03.11.2011

Scamming

Mit den unterschiedlichsten Tricks versuchen Betrüger im Internet an das Geld ihrer gutgläubigen Opfer zu gelangen, indem sie sie durch das Versprechen einer Leistung oder Information zu einer Zahlung veranlassen. Die ursprünglich von Nigeria ausgehende Betrugsmasche wird durch organisierte Banden mittlerweile auch aus vielen anderen Ländern über das Internet weltweit betrieben. Diese besondere Form der Abzocke wird den Betrügern daher auch unter dem Begriff „Nigeria-Connection“ zugeschrieben oder als Scamming (abgeleitet von scam=Betrug) bezeichnet. Wie die Betrüger vorgehen und wie man sich schützen kann, erläutern die ARAG Experten.

Vorschussbetrug
Bei dem sogenannten Vorschussbetrug werden Internetnutzern per E-Mail größere Geldbeträge, meist höhere Millionenbeträge, in Aussicht gestellt. Um die versprochenen Geldbeträge zu erhalten, sollen die Empfänger nur noch angebliche Verwaltungsauslagen, Bearbeitungs-, Rechtsanwalts- oder Notargebühren vorab bezahlen.

Eine weitere Masche beim Vorschussbetrug wird auch als Love- oder Romance-Scamming bezeichnet. Die Betrüger versprechen ihren Opfern die große Liebe und versuchen auf diese Weise Zahlungen zu ergaunern, nachdem man über E-Mails – meist über eine Partnersuchseite – eine vertrauensvolle Verbindung aufgebaut hat. Plötzlich wird dann eine mitleiderregende und tränenreiche Geschichte von nur vorübergehender Geldnot, z.B. nach einem Überfall oder Unfall, erzählt und um eine finanzielle Vorleistung gebeten.

Oder es werden im Rahmen der Abwicklung von Kfz-Kaufverträgen, der Vermittlung von Arbeitsplätzen, Au-pair-Stellen oder Wohnungen durch die betrügerischen Anbieter Sicherheitszahlungen im Voraus verlangt. Durch neu erfundene plötzlich auftretende Schwierigkeiten sollen immer höhere Beträge von den gutgläubigen Opfern ergaunert werden. Das von den Opfern überwiesene Geld ist dann – genau wie auch die Betrüger – für immer verschwunden.
Die Geschichten
Die ausgedachten Geschichten sind äußerst variabel und phantasiereich. Manchmal geht es um horrende Summen einer krebskranken Millionärin, die ihr Geld außer Landes schaffen will, um die Auflösung der Konten eines gestürzten Diktators, um Millionengewinne in einer ausländischen Lotterie oder um das Vermögen eines ohne Erben verstorbenen Millionärs.

Doch egal welche Geschichten die Betrüger sich ausdenken, um ihre Opfer zur Zahlung zu bewegen, die Masche ist letztendlich immer die gleiche. Den Opfern werden riesige Geldsummen, die große Liebe, der erhoffte Traumjob, die Traumimmobilie oder das seit langem gesuchte Auto versprochen, doch zuvor werden sie zur Kasse gebeten. Der sogenannte Vorschussbetrug ist dabei keine ausschließliche Erfindung des Internets.

Das Internet vereinfacht den Betrügern jedoch ihr Vorgehen, indem sie mit den einfachsten Mitteln falsche Geschichten, Personen, Adressen, Banken oder andere Einrichtungen erschaffen.
Vorsicht!
Der beste Weg, sich vor solchen Betrügereien im Internet zu schützen, ist, äußerste Vorsicht walten zu lassen, wenn man von Unbekannten kontaktiert wird oder mit Personen Informationen austauscht, die man nicht persönlich, sondern nur über das Internet kennt. Dasselbe gilt bei unrealistisch wirkenden Angeboten, etwa der Traumwohnung für wenig Geld.

Sie sollten bei der Preisgabe von privaten Daten grundsätzlich immer vorsichtig sein. Man kann derartige Angriffe daran erkennen, dass die Betrüger schon zu Beginn der Kontaktaufnahme darum bitten, den weiteren Schriftverkehr in englischer Sprache zu führen und dann oft in fehlerhaftem Englisch schreiben.

Typisch ist auch, dass auf Fragen oft nur standardisiert geantwortet wird. Schnell wird vorgeschlagen, ein geschütztes Portal, etwa seriöse Kontakt- oder Partnerbörsen, zu verlassen und über die private E-Mail Adresse zu schreiben. Nach einigen Mails kommt dann das Thema Geld zur Sprache. Man wird dann auch darauf hingewiesen, dass man sich schnell entscheiden oder handeln muss, weil die versprochene Leistung sonst weg ist.

Die Mail-Accounts der Internetbetrüger werden oft über Yahoo oder Hotmail geführt. Die verlangten Zahlungen sollen meist über Western Union oder MoneyGram angewiesen werden.
Strafanzeige erstatten!
Wer bereits einem solchen Betrug zum Opfer gefallen ist, sollte bei der Polizei umgehend Strafanzeige erstatten. Man muss sich jedoch bewusst sein, dass die Täter in den meisten Fällen nicht ermittelt werden können und das Geld sehr wahrscheinlich unwiderruflich verloren ist.

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