Kaum mehr wegzudenken: Fahrradanhänger zur Beförderung von Kindern, Hunden oder verschiedenen Lasten. Vielleicht liegt es daran, dass sie sicher und bequem sind und der Umwelt gut tun. Wir haben einmal zusammengestellt, worauf Sie beim Kauf eines Hängers achten sollten und welche Inhalte der Straßenverkehrsordnung Sie kennen sollten. Zuerst kommt die Sicherheit!

Was ist sicherer: der Transport von Kindern in einem Fahrradanhänger oder auf einem Fahrrad mit Kindersitz? Mittlerweile gelten Fahrradanhänger als die sicherste Variante, den Nachwuchs mit dem Fahrrad zu befördern. Dies wurde durch Studien belegt und auch durch verschiedene Crashtests bestätigt.

Für Fahrradanhänger spricht außerdem die geringere Verletzungsgefahr, weil der Rahmen des Anhängers einen stabilen Käfig um das Kind bildet.

Und: Die Gurte im Anhänger verhindern ein Herausschleudern der Kinder im Falle einer Kollision wirkungsvoll. Auch bei einem seitlichen Zusammenstoß (Pkw mit 20 km/h) ist ein Kind in einem Anhänger sicherer aufgehoben, weil der Fahrradanhänger in der Regel nicht überrollt, sondern nur weggeschoben wird. Durch den niedrigen Schwerpunkt erhöht sich die Kippsicherheit.

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Anhänger: sicher und bequem

Nicht nur in puncto Sicherheit ist ein Kinderanhänger den handelsüblichen Kindersitzen für Fahrräder überlegen. Auch die Bequemlichkeit fährt per Anhänger mit. Dies gilt besonders bei schlechtem Wetter: Bei entsprechender Ausstattung bieten sie einen guten Wind- und Wetterschutz für die Kleinen, während sie im offenen Fahrrad-Kindersitz schnell frieren und nass werden würden. Mehr Fahrspaß bieten die Höhlen auf Rädern allemal – erst recht in einem Zweisitzer zusammen mit Geschwistern oder Freunden. Nicht zu verachten bietet die größere Bewegungsfreiheit im Hänger auch eine prima Schlafmöglichkeit während längerer Touren.

Was die Straßenverkehrsordnung sagt

Die Beförderung von Personen auf Fahrrädern und in Fahrradanhängern ist in der Straßenverkehrsordnung (StVO) geregelt. Demnach dürfen nur Kinder unter sieben Jahren von mindestens 16 Jahre alten Personen auf dem Fahrrad mitgenommen werden, wenn für die Kinder geeignete Sitze vorhanden sind und durch entsprechende Vorrichtungen verhindert wird, dass die Füße der Kinder in die Speichen geraten.

Ein anderer Paragraph regelt die Mitnahme von Kindern in Anhängern hinter Fahrrädern. Es dürfen bis zu zwei Kinder unter sieben Jahren transportiert werden. Auch hier muss die Person auf dem Zugfahrrad mindestens 16 Jahre alt sein. Eine Ausnahme gibt es für behinderte Kinder. Für sie gilt die Alterbegrenzung nicht.

Auch wichtig: Lastenanhänger dürfen nicht zum Transport von Personen benutzt werden!

Schnelle Pedelecs und E-Bikes, für die man ein Versicherungskennzeichen braucht, dürfen keine Fahrradanhänger ziehen.

Wir empfehlen Radlern wie Mitfahrern ein Fahrradhelm zu tragen, auch wenn in Deutschland keine Helmpflicht besteht. Helme schützen zwar nicht vor Unfällen, aber doch meist vor schweren Kopfverletzungen.

Unser Tipp: Lesen Sie auch unseren ausführlichen Artikel „StVO und Fahrrad“.

Was macht einen sicheren Fahrradanhänger aus?

Der Rahmen des Anhängers soll so gestaltet sein, dass er möglichst leicht und stabil ist und einen geschützten Innenraum bildet.
Hat der Hänger einen Radeingriffschutz? Er stellt sicher, dass die kleinen Mitfahrer nicht mit den Fingern in die Räder des Anhängers geraten können.
Die Räder müssen eine Abweisvorrichtung aufweisen, sodass sie an Hindernissen abgleiten können. Es dürfen auch keine scharfkantigen Teile vorliegen. Ecken und Kanten müssen abgerundet oder auf andere Art und Weise entschärft sein.
Eine hohe Kippsicherheit wird in der Regel durch einen möglichst niedrigen Schwerpunkt und eine breite Spur sowie große Räder (z. B. 20 Zoll Räder) erreicht.
Abnehmbare Räder müssen beispielsweise durch Splinte oder Einrastmechanismen zu sichern sein.
Wie sieht es bei abendlichen Fahrten aus? Bei Dunkelheit ist eine Beleuchtung Pflicht, zum Beispiel durch ein zusätzliches Rücklicht. Schließlich verdecken die meisten Hänger die Sicht auf das Rücklicht Ihres Fahrrades. Stecklampen mit Batteriebetrieb reichen aus. Reflektoren erhöhen die Chance, gesehen zu werden.
Für Benutzer mit wenig Stauraum zu Hause kann es wichtig sein, dass der Fahrradanhänger relativ schnell und flach zusammengelegt werden kann.
Fahrradanhänger: Darauf kommt es an

Auf diese Kennzeichnung sollten Sie achten

Die Europäische Union hat selbstverständlich auch für Fahrradanhänger einen international gültigen Standard erarbeitet. Diese europaweit gültige Norm legt sicherheitstechnische Anforderungen und die entsprechenden Prüfverfahren für zweispurige Fahrradanhänger und deren Verbindungseinrichtungen fest. Zu erkennen ist dies an einer dauerhaften Kennzeichnung am Anhänger mit der Bezeichnung DIN EN 15918. Achten Sie auf das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) oder das Oktagon vom TÜV SÜD.

Jeder Anhänger muss darüber hinaus noch mit folgenden Angaben gekennzeichnet sein:

Modellbezeichnung und/oder der Modellnummer des Anhängers
Name und Anschrift des Herstellers oder seines gesetzlichen Vertreters
höchste Gesamtmasse und Nutzlast
kleinste und größten Stützlast
Mindestalter und maximale Größe der beförderten Personen

Erst gurten, dann starten!

Dieser Grundsatz, der für Autofahrer als selbstverständlich gilt, ist auch für Kinder im Fahrradanhänger Pflicht! Standardmäßig muss ein Kinderanhänger mindestens mit Y-Gurten ausgestattet sein. Die meisten Hersteller bieten noch einen Beckengurt an, der eventuell im Y-Gurt integriert ist. Insgesamt also einen 5-Punkt-Gurt, der sicheren Halt bietet.

Die Gurte sollten am Chassis befestigt sein, außerdem gepolstert und mindestens 25 mm breit. Die Gurtverschlüsse sollten so gestaltet sein, dass sie von Kindern nicht leicht zu öffnen sind. Wichtig ist bei Anhängern mit zwei Sitzen, dass eine mittige Sitzposition mit den erforderlichen Gurten möglich ist, damit eine einseitige Beladung vermieden wird, wenn nur ein Kind mitfährt.

Wenn’s Baby mitfährt

In vielen Kinderanhängern ist sogar der Transport von Babys und Kleinkindern möglich, allerdings nur mit den geeigneten Rückhaltesystemen. Viele Hersteller bieten weiteres Zubehör an, so dass die Kinder entsprechend ihren jeweiligen Entwicklungsstufen sicher transportiert werden können. Von der Babyschale über den Babysitz bis hin zur Sitzstütze für Kinder, deren Rückenmuskulatur noch nicht voll entwickelt ist. Lassen Sie sich im Fachhandel ausführlich beraten. Beispielsweise hilft eine gute Federung, auch kleinere Passagiere gut zu transportieren. Ein Tipp ist auch, die Reifen nicht zu prall aufzupumpen um Erschütterungen abzumildern.

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