Auf den Punkt

 
  • Hunde benötigen viel Aufmerksamkeit und wollen nicht den ganzen Tag allein gelassen werden.
  • Mit der richtigen Herangehensweise und guter Organisation ist ein Hund trotz 40-Stunden-Woche kein Problem.
  • Bürohunde bringen viele Vorteile für Arbeitnehmende und -gebende.
  • Eine erfolgreich abgeschlossene Hundeerziehung sowie das Einverständnis von Vorgesetzten und Kollegen sind Voraussetzungen für die Mitnahme des Hundes ins Büro.
  • Allergien und Ängste im Kollegium können Knock-Out-Kriterien sein.
 
Vollzeitjob mit Hund planen

Große Verantwortung: Hund trotz 40-Stunden-Woche?

Sich einen Hund trotz 40-Stunden-Woche im Büro zuzulegen erfordert zwar viel Organisation und Motivation, ist aber grundsätzlich kein Problem. Wichtig ist nur, dass Sie sich neben der Vollzeitarbeit genug Zeit nehmen, um Ihrem Vierbeiner die gebührende Fürsorge und benötigte Auslastung zu bieten.

Wer seinen Vierbeiner tagtäglich während der Arbeit mehr als acht Stunden am Stück allein lässt, tut ihm keinen Gefallen. Denn Hunde fühlen sich bereits nach wenigen Stunden einsam. Idealerweise können Sie Ihren Hund mit ins Büro nehmen und so an Ihrer Seite wissen. Natürlich kann es auch mal vorkommen, dass Sie sich wegen unumgänglichenr Überstunden, Geschäftsreisen oder wichtiger Termine nicht um Ihren Hund kümmern können. Das A und O bei der Hundehaltung trotz 40-Stunden-Woche ist daher eine zuverlässige Organisation von geeigneter Hundebetreuung. Spannen Sie beispielsweise Familie und Freunde ein, die sich gerne einige Stunden um Ihren Hund kümmern, oder erkundigen Sie sich nach Hundetagesstätten bzw. -sittern in Ihrer Nähe. Selbstverständlich ist es nicht nötig, Ihrem Hund rund um die Uhr Gesellschaft zu leisten. Wenn Sie mit dem Hund frühzeitig das Alleinsein trainieren, ist es kein Problem ihn für einige Stunden unbeaufsichtigt zu lassen.

Gut zu wissen: Die Eingewöhnung eines Welpen erfordert sehr viel Zeit und Zuneigung. Gerade in den ersten Wochen wird von ihnen viel Aufmerksamkeit gefordert. Sie müssen Ihren Welpen sorgsam sozialisieren und an seine Umwelt gewöhnen. Einige Wochen Urlaub reichen dafür nicht aus. Investieren Sie mehr Zeit in die Welpenerziehung als Ihren fünfwöchigen Jahresurlaub.

 

Wohin mit dem Hund während der Arbeit?

Alternativen zum langen Alleinlassen gibt es viele. Um Ihrem Hund während der Arbeit genug Auslauf zu garantieren, suchen Sie beispielsweise nach Schülern, Rentnern oder Bekannten mit eigenen Vierbeinern in der Nachbarschaft, die zwischendurch gerne mit Ihrem Hund spazieren gehen. Falls Sie nicht das Glück haben in Ihrem direkten Umfeld fündig zu werden, können professionelle Hundesitter diesen Job übernehmen. In der Regel kostet eine einstündige Gassi-Runde dann zwischen 5 und 15 Euro. In größeren Städten finden sich zudem immer häufiger Hundetagesstätten, die Ihren Hund für durchschnittlich 30 Euro ganztägig betreuen.

Den eigenen Hund rund um die Uhr an der Seite zu haben ist für die meisten Hundebesitzer das größte Glück. Einige Jobs bieten die Möglichkeit Hunde in den Arbeitsalltag zu integrieren. Arbeiten Sie beispielsweise in einem Büro, ist es immer häufiger kein Problem den Vierbeiner einfach mit zur Arbeit zu nehmen. Bürohunde sind in vielen Unternehmen willkommen.

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Hunde im Büro – Vorteile für die Firma

Eine kurze Kaffeepause mit dem pelzigen Lieblingskollegen, eine neugierige Hundenase, die unter dem Schreibtisch hervorlugt und die freudige Begrüßung des Vierbeiners beim morgendlichen Start in den Arbeitstag: Die Anwesenheit von Hunden im Büro ist für viele eine willkommene Erweiterung des Teams. Die positiven Auswirkungen von Hunden auf die psychische Gesundheit von Menschen sind in verschiedenen Studien nachgewiesen worden und reichen von beruhigender Wirkung, Stressreduktion bis zur Steigerung der Laune. So entstehen beispielsweise weniger Depressionen oder Burnout-Erkrankungen. So kann ein Bürohund das gesamte Betriebsklima verbessern und nebenbei die soziale Interaktion fördern, da Hunde stets für Gesprächsstoff sorgen.

Auch für die Vierbeiner selbst ist der tägliche Gang ins Büro von Vorteil. Die Nähe zu Menschen oder anderen Bürohunden, Spaziergänge in den Pausen und die dauernde Fürsorge, beschäftigen Ihren Hund und lassen kaum Langweile aufkommen.

 

Welche Jobs eignen sich für Leute mit Hund?

Welche Jobs für Hundebesitzer besonders geeignet sind, kann nicht pauschal gesagt werden. Natürlich gibt es aber Berufe, die die Mitnahme eines Hundes erleichtern. Dazu gehören Tätigkeiten, die sich hauptsächlich in Büros abspielen. Idealerweise gehen Sie Ihrem Job sogar teilweise aus dem Homeoffice nach. Jobs im Einzelhandel oder in industriellen Betrieben erweisen sich hingegen als eher ungeeignetes Umfeld. Hier ist der Hund zu viel Stress ausgesetzt und hat keine Möglichkeit sich zurückzuziehen. Egal, welcher Tätigkeit Sie nachgehen, im ersten Schritt sollten Sie mit Ihrem Chef und den Kollegen klären, ob Sie Ihren Hund mit auf die Arbeit nehmen dürfen und wenn ja, worauf Sie achten sollten.

 

Bürohunde im öffentlichen Dienst

Auch im öffentlichen Dienst bietet es sich an, den Vierbeiner mit ins Büro zu nehmen, solange kein ständiger Kontakt mit Kunden herrscht. Besprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten und den Kollegen, ob Sie Ihren Hund mitnehmen können, oder ob Sie an Tagen, an denen sich keine Betreuung für Ihren Hund organisieren lässt, aus dem Homeoffice arbeiten können.

 

Hunderassen für Berufstätige: Was sind geeignete Bürohunde?

Eine spezielle Bürohund-Rasse gibt es nicht. Neben der Größe, dem Bewegungsdrang und einem freundlichen Charakter spielt auch die Wirkung auf Menschen eine wichtige Rolle. Kleine, süße Hunde werden eher von Kollegen akzeptiert als Listenhunde. Besonders aktive Hunderassen wie zum Beispiel Huskys, Schäferhunde oder Dalmatiner brauchen viel Bewegung, die während eines Büroalltags meist schwierig umsetzbar ist. Geeignete Bürohunde sind daher grundsätzlich eher Gesellschaftshunde mit weniger Bewegungsdrang. Dazu gehören unter anderem:

  • Bulldoggen
  • Golden Retriever
  • Labradore oder Labradoodle
  • Malteser
  • Havaneser
  • Möpse

Ob die ersehnte Gelassenheit und Umgänglichkeit auf den Hund zutreffen, kann man natürlich nicht verallgemeinern. Auch die oben genannten Vierbeiner können Energiebündel sein. Machen Sie sich vor dem Kauf bzw. der Adoption in Ruhe ein genaues Bild und entscheiden Sie dann, ob der Hund vom Charakter und Aktivitätsgrad zu Ihnen sowie Ihrer beruflichen Situation passt und sich als Bürohund eignet.

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Voraussetzungen im Büro

Machen Sie das Büro für Ihren Hund zum zweiten Zuhause

Damit sich Ihr Hund im Büro wohlfühlt, gilt es einiges zu beachten. Schließlich wird Ihr Hund viel Zeit mit Ihnen im Büro verbringen und soll sich dort rundum wohlfühlen. Sorgen Sie dafür, dass er einen festen Rückzugsort bekommt und jederzeit ausreichend Trinkwasser zur Verfügung steht. Zum Zeitvertreib sollte auch immer an Spielzeug gedacht werden. Um Langeweile vorzubeugen, bieten sich Büroräume auch für Suchspiele an. Und natürlich sollten Pausen dazu genutzt werden Spaziergang zu machen oder den Hund durch Ballspiele zu beschäftigen. Das ist für Mensch und Tier eine willkommene Abwechslung.

Wie in den eigenen vier Wänden sind allerdings auch im Büro gewisse Regeln Pflicht. Stimmen Sie mit Ihren Kollegen ab, ob und wie viel sich der Hund frei bewegen darf. Ihr Vierbeiner sollte sich ruhig verhalten können und die Arbeit der Kollegen nicht stören. Wichtige Grundkommandos und die Basics der Welpenerziehung sind Voraussetzung für jeden Bürohund. Gibt es mehrere Hunde im Büro, sollten sie sich an einem neutralen Ort in Ruhe kennenlernen dürfen und gemeinsam ins Büro geführt werden. Damit es nicht zu Streitereien kommt, braucht jeder Hund seinen eigenen Platz.

 

Einen perfekten Platz für den Bürohund finden

Wenn Ihr Hund die Voraussetzungen als Bürohund erfüllt und das Okay von allen Seiten bekommt, können Sie ihn langsam an den Büroalltag gewöhnen. Auch wenn Ihr Hund froh über die gemeinsame Zeit mit Ihnen ist, benötigt er einen Rückzugsort. Am besten einen Platz, an dem er sich von niemandem gestört fühlt und Ihren Kollegen nicht im Weg ist. Das kann ein Körbchen unter dem Schreibtisch oder ein Liegekissen in einer ruhigen Ecke sein. Vermeiden Sie bei der Wahl des Platzes für Ihren Hund im Büro die folgenden Dinge:

  • direkte Sonneneinstrahlung
  • Zugluft
  • laute Geräusche
  • giftige Pflanzen
 

Hund im Büro: Erziehung ist das A und O

Überall gilt: Damit Ihr Hund niemanden stört, muss er gut erzogen sowie stubenrein sein und Kommandos befolgen können. Er sollte auch in der Lage sein, sich ruhig zu verhalten, damit die Konzentration der Kollegen nicht gestört wird. Generell darf der Hund kein Junghund mehr sein, einen Welpen direkt mit zur Arbeit zu nehmen ist ein No-Go. Gerade im jungen Alter benötigen Hunde viel Aufmerksamkeit, der Sie im Büroalltag nicht gerecht werden können. Wenn Sie Ihren Hund erziehen, achten Sie darauf, dass ein gewisser Grundgehorsam entsteht und die wichtigsten Kommandos sitzen. Wenn Sie beispielsweise in ein Meeting gehen, muss Ihr Hund auch mal eine gewisse Zeit ohne Sie auskommen können.

Informieren Sie zusätzlich Ihre Kollegen, wie sie sich zu verhalten haben. Dazu gehört: Was darf Ihr Hund und was nicht, ob und welche Leckerlis okay sind und bei Bedarf auch Basics der Hundesprache. Denken Sie an alles, was für ein harmonisches Zusammensein relevant sein könnte, damit sich Kollegium und Hund gleichermaßen wohlfühlen.

 

Wenn Kollegen etwas gegen Hunde auf der Arbeit haben

Wenn Sie das Okay vom Chef haben, ist Ihr Hund nicht automatisch ein willkommener Gast im Büro. Auch Kollegen haben ein Wörtchen mitzureden. Sprechen Sie mit Mitarbeitenden und klären Sie, ob Kollegen beispielsweise unter einer Tierhaarallergie leiden oder Angst vor Hunden haben. Falls keine direkten Ausschlussgründe vorliegen, aber noch Zweifel bestehen, können Sie ein ungezwungenes Kennenlernen mit Ihrem Hund veranstalten – eventuell bei einem mitttäglichen Spaziergang. Starten Sie danach einen Test, wie die Anwesenheit eines Bürohundes sich auf den Arbeitsalltag auswirkt. So können sich alle Beteiligten gleich mal beschnuppern.

Rechtliches

Rechtslage für Hunde am Arbeitsplatz

Auch wenn Bürohunde mittlerweile etwas Normales sind, darf nicht jeder einfach so seinen Hund mit zur Arbeit bringen. Eine Genehmigung des Arbeitgebers ist Grundvoraussetzung. Die Entscheidung fällt unter das Weisungsrecht des Arbeitgebers. Ebenso wichtig ist das Einverständnis der Kollegen. Eine Art Vertrag für Hunde am Arbeitsplatz oder eine Betriebsvereinbarung für Bürohunde sind hier nützlich. Lassen Sie sich die Erlaubnis schriftlich geben und halten Sie auch das Einverständnis der Kollegen fest. So können Sie zukünftigen Streit und Ärger vermeiden.

Gut zu wissen: Wenn Ihr Arbeitgeber in einem Gebäude lediglich Räume mietet, kann es sein, dass Sie zusätzlich das Einverständnis der Gebäudeverwaltung, des Maklers oder der Vermietung einholen müssen, bevor Sie Ihren Hund mit ins Büro bringen dürfen.

 

Was, wenn mein Hund krank ist?

Für kranke Vierbeiner gibt es keinen gesetzlich geregelten Sonderurlaub. Meist werden Arbeitnehmer zwar für die Zeit beim Tierarzt freigestellt, aber die Bezahlung kann dafür ausfallen oder die fehlenden Stunden müssen nachgearbeitet werden. Wenn Ihr Hund sehr krank ist und es niemanden gibt, der sich um ihn kümmern kann, ist aus Tierschutzgründen der Weg zur Arbeit nicht möglich. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber und versuchen Sie im Ernstfall gemeinsam eine Lösung zu finden.

 

Tag des Bürohundes

Der letzte Freitag im Juni ist seit einigen Jahren internationaler Tag des Bürohundes, auch „Nimm-deinen-Hund-mit-zur-Arbeit-Tag“ genannt. An diesem Tag können Arbeitnehmende ihren Hund mit zur Arbeit bringen, um Unternehmen von einer tierfreundlichen Politik zu überzeugen und für verantwortungsbewusste Hundeadoptionen zu werben.

 

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