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Wenn das letzte Schwangerschaftsdrittel beginnt, steigt die Aufregung bei den werdenden Eltern. Sie wollen sich so gut wie möglich vorbereiten. Woran aber sollten Sie denken? Unsere Checkliste Geburt sagt es Ihnen – nach Themen geordnet und im praktischen Überblick. So können Sie sich auf der Zielgeraden auf das Wichtigste konzentrieren: die Geburt Ihres Kindes.

Die Kliniktasche

Das Packen der Kliniktasche kann für schwangere Frauen eine wahre Herausforderung sein – gerade beim ersten Kind. Was kommt rein? Was bleibt daheim? Gar nicht einfach, den Überblick zu behalten.

Was muss also rein in die Kliniktasche?

Alles, was Sie während und in den ersten Tagen nach der Geburt benötigen – in erster Linie Anziehsachen und Hygieneartikel. Am besten eignet sich bequeme, lockere Kleidung, die nicht einengt und leicht waschbar ist. T-Shirts oder ausrangierte Hemden des Partners, die bis über den Po gehen, sind für eine Geburt perfekt.

Nicht vergessen: dicke Socken, Fettstift, Brille und Zucker

Dicke Socken? Ja, schöne, dicke Norwegersocken oder ähnliches. Packen Sie sie ein. Auch im Sommer. Denn diese Socken können die Länge der Geburt beeinflussen. Was viele werdende Mütter nicht wissen: Kalte Füße bremsen Wehen und verlängern unnötig den Geburtsverlauf.

Ganz oben auf der Liste sollte unbedingt auch ein Fettstift für die Lippen stehen. Wenn es in der Austreibungsphase ans Hecheln geht, werden Ihre Lippen Ihnen dafür danken.

Wenn Sie spontan entbinden möchten und normalerweise Kontaktlinsen tragen, denken Sie daran, Ihre Brille mit in den Kreißsaal zu nehmen: Während weiche Kontaktlinsen beim Pressen selten als unangenehm empfunden werden, empfiehlt sich für Trägerinnen von harten Kontaktlinsen die Brille.

Das Letzte woran eine schwangere Frau in den Wehen denkt, ist Essen. Allerdings zieht sich eine Geburt im Normalfall über Stunden – das kostet Energie. Traubenzucker, Kaugummi und Bananen für die Zeit im Kreißsaal in die Kliniktasche einzupacken, ist garantiert die richtige Entscheidung.

Bei Duschgel, Deo und Bodylotion achten Sie auf duftneutrale Produkte: Der Geruchssinn von Neugeborenen ist empfindlich. Unter Umständen kann es passieren, dass Neugeborene die Brust verweigern, wenn Parfüm den natürlichen Duft der Mutter überdeckt.

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Und fürs Neugeborene?
Für Ihr Baby brauchen Sie für die ersten Tage nichts einzupacken – Windeln, Pflegeprodukte und Anziehsachen für die Dauer Ihres Aufenthalts bekommen Sie im Krankenhaus. Genauso wie Stillkissen, Stilleinlagen, Milchpumpen und Wochenbett-Einlagen. Selbst einen Kinderwagen für eine erste Spazierfahrt bei schönem Wetter gibt es mittlerweile in den meisten Krankenhäusern.

Sie merken: Das Packen der Kliniktasche ist nicht schwierig. Fangen Sie trotzdem lieber früher als später damit an – ganz in Ruhe. Denn wenn die Wehen einsetzen, setzt der mütterliche Verstand für gewöhnlich aus. Sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin ist nicht übertrieben. Stellen Sie sie griffbereit neben die Haustür oder ins Auto und genießen Sie die restliche Zeit bis zur Geburt.

Kleiner Tipp

Wenn Ihr Geburts-Shirt keine Knopfleiste hat, machen Sie vor der Geburt einen kleinen Schnitt am Halsbereich des Shirts. Wenn das Baby das Licht der Welt erblickt, reißen Sie den Schnitt ein Stück auf und legen Ihren Sprössling bequem auf die Brust.

Vorbereitungen für die Hausgeburt

Einfach die Hebamme rufen, wenn es losgeht, und das Baby bequem zu Hause entbinden?

Ein schöner Gedanke, aber eine Hausgeburt stellt viele Ansprüche. Sie muss gemeinsam mit der Hebamme durchdacht, geplant und perfekt organisiert sein, damit in den eigenen vier Wänden optimale Bedingungen herrschen.

Hier eine Übersicht der Dinge, die Sie früh planen sollten:

Organisieren Sie eine Betreuung für Geschwisterkinder – eine Geburt kann gerade auf Kleinkinder beängstigend wirken.
Denken Sie daran, ausreichend Getränke und Lebensmittel im Haus zu haben.
Wünschen Sie sich eine Wassergeburt, haben aber keine Badewanne? Mittlerweile gibt es aufblasbare Geburtswannen zum Mieten.
Wählen Sie ein ruhiges Zimmer als Geburtszimmer, achten Sie auf eine angenehme Raumtemperatur: Um die 24°C sind optimal.
Decken Sie den Ort der Geburt mit Folie oder anderen undurchlässigen Materialien ab, darauf legen Sie Laken oder Handtücher.
Bereiten Sie einen warmen nicht zu grell beleuchteten Wickel- und Untersuchungsplatz für das Neugeborene vor. Wärmen Sie Tücher oder Decken vor, in welche das Baby nach der Geburt eingewickelt wird.
Fragen Sie Ihre Hebamme, was sie für die Geburt benötigt.
Stellen Sie in jedem Fall ausreichend Handtücher, Waschlappen, warmes Wasser, Getränke und Snacks bereit. Am besten bitten Sie Ihren Partner oder eine weitere Person, sich während der Geburt darum zu kümmern und stetig für Nachschub zu sorgen.
Besorgen Sie ausreichend große Baumwollslips, beziehungsweise Einmal-Slips und dicke Binden für das Wochenbett.
Packen Sie zur Sicherheit eine Kliniktasche – Geburtsverläufe lassen sich nicht vorhersagen.

Woran denken bei einer ambulanten Geburt?

Das Kind im Kreißsaal gebären und vier Stunden später nach Hause fahren? Für viele Frauen ist die ambulante Geburt eine Überlegung wert. Gerade zweitgebärende Mütter entscheiden sich gerne für diese Art der Geburt.

Aber kann jede Schwangere ihr Kind ambulant zur Welt bringen?
Im Prinzip ja. Voraussetzung für die Entlassung nach vier Stunden ist allerdings,

dass Mutter und Kind gesund und munter sind. Denn ein Kind zur Welt zu bringen, ist anstrengend und kann den Kreislauf enorm belasten. Nicht wenige Frauen kommen mit dem Wunsch einer ambulanten Geburt ins Krankenhaus, entscheiden sich aber dann zu bleiben. Packen Sie also vorsichtshalber nicht nur eine Tasche für den Kreißsaal, sondern auch für einen Klinikaufenthalt.

Ganz wichtig

Einige Mütter sind nach vier Stunden topfit und verlassen die Klinik. Denken Sie daher an die Babyschale für das Auto und Anziehsachen für das Neugeborene.

Extras für einen Kaiserschnitt?

Für eine Kaiserschnittgeburt gehören im Grunde dieselben Sachen in die Kliniktasche wie bei einer spontanen Entbindung. Unser Tipp: Achten Sie darauf, dass Ihre Hosen und Wochenbett-Slips einen hohen Saum haben, sodass die Ränder nicht auf die Narbe drücken. Wenn Sie durch einen geplanten Kaiserschnitt entbinden, werden Sie Ihr Kind im OP und nicht im Kreißsaal zur Welt bringen. Snacks, Fettstift und dicke Socken müssen also nicht unbedingt in die Kliniktasche.

Männer im Kreißsaal

Werdende Väter im Kreißsaal? Heutzutage eine Selbstverständlichkeit. Trotzdem steckt die Geburtsvorbereitung für Männer vielerorts noch in den Kinderschuhen. Damit im Kreißsaal alles gut läuft, gibt es unsere Checkliste Geburt: Wir verraten Ihnen, wie Sie das Kind schon schaukeln.

Selbst ist der Mann. Werden Sie aktiv: Setzen Sie sich mit dem Thema Geburt auseinander. Gehen Sie mit zum Vorbereitungskurs und zur Geburtsvorsorge. Schauen Sie sich den Kreißsaal an. Lernen Sie die Hebamme Ihrer Frau kennen. Lesen Sie Bücher und Artikel zum Thema Geburt. Suchen Sie Kontakt zu anderen Vätern und fragen Sie ihnen Löcher über Wehen, Kreißsaal etc. in den Bauch. Und vor allem: Schauen Sie sich ein Geburtsvideo an und zwar bis zum Schluss. So bekommen Sie eine Vorstellung davon, was Sie im Kreißsaal erwartet.

Sprechen Sie mit Ihrer Partnerin über die bevorstehende Geburt. Gehen Sie offen mit dem Thema um. Ihre Frau ist mindestens genauso aufgeregt wie Sie. Gehen Sie Bedenken und Ängsten auf den Grund, gemeinsam finden Sie eine Lösung. Diese Gespräche stärken Ihre Verbindung und bereiten Sie darauf vor, das Wunder der Geburt als werdende Familie zu erleben.

Bevor es losgeht und die Wehen einsetzen, klären Sie folgende Dinge:

Ist es in Ordnung, während der Geburt den Kreißsaal zu verlassen?
Ist es gegebenenfalls besser, eine weitere Begleitperson in den Kreißsaal mitzunehmen?
Wie gehen wir mit Schmerzen unter der Geburt um?
Kommen PDA (Periduralanästhesie) oder Beruhigungsmittel in Frage?
Soll die Nabelschnur vom Vater durchtrennt werden?
Wer nimmt das Kind nach der Geburt als erstes entgegen?
Möchten wir das Nebelschnurblut einlagern?
Nehmen wir die Plazenta mit nach Hause?

Unsere Empfehlung

Falls Sie nach der Geburt die Nacht mit Frau und Kind im Krankenhaus verbringen möchten: Die meisten Krankenhäuser bieten Familienzimmer an. Allerdings sind diese begrenzt verfügbar. Wenn Sie die Nacht also nicht auf einem Stuhl verbringen möchten, denken Sie daran, eine Luftmatratze mit ins Auto zu packen.

Checkliste Geburt: Alles, was Sie brauchen, im Überblick

Zur Geburtsanmeldung
Mutterpass
Versichertenkarte der Krankenkasse
Zur Anmeldung des Babys nach der Geburt
Personalausweis
verheiratete Mütter brauchen die Heiratsurkunde
ledige Mütter benötigen zur Anmeldung ihre Geburtsurkunde
geschiedene Mütter müssen eine beglaubigte Familienbuchabschrift mit dem Scheidungsvermerk vorlegen
Zur Geburt im Kreißsaal benötigen Sie
2-3 bequeme T-Shirts oder Hemden
Hausschuhe oder Badeschlappen (falls für Sie eine Wassergeburt in Frage kommt)
warme Socken
Haarband oder Haargummi
Fettstift für die Lippen
Lieblingsmusik (vorher im Kreißsaal nachfragen, ob ein CD- oder MP3-Player vorhanden ist)
Massageöl
Massageball für den Rücken
energiereiche Snacks (Bananen, Traubenzucker oder Müsliriegel)
das Nabelschnurblut-Einlagerungsbesteck
In die Kliniktasche gehören
weite, bequeme Hosen
Still-Shirts
Still-BH (ungefähr 1-2 Cups größer als Ihre eigentliche Größe)
Slips aus Baumwolle (falls Sie nicht auf die Netzhöschen im Krankenhaus zurückgreifen möchten)
Bademantel
Nachthemd oder Pyjama (mit Knopfleiste zum bequemen Stillen)
Pullover oder Strickjacke
Waschlappen
Hygieneartikel (am besten duftneutral)
Fön
Was Ihr Mann in seiner Kliniktasche benötigt
bequeme Kleidung
Wechselshirts für die Geburt
Badeschlappen (praktisch bei Wassergeburten)
Hygieneartikel
Kleingeld (um Snacks, Süßigkeiten oder Getränke aus dem Automaten zu ziehen)
Fotoapparat, Videokamera oder Smartphone für die ersten Bilder
Zeitung, Bücher, Rätsel zur Ablenkung

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