hinzuverdienstgrenze bei voller Erwerbsminderung?
2026 liegt die Hinzuverdienstgrenze bei voller Erwerbsminderung bei 20.763,75 € im Jahr. Ihre Höhe wird jährlich an die sozialversicherungsrechtliche Bezugsgröße angepasst.
Ein höheres Einkommen lässt die Rente nicht sofort entfallen. Von dem Betrag oberhalb der Jahresgrenze werden 40 % auf die Erwerbsminderungsrente angerechnet und auf die einzelnen Monate verteilt. Bei entsprechend hohem Hinzuverdienst kann die Rentenzahlung vollständig entfallen. Die Berechnung richtet sich nach § 96a SGB VI.
Beispielrechnung
Bei einem jährlichen Hinzuverdienst von 22.763,75 € liegt das Einkommen 2.000 € über der Grenze. Davon werden 40 %, also 800 € im Jahr, angerechnet. Die monatliche Erwerbsminderungsrente sinkt dadurch um rund 66,67 €.
Teilweise Erwerbsminderung: Die Grenze wird individuell berechnet
Eine einheitliche Hinzuverdienstgrenze gibt es bei teilweiser Erwerbsminderung nicht. Grundlage für die Berechnung sind die Entgeltpunkte aus dem Kalenderjahr mit dem höchsten Verdienst innerhalb der letzten 15 Kalenderjahre vor Eintritt der Erwerbsminderung. Mindestens 41.527,50 € im Jahr bleiben 2026 anrechnungsfrei.
Vom Verdienst oberhalb dieser persönlichen Grenze werden ebenfalls 40 % auf die Rente angerechnet. Parallel bleibt das Leistungsvermögen maßgeblich: Eine Tätigkeit darf den festgestellten Umfang von weniger als 6 Stunden täglich nicht dauerhaft überschreiten.
Was zählt als Hinzuverdienst bei der Erwerbsminderungsrente?
§ 96a SGB VI berücksichtigt vor allem Arbeitsentgelt aus einer Beschäftigung, Arbeitseinkommen aus selbstständiger Tätigkeit und vergleichbare Einkommen. Je nach Rentenart können weitere Leistungen hinzukommen. Bei teilweiser Erwerbsminderung zählen dazu u. a. Kranken- und Übergangsgeld, bei voller Erwerbsminderung unter bestimmten Voraussetzungen Verletztengeld und Übergangsgeld aus der gesetzlichen Unfallversicherung.
Einkünfte aus dem Ausland können ebenfalls als Hinzuverdienst berücksichtigt werden. Was beim Rentenbezug außerhalb Deutschlands darüber hinaus zu beachten ist, erfahren Sie in unserem Ratgeber zur Rente im Ausland.
Gut zu wissen
Eine neu aufgenommene oder ausgeweitete Beschäftigung müssen Sie der Deutschen Rentenversicherung mitteilen. Anzugeben sind der voraussichtliche Verdienst sowie Art und zeitlicher Umfang der Tätigkeit. Die Mitwirkungspflicht ergibt sich aus § 60 SGB I. Bleibt die Meldung aus und wurde dadurch zu viel Rente gezahlt, kann die Rentenversicherung den Bescheid rückwirkend anpassen und überzahlte Beträge zurückfordern.
Arbeitserprobung: Mehr arbeiten testen
Seit 2024 lässt sich im Rahmen einer Arbeitserprobung testen, ob eine längere Arbeitszeit wieder möglich ist (§ 43 Abs. 7 SGB VI). Sie dauert in der Regel 6 Monate. Währenddessen entfällt der Rentenanspruch nicht allein deshalb, weil das bisher festgestellte Leistungsvermögen überschritten wird. Erweist sich die höhere Arbeitszeit als dauerhaft möglich, prüft die Rentenversicherung den Anspruch anschließend neu. Die Hinzuverdienstgrenzen gelten während der Arbeitserprobung weiter.
Hinzuverdienst bei Witwen- und Witwerrente: Freibetrag statt fester Verdienstgrenze
Eigenes Einkommen kann eine Witwen- oder Witwerrente mindern. Eine Anrechnung erfolgt allerdings erst oberhalb des gesetzlichen Freibetrags. Von dem anrechenbaren Nettoeinkommen, das diesen Freibetrag übersteigt, werden 40 % auf die Hinterbliebenenrente angerechnet.
Seit dem 1. Juli 2026 liegt der Freibetrag bei 1.122,53 € im Monat. Für jedes Kind mit Anspruch auf Waisenrente kommen 238,11 € hinzu. Die Beträge gelten bis zum 30. Juni 2027 und werden anschließend neu festgesetzt.
Welches Einkommen wird auf die Witwenrente angerechnet?
Nicht der Betrag, der tatsächlich auf Ihrem Konto eingeht, entscheidet über die Anrechnung. Die Deutsche Rentenversicherung ermittelt je nach Einkommensart ein pauschaliertes Nettoeinkommen und berücksichtigt dafür gesetzlich festgelegte Abzüge.
Bei normalem Arbeitsentgelt aus einer abhängigen Beschäftigung zieht die Deutsche Rentenversicherung in der Regel 40 % vom Bruttoarbeitsentgelt ab. Aus 2.500 € brutto werden so 1.500 € anrechenbares Nettoeinkommen. Je nach Beschäftigungsform und Versicherungsstatus gelten andere Pauschalabzüge.
So wirkt sich Einkommen oberhalb des Freibetrags aus
Bei einem anrechenbaren Nettoeinkommen von 1.500 € im Monat und ohne waisenrentenberechtigtes Kind liegen 377,47 € über dem aktuellen Freibetrag von 1.122,53 €. Davon werden 40 %, also 150,99 €, auf die Witwen- oder Witwerrente angerechnet.
Für die Berechnung zählt häufig nicht das aktuelle Einkommen, sondern der Durchschnitt des vorherigen Kalenderjahres. Bei der Rentenanpassung zum 1. Juli 2026 wird daher das Einkommen aus 2025 zugrunde gelegt. Veränderungen beim Verdienst schlagen sich folglich nicht immer sofort in der Rentenhöhe nieder.
Keine Einkommensanrechnung im Sterbevierteljahr
In den ersten 3 Kalendermonaten nach dem Sterbemonat bleibt eigenes Einkommen bei der Witwen- oder Witwerrente unberücksichtigt. Erst nach diesem sogenannten Sterbevierteljahr greift die Einkommensanrechnung mit Freibetrag und 40-%-Regel.
Hinzuverdienst zur Rente: Wann fallen Steuern an?
Wie viel vom Hinzuverdienst tatsächlich versteuert wird, hängt nicht allein vom zusätzlichen Verdienst ab. Maßgeblich ist das gesamte zu versteuernde Einkommen. Neben dem steuerpflichtigen Teil der Rente fließen darin etwa Arbeitslohn, Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit oder Vermietung ein.
2026 beträgt der Grundfreibetrag 12.348 €. Bis zu dieser Höhe fällt bei Alleinstehenden keine tarifliche Einkommensteuer an. Für Rentner bedeutet das allerdings nicht, dass sie zusätzlich zur Rente 12.348 € steuerfrei verdienen können: Der steuerpflichtige Teil der Rente zählt bei der Berechnung bereits mit.
Wie viel dürfen Rentner im Monat steuerfrei hinzuverdienen?
Auch bei der Regelaltersrente gibt es keinen eigenen Steuerfreibetrag für den Hinzuverdienst. Maßgeblich bleibt das gesamte zu versteuernde Einkommen. Wie viel steuerfrei bleibt, hängt von der Beschäftigungsform und dem gesamten zu versteuernden Einkommen ab. Nach Erreichen der Regelaltersgrenze können über die Aktivrente bis zu 2.000 € Arbeitslohn im Monat steuerfrei bleiben. Für Minijobs gelten dagegen eigene Steuerregeln und eine gesonderte Verdienstgrenze.
Ist ein Minijob neben der Rente steuerfrei?
Ein Minijob ist nicht automatisch steuerfrei. 2026 liegt die Verdienstgrenze bei 603 € im Monat (7.236 € im Jahr), 2027 beträgt die Minijob-Grenze 633 €. Der Arbeitgeber kann den Arbeitslohn pauschal mit 2 % oder individuell nach den Lohnsteuermerkmalen versteuern. Bei der häufig gewählten Pauschalbesteuerung muss der Minijob-Verdienst von der beschäftigten Person nicht zusätzlich in der Einkommensteuererklärung versteuert werden.
Mit der Aktivrente hat diese Minijob-Grenze nichts zu tun. Minijobs sind von der Aktivrente ausgeschlossen. Der Freibetrag von bis zu 2.000 € gilt nur für begünstigten Arbeitslohn nach Erreichen der Regelaltersgrenze.
Rente beziehen und Vollzeit arbeiten: Welche Abzüge fallen an?
Eine Vollzeitbeschäftigung ist neben einer Altersrente möglich. Vom Arbeitslohn können Lohnsteuer sowie Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung abgehen. Welche Beiträge tatsächlich anfallen, hängt u. a. davon ab, ob die Regelaltersgrenze erreicht ist und eine Voll- oder Teilrente bezogen wird.
Die gesetzliche Rente selbst hat keine Steuerklasse. Für den Arbeitslohn gelten die üblichen Lohnsteuerklassen. Steuerklasse VI wird erst relevant, wenn gleichzeitig Arbeitslohn aus mehreren Dienstverhältnissen bezogen wird. Die gesetzliche Altersrente zählt nicht als weiteres Arbeitsverhältnis.
Minijob und Aktivrente: Was gilt beim Hinzuverdienst?


Minijob und Aktivrente sind getrennte Regelungen: 603 € markieren 2026 die Minijob-Grenze, über die Aktivrente können unter ihren Voraussetzungen bis zu 2.000 € Arbeitslohn im Monat steuerfrei bleiben.
Weiterarbeiten und Rente erhöhen: Welche Möglichkeiten gibt es?
Zusätzliche Beschäftigungszeiten können die gesetzliche Rente erhöhen. Bis zur Regelaltersgrenze bleibt eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auch neben einer vorgezogenen Altersrente rentenversicherungspflichtig. Die daraus erworbenen zusätzlichen Rentenansprüche berücksichtigt die Rentenversicherung mit Erreichen der Regelaltersgrenze.
Jenseits dieser Grenze führen 2 Wege zu einer höheren Rente: den Rentenbeginn aufschieben oder eine Altersvollrente beziehen und freiwillig weiter eigene Rentenversicherungsbeiträge zahlen.
Rentenbeginn aufschieben: 0,5 % Zuschlag pro Monat
Jeder Monat, um den Sie den Rentenbeginn über die Regelaltersgrenze hinausschieben, erhöht die spätere Altersrente um 0,5 %. Nach einem Jahr ergibt sich daraus ein Zuschlag von 6 %. Zusätzlich wirken sich die Beiträge aus einer weiter ausgeübten versicherungspflichtigen Beschäftigung rentensteigernd aus.
Der Zuschlag bleibt dauerhaft Bestandteil der Altersrente. Er ist nicht mit den Abschlägen bei einer vorgezogenen Altersrente zu verwechseln: Hier entsteht ein zusätzlicher Zuschlag für Monate nach Erreichen der Regelaltersgrenze.
Altersvollrente beziehen und weiter Beiträge zahlen
Mit einer Altersvollrente besteht nach Erreichen der Regelaltersgrenze grundsätzlich Versicherungsfreiheit in der Rentenversicherung. Den Arbeitgeberanteil führt der Beschäftigungsbetrieb weiterhin ab. Ein Verzicht auf die Versicherungsfreiheit ändert das. Zahlen Sie selbst weiter Rentenversicherungsbeiträge, wirken sowohl die eigenen Beiträge als auch die des Arbeitgebers rentensteigernd. Die daraus resultierende höhere Rente wird jeweils zum 1. Juli berücksichtigt.
Bei einer Altersteilrente bleibt die Beschäftigung dagegen auch nach Erreichen der Regelaltersgrenze rentenversicherungspflichtig. Die gezahlten Beiträge fließen weiterhin in die Rentenberechnung ein.
Rentenaufschub, Vollrente oder Teilrente: die Unterschiede
|
Variante |
Auswirkung auf die Rente |
|---|---|
|
Rentenbeginn aufschieben und weiterarbeiten |
0,5 % Zuschlag je Aufschub-Monat plus zusätzliche Rentenansprüche aus den gezahlten Beiträgen |
|
Altersvollrente beziehen und weiter eigene Beiträge zahlen |
eigene Beiträge und Arbeitgeberbeiträge erhöhen den Rentenanspruch |
|
Altersvollrente beziehen und versicherungsfrei bleiben |
der Arbeitgeber zahlt seinen Anteil weiter (daraus allein entsteht keine höhere Rente) |
|
Altersteilrente beziehen und weiterarbeiten |
die Rentenversicherungspflicht besteht fort (die Beiträge erhöhen den Rentenanspruch) |