04.06.2018

Im Norden heißen sie bezeichnenderweise 'Schietbüdel', in anderen Regionen auch vornehmer Gassi- oder Hundekotbeutel. Doch der Inhalt der kleinen Plastiktüten ist überall gleich. Und wer sie benutzt, ist gut beraten, denn Ignoranz kann in manchen Gemeinden recht teuer werden. Bis zu 1.000 Euro müssen Hundebesitzer jetzt berappen, wenn sie die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner liegenlassen.

Hundekot im Bußgeldkatalog

Angesichts von täglich knapp einer Million Kilogramm Hundekot, die in Deutschland anfällt, ist es nicht verwunderlich, dass es dieses Thema in immer mehr kommunale Satzungen geschafft hat.

Dort ist meist genau geregelt, wie hoch das Bußgeld für nicht entfernte Hundehaufen in den einzelnen Städten ist. Während Herrchen und Frauchen beispielsweise in der Hauptstadt beispielsweise 35 Euro zahlen müssen, greifen Düsseldorfs Bewohner mit bis zu 75 Euro schon tiefer in die Tasche. Noch teurer wird es in Frankfurt: Dort werden bis zu 90 Euro fällig.

Die aktuellen Bußgelder

Welche Bußgelder für das ordnungswidrige Hinterlassen von Hundehaufen auf öffentlichen Plätzen in den einzelnen Bundesländern vorgesehen sind, haben ARAG Experten hier zusammengetragen:

Baden-Württemberg 25 - 150 €
Bayern 20 - 150 €
Berlin 35 €
Brandenburg 10 - 20 €
Bremen 35 - 70 €
Hamburg 30 - 100 €
Hessen 20 €
Mecklenburg-Vorpommern 10 - 20 €
Niedersachsen 50 - 100 €
Nordrhein-Westfalen 10 - 100 €
Rheinland-Pfalz 10,23 - 25,56 €
Saarland 10 - 30 €
Sachsen 10 - 100 €
Sachsen-Anhalt Keine Angaben
Schleswig-Holstein 10 - 20 €
Thüringen 20 €

Natürlich dient der Bußgeldkatalog nur als Richtwert. Nach Auskunft der ARAG Experten darf jede Gemeinde über die Höhe der Strafe selbst bestimmen, maximal bis 1.000 Euro. Es können gegebenenfalls hiervon abweichende Bußgelder verhängt werden!

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