Ein Reiseschnäppchen ist kein Grund für den Sonderurlaub von Schülern. Überlegen Sie es sich doppelt, die Schulferien für Ihre Kinder zu verlängern. Das kann ein Bußgeld nach sich ziehen. Und schummeln sollten weder Kinder noch Eltern.

Zu Beginn und Ende von Schulferien macht sich bundesweit ein Phänomen breit: Die Schulklassen sind etwas leerer, weil Eltern eigenmächtig die Ferien ihrer Kinder verlängern, häufig um ein Urlaubsschnäppchen wahrnehmen zu können. Sie umgehen einfach die festgelegten Ferienzeiten der Bundesländer und lassen ihren Nachwuchs ein paar Tage vor oder nach den Schulferien „blaumachen“.

Dabei gibt es Schulfrei nur aus wichtigen Gründen. Lehrer und Schulleiter können Schülern nämlich durchaus ein paar Tage frei geben, etwa für einen Besuch zum runden Geburtstag der Großmutter, einen Umzug oder in einem Trauerfall. Über geplantes Fernbleiben vom Unterricht berichten wir ausführlich in unserem Artikel:

Manchmal hilft eine ehrliche Anfrage

Wollen Sie Ihre Kinder vom Unterricht befreien lassen, müssen Sie dies beantragen. Geht es um einen bis drei Tage, können meist die Klassenlehrer entscheiden. Sollen die Kinder länger als drei Tage fehlen, muss die Schulleitung zustimmen.

Wird Ihr Antrag nicht genehmigt, und Ihre Kinder fehlen zu Beginn oder Ende der Ferien, handelt es sich um eine „Nichtwahrnehmung des Unterrichts“, die in manchen Fällen sanktioniert wird. Nicht nur, dass es in der Schule auffällt, wenn Kinder dem Unterricht fernbleiben; die Polizei hat an Flughäfen in der Vergangenheit schon Kontrollen durchgeführt.

Schulferienverlängerung: Diese Sanktionen sind möglich

Das Ordnungsamt kann beim eigenmächtigen Verlängern von Schulferien Strafgelder verhängen, die in ihrer Höhe sehr schwanken können. Meist ist die Höhe des Ordnungsgeldes von den Bestimmungen des Bundeslands abhängig. Bevor diese höchste Form der Strafe verhängt wird, stehen allerdings zunächst eine Verwarnung durch die Schulleitung oder ein Zeugniseintrag auf der Liste der abgestuften Sanktionsmöglichkeiten. Manche Länder setzen auch auf Prävention und verzichten auf Bußgelder. Bitte beachten Sie, dass diese Angaben ohne Gewähr sind.

Bevor ein Bußgeldbescheid ins Haus flattert, stehen zunächst eine Verwarnung durch die Schulleitung oder ein Zeugniseintrag auf der Liste der abgestuften Sanktionsmöglichkeiten. Wenn die Schulbehörde Bußgelder verhängt, ist die Höhe des Ordnungsgeldes je nach Wohnort extrem unterschiedlich. In München kann das Bußgeld ein echtes Loch in die Reisekasse reißen: Denn im Freistaat wird der wirtschaftliche Vorteil der unerlaubten Ferienverlängerung betrachtet und für die Berechnung der individuellen Bußgeldhöhe zugrunde gelegt. Das Strafgeld wird auf beide Erziehungsberechtigten aufgeteilt. Dabei greift Bayern gleich auf zwei Gesetze zurück – einmal das Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG, § 17) und das Bayerische Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG, Artikel 119). Auch in Bremen wird das gerechte Aufteilen der Bußgelder auf Mama und Papa praktiziert. Dort werden 35 Euro pro Fehltag und Erziehungsberechtigtem angesetzt, und maximal 500 Euro pro Elternteil.

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