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02.01.2017

Sie wollen den Papierberg in Ordnern, Schachteln und Regalen abbauen? Nur zu. Werfen Sie einmal im Jahr einen Blick in die Ordner und sortieren zum Beispiel alte Rechnungen oder Kontoauszüge aus. Bevor Sie den Aktenvernichter anschalten, sollten Sie jedoch wissen, welche Dokumente und Belege Sie wie lange behalten sollten. Wir helfen Ihnen dabei mit unserer Übersicht.

 

Erst lesen, dann ausmisten! Denn manche Dokumente braucht man ein Leben lang.

Privatpersonen: Die wichtigsten Ausbewahrungsfristen
Ein Leben lang Standesamtliche Urkunden wie Geburts- oder Heiratsurkunden oder Sterbeurkunden von Angehörigen
Schul- und Hochschulzeugnisse, Berufsabschlüsse
Ärztliche Gutachten
Belege über Wohneigentum
Mindestens bis zur Rente Unterlagen, die den beruflichen Werdegang dokumentieren wie Arbeitsverträge, Gehaltsabrechnungen, Sozialversicherungsnachweise oder Kündigungen
Für die gesamte Laufzeit Versicherungsunterlagen für jegliche Policen
Unterlagen zu Finanz- und Vorsorgeprodukten wie Tagesgeld, Lebensversicherung oder Sparplan
Für die gesamte Gebrauchsdauer Nachweise für die Hausratversicherung wie Belege über Möbel, Elektronik oder Schmuck
30 Jahre Gerichtsurteile, Mahnbescheide, Kreditunterlagen
6 Jahre Steuerbescheide und eingereichte Steuerunterlagen von Steuerpflichtigen, bei denen die Summe der positiven Einkünfte mehr als 500.000 Euro im Kalenderjahr beträgt
4 Jahre Kontoauszüge oder Überweisungen (Bankunterlagen)
3 Jahre Alte Mietverträge, Kautionsquittungen und Übergabeprotokolle
2 Jahre Kassenbelege (Gewährleistungszeit in der Regel zwei Jahre)
Handwerkerrechnungen (ausnahmsweise fünf Jahre bei der Errichtung von Bauwerken)

Gut zu wissen

 

Frist zur Aufbewahrung des Steuerbescheides und der Steuerunterlagen für Privatpersonen

Eine Frist zur Aufbewahrung des Steuerbescheides und der Steuerunterlagen gibt es für Privatpersonen nicht mehr. Das heißt: Sobald der Steuerbescheid rechtskräftig ist, kann er grundsätzlich entsorgt werden.

Eine Ausnahme gilt laut Abgabenordnung nur für Steuerpflichtige, bei denen die Summe der positiven Einkünfte mehr als 500.000 Euro im Kalenderjahr beträgt. Sie müssen die Steuerunterlagen und Belege sechs Jahre aufbewahren.

 

Warum Handwerkerrechnungen gesammelt werden müssen

Wer Handwerkerleistungen an Haus oder Grundstück beauftragt, ist nach § 14b Abs. 1 Satz 5 des Umsatzsteuergesetzes verpflichtet, Rechnungen, Zahlungsbelege oder andere beweiskräftige Unterlagen zwei Jahre lang aufzubewahren.

Diese Bestimmung betrifft seit 2004 alle Empfänger der entsprechenden Leistungen – ob Eigentümer oder Mieter – und damit letztendlich jeden Steuerzahler. Das dient der verstärkten Bekämpfung von Schwarzarbeit und der damit zusammenhängenden Steuerhinterziehung.

Dokumente nicht einfach in den Hausmüll werfen

Immer wieder nutzen Betrüger private Informationen für ihre Machenschaften. Deshalb ist stets Vorsicht geboten: Dokumente mit sensiblen Daten wie Kontonummern oder Kreditkartendaten sollten nicht einfach im Papierkorb entsorgt, sondern zuvor geschreddert werden. Im Büro- und Elektrohandel gibt es Aktenvernichter, die für den privaten Haushalt geeignet sind, schon für wenig Geld.

Doppelt hält besser

Oft ist es sinnvoll, von wichtigen Dokumenten Kopien anzufertigen und diese getrennt vom Original zu hinterlegen. Oder scannen Sie sie ein und legen sie virtuell ab. Um sich für den Fall eines Einbruchs oder Hausbrands abzusichern, lässt sich für die Originale ein Safe oder Bankschließfach nutzen.

Gut aufbewahrt werden sollte auch eine Liste mit allen wertvollen Einrichtungsgegenständen. Diese Aufstellung hilft laut ARAG Experten der Hausratversicherung im Schadensfall, die Kosten zu beziffern.

Ein Mann, ein Wort

Die meisten Rechtsgeschäfte können in Deutschland per Handschlag, mündlich oder durch schlüssiges Handeln besiegelt werden. Wann ein Vertrag besser oder vorgeschrieben ist, verraten wir Ihnen.

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