Auf den Punkt

 
  • Mit einer gesunden Katze sollten Sie mindestens einmal jährlich zum Tierarzt gehen.
  • Die Kosten für eine tierärztliche Behandlung werden in der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) geregelt.
  • Je nach Schwere des Falles, Zeitaufwand und Zeitpunkt der Behandlung kann ein Tierarzt einen höheren Gebührensatz berechnen.
  • Für einen stressarmen Besuch in der Tierarztpraxis sollten Sie sich gut vorbereiten und versuchen, ruhig zu bleiben.
 
Tierarztbesuch

Wie oft muss man mit Katzen zum Tierarzt?

An einem Tierarztbesuch kommt keine Katze vorbei. Die häufigsten Anlässe für den Besuch in der Kleintierpraxis sind Impfungen, Nachwuchsverhütung, Parasitenverdacht sowie Krankheitssymptome und Verletzungen. Der EU-Heimtierpass für Reisen innerhalb der EU und die Kennzeichnung per Chip sind weitere Gründe für den Gang zum Tierarzt. Die Häufigkeit Ihres Tierarztbesuches hängt bei Katzen auch davon ab, ob Sie eine Wohnungskatze oder einen Freigänger haben. Stubentiger werden erfahrungsgemäß seltener krank. Mit Freigängern kann man schonmal öfter in der Kleintierpraxis oder Tierklinik landen.

Viele Katzenbesitzer lassen ihre tierischen Lieblinge bei der jährlichen Impfung rundum checken: Abtasten, abhören, Ohren, Augen und Zähne kontrollieren. Das macht Sinn, denn eine frühzeitige Diagnose ist beispielsweise bei einer Nierenerkrankung essentiell.

 

Sechs Tipps, wie Sie einer scheuen Katze helfen können

Ängstliche Katzen werden gerne mal zum Tiger, wenn es zum Tierarzt geht. Das kann daran liegen, dass sich Ihre eigene Nervosität auf Ihr Haustier überträgt. Ein paar Kniffe können helfen, dass der Tierarztbesuch für Zwei- und Vierbeiner entspannter wird.

  • Die Wahl der Praxis: Fragen Sie Ihnen bekannte Katzenfreunde nach Empfehlungen für einen kompetenten Arzt. Jeder Praxiswechsel ist ein Neuanfang! Bleiben Sie, wenn möglich bei einem Tierarzt. So kann sich Ihre Katze an den Veterinär und das Personal gewöhnen. Es gibt sogar besonders katzenfreundliche Praxen und Kliniken mit einem Extra-Wartezimmer für Katzenbesitzer.
  • Der Anfahrtsweg: Viele Katzen hassen Autofahrten. Suchen Sie möglichst eine Praxis mit kurzem Anfahrtsweg.
  • Der sichere Transport: Bereiten Sie frühzeitig eine Transportbox vor – gerne ein, zwei Tage vor dem geplanten Besuch.
  • Vorbereitung ist alles: Schreiben Sie sich Ihre Fragen auf und nehmen Stift und Papier für Notizen mit.
  • Cool bleiben: Wenn Sie selbst aufgeregt sind – und wer ist das nicht vor einem Arztbesuch – Ihre Katze wird das merken. Gelingt es Ihnen, ruhig und souverän zu bleiben, helfen Sie ihr. Gutes Zureden unterwegs, im Wartezimmer und auf dem Untersuchungstisch kann Wunder wirken
  • Gut gemacht! Bereiten Sie eine Belohnung für „danach“ vor. Es könnte jedoch sein, dass Ihre Fellnase sie nicht anrührt.
 

Wie Sie stressfrei Ihre Katze zum Tierarzt transportieren

Ortswechsel mögen Katzen nicht so gerne. Sie bleiben am liebsten zu Hause oder in ihrem bekannten Revier. Muss es dann doch einmal sein, wie etwa für den Transport zum Tierarzt, bietet sich eine Transportbox an. Manche Katzen wollen nicht in eine Box gesetzt werden. Doch es gibt ein paar Tricks:

Kaufen Sie eine ausreichend große Transportbox, in der sich Ihre Mieze hinlegen kann und wo sie genug Luft bekommt. Wenn Sie die Box permanent in der Wohnung stehen lassen können, könnten Sie sie als Katzenhöhle tarnen – mit einer weichen Decke. Holen Sie die Box jedoch nur bei Bedarf oder last minute hervor, verunsichern Sie womöglich Ihr Tier. Üben Sie das Hochheben, wenn Ihre Katze das nicht kennt oder mag. Kurz einmal hochgehoben zu werden, kann man trainieren – mit Streicheleinheiten und leckeren Belohnungen. Das hilft Ihnen, Ihre Katze in die Box zu heben.

Und am Tag des Tierarzttermins: Legen Sie ein älteres T-Shirt von Ihnen mit in die Box. Das macht die Transportkiste kuscheliger und der bekannte „Geruch“ kann helfen, den kleinen Patienten zu beruhigen. Auch eine Katzendecke ist eine gute Idee. Diese können Sie dann gleich mit auf den Untersuchungstisch legen.

 
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Hohen Tierarztkosten gelassen entgegentreten

  • Wir übernehmen bis zum 4-fachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte.
  • Auf Wunsch 100 % Kostenübernahme. Selbst für Notdienstgebühren.
  • Schnelle Rückerstattung – Tierarztrechnungen einfach online einreichen.
Behandlung und Kosten

Behandlung beim Tierarzt: Kosten, mit denen Sie rechnen müssen 

Gebührenordnung für Tierärzte

Was man dem Tierarzt für seine Beratung und Behandlung bezahlen muss, steht in der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Dort können Sie recherchieren, was preislich auf Sie zukommen kann. Die Gebührenordnung schlüsselt hunderte Behandlungen, Diagnosen und Sonderleistungen im Detail auf. Erwarten sie aber keine nach Behandlungsarten aufgeschlüsselten Festkosten, sondern sogenannte Gebührensätze. Diese kann der Arzt je nach Schwere des Falles, Zeitaufwand, Zeitpunkt der Behandlung (etwa nachts oder während der Notdienstzeit) anpassen. Man spricht dann vom 1-fachen, 2-fachen, 3-fachen und sogar 4-fachen Satz.

 

Tierarztkosten: Eine Übersicht für Katzenbesitzer

Wie teuer wird der Besuch beim Tierarzt mit einer Katze?

Einfache Routineuntersuchungen werden häufig nach einem 1-fachen GOT-Satz berechnet. So kostet eine allgemeine Untersuchung mit Beratung ab 8,98 Euro. Sie kann aber auch bis zu 26,94 Euro teuer werden. Für komplizierte Behandlungen während der Notdienstzeiten können Tierärzte sogar den 4-fachen Gebührensatz berechnen. Eine stationäre Unterbringung kostet zwischen 9,62 und 28,86 pro Tag. Es handelt sich immer um Nettogebühren zuzüglich Mehrwertsteuer.

Auch Bescheinigungen oder Gutachten müssen bezahlt werden. Eine Impfbescheinigung etwa kostet zwischen 3,85 und 11,55 Euro. Für ein einfaches Gutachten werden 25,65 bis 76,95 Euro fällig. Ein ausführliches Gutachten kann bis zu 250,14 Euro teuer werden.

 

Die Top Ten der häufigsten Behandlungen von Katzen beim Tierarzt

  • Impfung: 175 €
  • Blasenentzündung: 164 €
  • Dermatitis: 187 €
  • Katzenschnupfen: 250 €
  • Niereninsuffizienz: 274 €
  • Lahmheiten: 298 €
  • Magen-Darm-Erkrankungen: 345 €
  • Stoffwechselerkrankungen: 326 €
  • Vergiftung: 488 €
  • Atemnot: 790 €

Dargestellt sind ungefähre Kosten für die Diagnosestellung und Heilbehandlung. In die Berechnung ist immer der dreifache GOT Satz (GOT = Gebührenordnung für Tierärzte) inklusive Medikamentenschätzung eingeflossen. Alle angegebenen Preise befinden sich am Ende der Preisspanne.

Wir übernehmen keine Garantie für die hier genannten Kosten.

 
Operation und Kosten

Was kostet eine Katzen-OP?

Die Kosten für eine Operation Ihrer Katze können nicht pauschal beziffert werden. Jede Operation ist anders und muss individuell durchgeführt werden. Auch hängt es davon ab, ob Blutuntersuchungen, Ultraschall oder Röntgen benötigt werden. Natürlich geht die Spanne von relativ einfachen Eingriffen bis zu komplizierten OPs, aber je schwieriger die Operation, desto teurer kann es für Sie werden.

Die Top Ten der häufigsten Operationen bei Katzen

  • Zahnsanierung: 1226 €
  • Tumor: 1376 €
  • Unfall-Wundversorgung: 2137 €
  • Präputialverschluss: 1905 €
  • Abszessspaltung: 786 €
  • Hornhautnaht:1634 €
  • Fremdkörper: 1992 €
  • Knochenbrüche: 2350 €
  • Blasenstein: 1632 €
  • Wundversorgung: 836 €

Dargestellt sind ungefähre Kosten für die Operation und Nachbehandlung. In die Berechnung ist immer der dreifache GOT Satz (GOT = Gebührenordnung für Tierärzte) inklusive Medikamentenschätzung eingeflossen. Alle angegebenen Preise befinden sich am Ende der Preisspanne.

Wir übernehmen keine Garantie für die hier genannten Kosten.

 
Nebenwirkungen

Wenn sich die Katze nach einem Tierarztbesuch ungewöhnlich benimmt

Schließen Sie nach der Untersuchung die Tür der Tierarztpraxis, können Sie selbst meist aufatmen. Geschafft! Ihre Katze ist aber möglicherweise noch nicht so erleichtert wie Sie. Vor ihr liegt noch der Rückweg nach Hause und sie muss die Eindrücke der ungewohnten Umgebung verkraften. Und ganz besonders die fremde Gerüche, die ihr begegnet sind. Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihre Mieze zu Hause nicht direkt „die alte“ ist. Vielleicht verschmäht Sie Ihren Belohnungs-Leckerbissen oder wirkt angriffslustig. Geben Sie ihr einfach dann die Zeit, die sie braucht, um anzukommen.

Wenn sie sich aber lange ungewöhnlich verhält oder immer mehr zurückzieht, fragen Sie lieber nochmal beim Tierarzt nach oder vereinbaren einen neuen Termin.

 

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