Auf den Punkt

 
  • Es spricht viel dafür, nicht nur eine Katze in der Wohnung zu halten.
  • Wohnungskatzen lieben es, beschäftigt zu werden.
  • Für Freigänger ist eine Katzenklappe nützlich. In gemieteten Räumen sollte sie aber rückbaubar sein.
  • Ein Vermieter kann nicht grundsätzlich die Haltung von Katzen per Mietvertrag verbieten. Ein Verbot ist aber möglich, wenn er Nachteile für seine Wohnung oder die anderen Mieter sieht.
 
Wohnungskatze

Welche Katzenrassen sind für die Wohnung geeignet?

Es ist schwierig, hier eine Empfehlung zu geben, welche Katzen sich besonders gut als Wohnungskatzen eignen. Schließlich sind Katzen Lebewesen mit Charakter. Eine hochpreisige Rassekatzen würde man verständlicherweise eher in einer Wohnung halten, schon um sie vor Diebstahl, Giftködern oder dem Straßenverkehr zu schützen. Aber auch das ist Ansichtssache. Wenn Sie sich mit den Beschreibungen der verschiedenen Katzenrassen beschäftigen, achten Sie auf Adjektive wie „ruhig“, „ausgeglichen“ oder „sozial“. Wenn es heißt „gesellig“, „temperamentvoll“ oder „braucht viel Aufmerksamkeit“, sollten Sie überlegen, ob Sie das in Ihrer Wohnung leisten können. Fragen Sie Katzenhalter mit Wohnungskatzen in Ihrem Umfeld, warum diese sich für eine bestimmte Rasse entschieden haben, und wo die Vor- und Nachteile liegen.

Oft in Wohnungen gehalten werden Katzen der Rassen

  • Perser
  • Norwegische Waldkatze
  • Maine Coon
  • Britisch Kurzhaar
  • Birma
 

Wohnungskatze alleine halten oder lieber zu zweit?

Natürlich kann man Katzen einzeln halten. Einzelkatzen können durchaus glücklich sein, wenn Sie sich ausreichend mit ihnen beschäftigen. Aber vieles spricht auch für eine zweite Katze bei einer reinen Wohnungshaltung. Menschen können Katzengefährten nämlich nur schwer ersetzen: Wer spielt schon stundenlang fangen, verstecken oder misst sich in kleinen harmlosen Raufereien?

Sind Sie öfter außer Haus oder berufstätig, ist eine zweite Katze also ein Segen gegen einsame Stunden – vorausgesetzt, die beiden Tiere verstehen sich. Da ist ein Pärchen aus einem Wurf – egal ob zwei Katzen oder Kater – ideal. Für zwei gleichgeschlechtliche Tiere spricht, dass sie ein ähnliches Spielverhalten zeigen. Bei zwei Katern herrscht häufiger die Gefahr eines Konkurrenzkampfes – auch nach einer Kastration. Für Dritt- und Viertkatzen brauchen Sie eine ziemlich große Wohnung mit genug Rückzugsmöglichkeiten, kuscheligen Schlupfwinkeln und spannenden Klettermöglichkeiten für die Samtpfoten. Studien besagen übrigens, dass Katzen Einzeljäger, aber keine Einzelgänger sind.

 

Wie groß sollte eine Wohnung für eine Katze sein?

Platz ist in der kleinsten Hütte, sogar in einem mittelgroßen Einzimmerappartement im Hochhaus, wenn es katzengerecht, also interessant und abwechslungsreich ist. Katzen haben im Vergleich zu Hunden weniger Ansprüche an Bewegungsfläche. Möglichkeiten zum Klettern, ob als Kratz- und Kletterbaum oder über Regale und Schränke zählen zu einem glücklichen Katzenleben natürlich neben Futter, Wasser, Toilette und Schmuseeinheiten. Das Tierschutzgesetz macht übrigens keine exakten Quadratmeterangaben für den Platzbedarf von Wohnungskatzen. Schaut man ich die Rechtsprechung, findet man einen Fall in Berlin (Kammergericht Berlin, 24 W 6272/90). Hier wurden bis zu vier Katzen auf 42 Quadratmetern gestattet.

 

Katzen beschäftigen – Keine Langeweile aufkommen lassen

Wichtiger als eine große Wohnung ist die Kunst, eine Wohnungskatze ausreichend zu beschäftigen und artgerecht auszulasten – besonders, wenn Sie vorübergehend nicht anwesend sind. Sind Sie handwerklich talentiert, finden Sie im Internet eine Fülle an DIY-Anleitungen. Kreativen Ideen sind hier keine Grenzen gesetzt. Googeln Sie einfach „Katzenspielzeug selber machen“. Sogar Menschen mit „zwei linken Händen“ finden reichlich Bastelideen für selbstgemachtes Spielzeug, mit dem es Stubentigern nicht langweilig wird. Einfaches, fast kostenloses Beispiel: Ein Karton mit zerknülltem Zeitungspapier. Auch die inneren Pappröhren vom Toilettenpapier sind ein beliebtes Material. Unter einen Schrank oder ein Regal geklemmt sind sie ein prima Mauseloch-Ersatz. Ein Highlight, wenn ein Leckerli drin wartet.

 

Was Wohnungskatzen glücklich macht

  • Fummelmatten und Fummelbretter, in denen sie Leckerli suchen können
  • Etwas zum Jagen: Sogenannte Spiel- oder Reizangeln
  • Baldriankissen
  • Clickertraining
  • Kratzbaum in der Nähe eines Fenster, das aber unbedingt verschlossen bleiben muss: Zimmer mit Aussicht
  • Viel Zeit mit ihnen und ausgiebige Streicheleinheiten
 

Muss man Wohnungskatzen impfen?

Impfung, ja oder nein? Und wenn ja, welche? Das ist bei Katzenbesitzern ein heiß diskutiertes Thema. Wir möchten Ihnen mit einigen Fakten aus tierärztlicher Sicht helfen, die richtige Entscheidung zu treffen. Für eine Impfung von Wohnungskatzen spricht, dass sie isoliert leben und dadurch ein schwächeres Immunsystem haben. Entsprechend gefährdeter sind sie für Erreger. Eine RCP Impfung wird empfohlen, aber ganz wichtig ist die Entwurmung alle sechs Monate, da Wurmeier auch mit den Schuhen in die Wohnung gebracht werden können.

Eventuell könnte speziell bei Wohnungskatzen auf eine Tollwutimpfung verzichtet werden. Eine praktische Entscheidungshilfe kann Ihnen die Empfehlung der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) bieten. In ihrer Impftabelle für kleine Haustiere erfahren Sie alles zu den in Deutschland möglichen Impfungen.

 
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Freigänger

Welche Katzenrasse eignet sich als Freigänger?

Katzen mit Auslauf haben möglicherweise ein spannenderes Leben als ihre Artgenossen, die behütet im Haus aufwachsen. Allerdings sind sie auch mehr Gefahren ausgesetzt. Das macht es manchmal etwas aufregender für ihre Besitzer, wenn die geliebte Mieze länger ausbleibt oder Ärger mit anderen Katzen hatte. Freigänger haben eine geringere Lebenserwartung als Wohnungskatzen. Geeignet zum Freigang sind viele Rassen. Sie als Halter entscheiden, ob Sie ihn erlauben. Der „Klassiker“ unter den Freigängern oder Freiläufern ist die Europäische Hauskatze.

 

Wie kann man eine Katze an Freigang gewöhnen?

Übung macht hier den Meister. Gehen Sie gemeinsam mit Ihrem Stubentiger an die frische Luft und bewegen sich idealerweise zunächst in einem geschützten Raum wie einem Garten. Damit sie nicht ausbüxt, könnten sie anfangs eine Leine anlegen – am besten mit einem Geschirr statt einem Halsband. Neugierig wird Ihre Katze Ihnen nach draußen folgen. Feste Zeiten für den Ausflug ins Freie helfen, eine gewissen Routine zu etablieren. In der Dämmerung sollte dann Schluss mit dem erlaubten Streunen sein.

 

Ab wann kann man Katzen frei laufen lassen?

Sind Katzen sechs bis acht Monate alt, kommt die Zeit für den ersten Freigang. Zu diesem Zeitpunkt haben sie eine Art Landkarte im Kopf, an der sie sich orientieren können, um wieder nach Hause zurückzufinden.

Vor dem ersten Freigang: Lassen Sie Ihre Katze chippen, damit Sie Ihnen eindeutig zugeordnet werden kann. Dieser Chip kann später der Sesam-öffne-dich an Ihrer Katzenklappe sein. So kommt nur rein, wer auch hier wohnt. Eine Überlegung wert ist es auch, Katzen vor dem ersten Freigang zu kastrieren, um unerwünschtem Nachwuchs vorzubeugen. Jetzt ist auch der richtige Moment, sich über Impfungen zu informieren.

 

Gibt es ein Freigang-Verbot für Katzen?

Bislang gibt es in Deutschland kein Gesetz, das Katzenbesitzern verbietet, ihre Tiere frei herumlaufen zu lassen. Auch wenn das beispielsweise Vogelfreunden lieb wäre. Möglicherweise würde es schon helfen, den Freigang in der Brutzeit der Vögel – etwa von April bis Juli etwas einzuschränken. Ein Halsband mit Glocke, das die gefiederten Objekte der Begierde warnt, hat den Nachteil, dass Katzen sich damit verletzen können und auch ihr feines Gehör durch das Dauerbimmeln leidet. Entscheiden Sie sich für ein Halsband, wählen Sie eins mit einer Sollbruchstelle.

 

Was ein Freigänger braucht – Von Katzenklappe bis Kratzbaum

Eine Katzentüre oder Katzenklappe ist für Ihre Freigängerkatze das Tor zur Freiheit und der weiten Welt. Zumindest stundenweise. Am besten sind Systeme, die den Katzen es jederzeit ermöglichen – raus- oder wieder reinzukommen. Alles aber nur, wenn Sie es erlauben. Denn Sie könnten sie auch so einstellen, dass die freiheitsliebende Samtpfote abends ins Haus kommen, aber erst am kommenden Morgen zur nächsten Tour aufbrechen kann.

Wichtig zu wissen: Konstruieren sie eine Katzentür oder Katzenklappe in einer Mietwohnung so, dass Sie sie bei einem Umzug wieder zurückbauen können und der Originalzustand wiederhergestellt ist. Über den Einbau eine Katzenklappe sollten Sie also unbedingt mit Ihrem Vermieter sprechen.

Ob Sie Ihrer Freigängerkatze Kratzmöglichkeiten zum Beispiel in Form eines Kratzbaums anbieten, müssen Sie selbst entscheiden. Ein Vorteil liegt auf der Hand: Die oberste Etage wird gerne als Schlafplatz „with a view“ genommen. Kratzen ist manchmal bei Freigängerkatzen zweitrangig. Möglicherweise schont es aber doch Möbel, Polster und Teppiche. Es soll da ganz schicke Designer-Modelle geben.

Kleiner Tipp: Nimmt die Katze das Kratzmöbel nicht an, einfach mal einen anderen Standort ausprobieren.

 

Einbruch durch die Katzenklappe

Die richtige Platzierung einer Katzenklappe will gut überlegt sein. Einbrecher hatten eine solche Klappe genutzt, um einen nicht arretierten Fenstergriff zu öffnen. Die Hausratversicherung musste in diesem Fall nur für einen geringen Teil des Schadens aufkommen – wegen grober Fahrlässigkeit des Versicherungsnehmers (AG Dortmund, Az.: 433 C 10580/07).

 

Umzug mit Katze – Freigänger an neues Zuhause gewöhnen

Nicht nur für Freigänger kann ein Umzug zum Problem werden, weil sie ihr angestammtes und markiertes Revier verlieren. Auch Wohnungskatzen verlieren die gewohnte Umgebung. Katzen binden sich immer an ein Revier, aber nicht unbedingt an einen Menschen. Mit den richtigen Tipps können Sie Ihren Vierbeinern den Ortswechsel aber erleichtern.

 

Umziehen mit Katze leicht gemacht

  • Räumen Sie in der alten Wohnung ein Zimmer leer. Hier wartet Ihre Katze ausgestattet mit Katzenkorb, Katzenklo und ausreichend Futter und Wasser. Und Kontakte mit Umzugshelfern und fremden Möbelpackern werden minimiert.
  • Ist die Wohnung leer, nehmen Sie die Katze in Ihrem eigenen Auto mit zur neuen Bleibe.
  • Richten Sie ihr hier Ihrer Katze ein Zimmer für sich ein, bis alle Möbel aufgebaut sind und sie die neuen vier Wände erkunden darf.
  • Ihr Haustier vorübergehend bei lieben Freunden oder in einer Tierpension einzuquartieren, ist für viele keine Option, denn dies würde einen weiteren „Umzug“ bedeuten. Es kann auch ein zusätzlicher Stressfaktor für die Katze sein, getrennt von ihren Besitzern zu sein. Vor allem, wenn diese schon angefangen haben, für den Umzug zu packen.
 

Nachbarschaftsstreit wegen der eigenen Katze

Wenn ein Garten oder Grundstück von Katzen als Toilette missbraucht wird, sorgt das nicht gerade für Harmonie in der Nachbarschaft. Dennoch muss man das leider dulden. Der Grund liegt in der Natur des Tieres, auf Streifzug zu gehen. Sogar die Beschmutzung von Spielgeräten eines Kindes muss hingenommen werden. Wehren kann man sich erst, wenn das Grundstück als stilles Örtchen für gleich mehrere Tiere aus der Nachbarschaft dient (Amtsgericht Neu-Ulm, Az.: 2 C 947/98).

Keine gute Idee ist es, die Tiere einzufangen. Stattdessen sollte ein konstruktives Gespräch mit den beteiligten Nachbarn gesucht werden. Ein Streitpunkt unter Nachbarn kann es auch sein, wenn sich die jeweiligen Katzen nicht vertragen.

 

Geruchsbelästigung durch Katzenhaltung: Fristlose Kündigung des Mietvertrags?

Fühlen sich Nachbarn durch den Geruch von Katzenurin aus Ihrer Wohnung belästigt und reagieren Sie nicht, hat Ihr Vermieter gute Chancen, Ihnen den Mietvertrag zu kündigen, sogar fristlos. So geschehen in Berlin (LG Berlin, AZ.: 67 S 46/96). Durch den Gestank sei der Hausfrieden erheblich gestört. Die Mieter der Wohnung hatten sich beschwert und die Miete gemindert.

 

Kann man eine Freigängerkatze zur Wohnungskatze machen?

Es ist nicht zu empfehlen, eine an viel Freiheit gewöhnte Katze von heute auf morgen im wahrsten Sinne des Wortes einzusperren. Beispielweise weil es wegen ihr permanent Streit mit den Nachbarn gibt. Sie wird möglicherweise mit „schlechten Angewohnheiten“ reagieren. Zu überlegen wäre eine Lösung, ihr den teilweisen Auslauf zum Beispiel in einen mit Netzen und hohen Zäunen gesicherten Garten zu ermöglichen.

 
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Katze in einer Mietwohnung halten – Was ist zu beachten?

Katzenfreunde sollten als Mieter nicht nur die gemietete Wohnung pfleglich behandeln, sondern sich auch gut um ihre Haustiere kümmern. Beides war im Fall einer Mieterin einer Dreizimmerwohnung nicht gelungen. Sie hatte ihre drei Stubentiger für mehrere Stunden unbeaufsichtigt gelassen. Und diese hatten regelmäßig den Parkettfußboden der Wohnung als Katzenklo missbraucht. Die Folge: Nach Auszug der Mieterin musste das Parkett ausgetauscht und die darunter liegende Betondecke abgefräst werden. Das zahlte die Haftpflichtversicherung der Katzenfreundin nicht. Ihre Begründung, der auch die Richter folgten: Die Wohnung sei durch die Anzahl der Tiere übermäßig genutzt und beansprucht worden (Oberlandesgericht Saarbrücken, Az.: 5 W 72/13).

 

Wie viele Katzen sind in einer Mietwohnungen erlaubt?

Wer frei lebende Katzen hält, die regelmäßig draußen auf Jagd gehen, muss damit rechnen, dass er nur maximal zwei der wilden Stubentiger halten darf. In einem konkreten Fall hatten sich die Nachbarn über den Dreck in ihren Gärten beschwert, der von vier frei laufenden Katzen verursacht wurde. Die Richter entschieden, dass dies nicht zumutbar sei. Der Katzenliebhaber musste daraufhin zwei der Tiere abschaffen (LG Lüneburg, Az.: 4 S 48/04).

Die fristlose Kündigung erhielt eine Frau, deren Katzenliebe zu weit ging. Sie hielt 15 Katzen in ihrem gemieteten Haus. Das zuständige Gericht erklärte die Forderung der Vermieterin für begründet (LG Aurich, Az.: 1 S 275/09).

 

Darf der Vermieter Katzen verbieten?

Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs sind generelle Tierhaltungsverbote im Mietvertrag passé. Das heißt aber nicht, dass Sie grundsätzlich eine oder mehrere Katzen halten dürfen. Der Vermieter könnte es verbieten, wenn er Nachteile für seine Wohnung oder die anderen Mieter sieht wie Ruhestörung oder beispielsweise die Beschädigung seines frischen Parketts.


Eine Münchner Mieterin schaffte sich zwei Katzen an. Der Vermieter verlangte deren Entfernung aus der Wohnung. Vor dem Amtsgericht konnte er einen Teilerfolg verbuchen. Das Gericht bestätigte die Wirksamkeit der Klausel im Mietvertrag zur Tierhaltung. Gleichwohl erkannte es keine triftige Gründe, die Katzenhaltung zu untersagen. Schön für die Katzenfreundin: Ihre Samtpfoten durften bleiben (AG München, Az.: 411 C 6862/12).

 

Sind Katzen Kleintiere?

Gute Frage, ob Katzen Kleintiere sind. Kleintiere sind in Mietwohnungen immer erlaubt. Wären Katzen Kleintiere, hätten Vermieter keine Chance, sie zu verbieten. Zu den Kleintieren im Sinne des Mietrechts gehören aber eher Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen, Ratten, Chinchillas oder Mäuse.

 

Kann Vermieter Katzennetze verbieten?

Ein Balkon ist perfekt für eine Wohnungskatze zur Frischluftkur und als Aussichtsplattform. Mehr Ruhe aber haben Sie, wenn Sie den Balkon mit einem Katzennetz sichern. Sie müssen jedoch Ihren Vermieter oder die Wohnungseigentümergemeinschaft um Erlaubnis bitten. Nicht jeder findet Katzennetze schick.

Auch die Gerichte haben in Sachen Katzennetz schon sehr unterschiedlich entschieden. Glück hatte eine Berliner Katzenbesitzerin. Wie schon andere Nachbarn hatte sie ein Katzennetz angebracht, sogar ohne die Bausubstanz des Mietshauses zu schädigen. Und siegte im Rechtsstreit gegen ihre Vermieterin, die ja auch schon der Haltung der Mieze zugestimmt hatte. Das Netz durfte bleiben (Amtsgericht Berlin-Tempelhof/Kreuzberg, Az.: 18 C 336/19).

Ein Mieter in Augsburg musste sein Katzennetz am Balkon wieder entfernen, weil sein Vermieter der Ansicht war, das Netz störe optisch das Gesamtbild der Fassade erheblich. Die Richter waren sahen das auch so (Amtsgericht Augsburg, Az.: 72 C 4756/14).

 
 

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