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Sie sind schwanger oder wollen es werden? Wir gratulieren. Dann ist es jetzt Zeit, besonders gut auf sich und das werdende Leben zu achten.

In Deutschland haben Sie als Schwangere ein Recht auf eine Schwangerschaftsbetreuung während der Schwangerschaft, bei der Entbindung und einige Wochen danach. Die Kosten dafür werden von den Krankenkassen übernommen. Im Rahmen dieser Schwangerschaftsvorsorge sollen Gesundheitsrisiken von Mutter oder Kind erkannt und behandelt werden. Die Vorsorge wird von Gynäkologen oder Hebammen durchgeführt.

Welche Untersuchungen sind während der Schwangerschaft nötig?

Richtlinien Schwangerschafstvorsorge

Nachdem die Schwangerschaft festgestellt wurde, sollte direkt die erste Schwangerschafts­vorsorge stattfinden. Hierbei werden Sie allgemein durchgecheckt. Eventuelle Risiken werden abgeschätzt oder ausgeschlossen. Außerdem wird eine genaue Untersuchung der Gebärmutter und des Muttermundes vorgenommen. Eine große Blutuntersuchung ist ebenfalls sehr wichtig. Eine Urinprobe gibt Auskunft über Eiweiß und Zuckerwerte. Die Ergebnisse sind wichtig, um mögliche Komplikationen zu erkennen und zu behandeln. Bei der Erstuntersuchung wird außerdem Ultraschall angewendet. Und Sie erhalten Tipps für die tägliche Ernährung.

Nach Abschluss der Untersuchung bekommen Sie einen Mutterpass, in den fortan die Werte und Ergebnisse eingetragen werden. Ihr Blutdruck und der Stand der Gebärmutter in regelmäßigen Intervallen kontrolliert. Urin- und Blutuntersuchungen können ebenfalls vorgenommen werden.

Alle drei bis vier Wochen stehen Schwangerschafts­vorsorge-Termine an. Zwischen der 12. und 14. Schwangerschaftswoche gibt Ihnen die Nackentransparenzmessung Aufschluss über das Risiko eines Downsyndroms für Ihr Kind oder andere mögliche genetische Defekte. Bei dieser Untersuchung wird eine Nackenfalte des Babys per Ultraschall gemessen und abgeklärt, ob diese größer als gewöhnlich ist.

Ab der 18. Schwangerschaftswoche wird es dann Zeit für Ihre Teilnahme an Geburts­vorbereitungskursen. Ab der 29. Woche wird die Lage des Kindes regelmäßig überprüft. In der 32. Schwangerschaftswoche ist der Termin für die Hepatitis B Schwangerschaftsvorsorge.

Gut zu wissen

Schwangere, die eine Beschäftigung ausüben, müssen für die Vorsorgeuntersuchungen von der Arbeit freigestellt werden.

Schwangerschaftsvorsorge durch Hebamme oder Arzt?

Wenn Sie für die Vorsorge eine Hebamme bevorzugen, verlaufen alle Untersuchungen genauso wie bei einem Arzt. Nur der Ultraschall muss in einer Arztpraxis gemacht werden. Ob Sie sich als werdende Mutter für Ihren Frauenarzt oder eine Hebamme entscheiden, steht Ihnen in Deutschland offen.

Für die erste Untersuchung empfiehlt sich allerdings ein Frauenarzt, da dieser direkt mit einem Ultraschall die richtige Einnistung des Embryos in der Gebärmutter untersuchen kann. Auch die Herztöne des Babys sollten zuerst von einem Arzt überwacht werden, da dieser sie ab der siebten Schwangerschaftswoche hören kann, eine Hebamme hingegen erst am Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels.

Wann sollten Sie die Behandlung bei einem Arzt vorziehen? Bei einer Risikoschwangerschaft, Problemen während einer früheren Schwangerschaft oder wenn Sie unter Bluthochdruck oder Diabetes leiden, sind Sie beim Arzt besser aufgehoben. Auch bei vorzeitigen Wehen, Wachstumsstörungen des Babys oder Auffälligkeiten während einer Ultraschalluntersuchung, sollten Sie die Behandlung beim Arzt vorziehen.

Viele Schwangere fühlen sich bei einer Hebamme besser aufgehoben, vor allem wenn es nur noch wenige Wochen bis zur Geburt sind. Dann werden gerne Fragen zu Versorgung und Pflege des Babys oder rund ums Stillen beantwortet. Kombinieren Sie die Vorteile von Arzt und Hebamme für Ihre regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen. Die Hebamme hat mehr Zeit als ein Gynäkologe in seiner Praxis, außerdem können werdende Mütter bereits früh eine Bindung zur Hebamme aufbauen.

Untersuchungen Schwangerschaft
Gut zu wissen

Ein Richtwert besagt, dass während einer Schwangerschaft etwa zehn Vorsorgebehandlungen durchgeführt werden sollten. Dokumentiert werden alle Ergebnisse der Untersuchungen in dem Mutterpass.

Was Blutuntersuchungen aufdecken können

Bestimmt werden mit der Blutuntersuchung die Blutgruppe, der Rhesusfaktor und der Hämoglobinwert. Die Blutuntersuchungen im Rahmen Ihrer Schwangerschaftsvorsorge gibt auch Auskunft über die Immunität gegen Röteln, Syphilis oder andere Antikörper, die dem Ungeborenen Schaden zuführen könnten. Ebenso wird der Eisengehalt im Blut überprüft, um sicher zu stellen, dass das Baby mit genügend Sauerstoff versorgt ist. Die Blutuntersuchungen werden circa alle drei bis vier Wochen durchgeführt.

 

Schon gewusst: Der Hepatitis B Test bei Schwangeren

Hepatitis B ist eine Infektion der Leber und wird unter anderem durch Geschlechtsverkehr übertragen. Bei der Geburt kann der Virus auf das Baby übertragen werden. Um dieser Komplikation entgegenzuwirken, ist der Hepatitis B Test Teil der normalen Vorsorge während der Schwangerschaft. Sollte der Test positiv ausfallen, bekommt das Baby eine Spritze direkt nach der Geburt; eine Behandlung ist ebenfalls möglich.

Was ist bei den drei wichtigen Ultraschalluntersuchungen zu erkennen?

Wichtige Vorsorgetermine nicht versäumen

Im Verlauf der Schwangerschaft sollen drei Ultraschalluntersuchungen stattfinden: am Anfang, in der Mitte und zum Ende. Bei den Untersuchungen können die werdenden Eltern das ungeborene Baby auf einem Monitor sehen. Und haben, wenn gewünscht, die Chance zu sehen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird.

Ärzte überprüfen und sehen die Entwicklung des Kindes, den Sitz des Fötus, den Herzschlag und die Vitalität des Kindes. Bei der Untersuchung wird auch der voraussichtliche Geburtstermin ermittelt.

Was wird beim Triple Test untersucht?

Bei dieser Blutuntersuchung wird anhand der Werte berechnet, ob für Sie das Risiko besteht, ein Baby mit einer Chromosomenstörung zu bekommen. Die Diagnose kann mit einer Fruchtwasseruntersuchung fortgesetzt werden. Der Triple-Test wird zwischen der 14. und 18. Schwangerschaftswoche durchgeführt.

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