Das Knirschen von Zähnen ist nicht nur ein unschönes Geräusch, es ist auch gesundheitsschädlich, denn auf Dauer entstehen Schäden an Zähnen und Kiefergelenken. Abhilfe schaffen sogenannte Aufbissschienen. Dazu müssen die Knirschschienen perfekt an den Kiefer angepasst werden. Da eine solche Zahnschiene Kosten verursacht, stellt sich die Frage, wer sie übernimmt.

Wann eine Aufbissschiene hilft und wer die Kosten übernimmt

Wer nachts mit den Zähnen knirscht, stört nicht nur den Partner bei der Nachtruhe. Das Knirschen hat weitreichende Folgen für die eigene Gesundheit. Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Schwindel, Ohrenschmerzen und Ohrgeräusche sind nur einige der Symptome, die auf lange Sicht drohen. Auch die Zähne leiden unter der nächtlichen Dauerbelastung. Das Knirschen führt zu einem unnatürlich starken Abrieb, der sich zwar aufhalten, aber nicht rückgängig machen lässt. In schweren Fällen können Zähne sogar abbrechen. Ein zusätzliches Gesundheitsrisiko entsteht durch die angespannte Kiefermuskulatur. Eine Nachtschiene schafft zumeist sofortige Abhilfe, denn sie macht das Knirschen fast unmöglich.

Die Anwendung ist schmerzlos und führt innerhalb weniger Nächte zu einer Verhaltensänderung. Dabei sollten sich die Betroffenen bewusst machen, dass das nächtliche Knirschen ein Symptom ist. Die Gründe liegen zumeist in Stress. Eine genetische Veranlagung und Alkohol verstärken die Wahrscheinlichkeit, dass der Stress sich nachts in Zähneknirschen entlädt. Weitere Auslöser sind bestimmte Medikamente. Allerdings ist die Herstellung einer solchen Schiene mit Kosten verbunden, die nicht zwingend von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden.

Nachfolgend erfahren Sie, welche Schienen es gibt, wo die Vor- und Nachteile liegen und wie es um die Kostenübernahme der damit verbundenen Analysen und Behandlungen steht.

 
 

Wer braucht eine Aufbissschiene?

Der Zahnarzt sieht an den Zähnen, ob sein Patient nachts knirscht. Die Schleifspuren sind ein ernstes Alarmsignal. Aber auch die Kiefermuskulatur gibt wichtige Hinweise. Darüber hinaus kann jeder selbst prüfen, ob er nachts mit den Zähnen knirscht.

 

Beantworten Sie dazu folgende Fragen:

Wenn Sie eine oder mehrere Fragen bejahen können, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie eine Aufbissschiene brauchen.

Sitzen Sie zunächst entspannt und schließen Sie den Mund. Berühren sich die Zähne von Ober- und Unterkiefer?

Haben Sie oft Kopfschmerzen und Kieferschmerzen?
 
 

Ist Ihre Kiefermuskulatur druckempfindlich?
 
 

Wenn Sie nachts durch etwas geweckt werden, ist Ihr Mund entspannt, oder pressen Sie die Zähne aufeinander?

 

Wie teuer sind Aufbissschienen?

Die Kosten für Knirscherschienen variieren je nach Art der Schiene und können bis zu 800 Euro betragen. Die Gesamtkosten setzen sich zusammen aus dem Zahnarzthonorar für die Kiefergelenk-Analyse (Gnathologie) und die Herstellung der Aufbissschiene sowie den Materialkosten für die Schiene.

Das Zahnarzthonorar für die Herstellung der Schiene sowie die Materialkosten übernimmt in der Regel die Krankenkasse. Wir erstatten die Kosten der Kiefergelenk-Analyse (Gnathologie) in Höhe von 150 bis 300 Euro, je nach Tarif bis zu 100 Prozent.

 

Wer übernimmt die Kosten für die Aufbissschiene?

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten nicht, sobald es sich um eine höherwertige Aufbissschiene handelt. Sie zahlt für gewöhnlich eine Schiene pro Jahr. Wer trotz Schiene zunächst noch weiter knirscht, muss eine möglicherweise beschädigte Schiene dann selbst zahlen, oder muss eine entsprechende medizinische Begründung für eine neue Schiene durch den Zahnarzt beim Neuantrag angeben. Die Kosten für die damit verbundene Gnathologie (Kiefergelenkfunktionsanalyse) übernimmt die ARAG je nach Tarif bis zu 100%. Die Aufbissschiene besteht aus Kunststoff und wird auf der Grundlage eines Abdrucks des eigenen Kiefers hergestellt. Sie ist somit maßangefertigt. Das sind die Aufgaben einer solchen Schiene:

  • Zähneknirschen unterbrechen
  • Bissführung garantieren, wenn Zahnersatz nötig wird
  • Erkrankungen des Zahnfleisches aufhalten
  • erkrankte Kiefergelenke entlasten

Ob die Voraussetzungen erfüllt sind, stellt der behandelnde Zahnarzt fest.

Tarif Dent90 - Jederzeit attraktiv versorgt
 

Unsere Zahnzusatzversicherung

Alle Tarife ohne Wartezeit
Kostenübernahme für Funktionsanalyse


Je nach Tarif übernehmen wir zwischen 70 % und 100 % der Kosten Ihrer Funktionsanalyse. Wählen Sie aus 4 Tarifen für den passenden Schutz.

 

Welche Formen der Aufbissschienen gibt es?

Für die Behandlung des nächtlichen Zähneknirschens stehen verschiedene Formen der Schienen zur Verfügung. Dazu gehören u.a.:

  • Positionierungsschienen
  • Schienen für den Oberkiefer
  • Schienen für Unterkiefer

Welche Schiene sinnvoll ist, beurteilt der Zahnarzt. Allerdings kann das weitere Untersuchungsverfahren erfordern, wie eine Funktionsanalyse. Die gesetzlichen Krankenkassen kommen dafür allerdings nicht auf.

Das leisten Entlastungsschienen

Entlastungsschienen sorgen für eine schnelle Entlastung des Kiefers und der Zähne beim Zähneknirschen. Die Schienen werden lediglich auf die Frontzähne gesetzt, die besonders anfällig für Schäden durch das Knirschen sind. Auch diese Schiene wird exakt angepasst. Der Vorteil einer solchen Beißschiene ist, dass sie nicht alle Zähne des Kiefers bedeckt. Das ist vor allem für Personen angenehmer, die mit einer klassischen Schiene nicht schlafen können.

Stabilisierungsschienen für das Kiefergelenk

Stabilisierungsschienen sind funktionsdiagnostische Schienen. Anders als herkömmliche Schienen verhindern sie nicht nur das Knirschen, sondern wirken auch therapeutisch. So kann die Schiene die Fehlstellung des Kiefers wieder korrigieren. Das trägt dazu bei, dass die Symptome schneller nachlassen und die Folgen des Knirschens ausgeglichen werden.
Die Stabilisierungsschiene wird an den Unterkiefer angepasst, da nur der Unterkiefer beweglich ist.

 

Funktionsanalyse für eine exakte Diagnose

Besteht die Neigung zum Zähneknirschen schon länger, kann eine Funktionsanalyse erforderlich sein. Mit ihrer Hilfe kann der Zahnarzt feststellen, ob es für das Verhalten eine organische Ursache gibt und Veränderungen bei der Stellung der Kiefergelenke vorliegen. Schon wenige Millimeter Fehlstellung von Kiefer und Zähnen können weitreichende Folgen haben. Zwar wirkt die klassische Aufbissplatte dem Knirschen entgegen, aber die Ursache bleibt unklar.

Die Kosten für die Funktionsanalyse von bis zu 400 Euro werden von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen. Die Zahnzusatzversicherung der ARAG übernimmt 70 bis 100 Prozent der Kosten, je nach Tarif. Sind weitere Untersuchungen erforderlich, steigen die Kosten noch einmal an. Wenn Ihr Zahnarzt zu einer Aufbissschiene rät, oder Sie Probleme mit einer bereits verordneten Schiene haben, können Sie sich bei der ARAG zur Kostenfrage beraten lassen.

 

Könnte Sie auch interessieren

Unsere Zahnzusatzversicherung

Die neue Zahnzusatzversicherung der ARAG

Entdecken Sie unsere neuen Zahnzusatzversicherung mit vier neuen Tarifen und ganz ohne Wartezeiten!

Zusatzversicherung Kieferorthopädie

Kieferorthopädie

Mit einer Zusatzversicherung für Kieferorthopädie sind weit mehr Behandlungen möglich, als die gesetzliche Krankenkasse unterstützt.

Unser Zahn-Ratgeber

Ratgeber zur Zahnzusatzversicherung

Von A wie Aufbissschiene bis Z wie Zahnunfälle – in unserem Ratgeber erläutern wir Ihnen zahnmedizinische Begriffe einfach und verständlich.