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Konflikte mit dem Vermieter oder am Arbeitsplatz, Nachbarschaftsstreit oder Sorgerechtsprobleme mit dem Ex-Partner, die Höhe einer Hecke – warum nicht den Weg aus der Sackgasse selbst finden?

Es tut sich was in Sachen Streitkultur: Heute kommt immer häufiger ein Mediator zum Einsatz. Er erarbeitet die Interessen und Bedürfnisse zusammen mit den Konfliktparteien und am Ende steht im Idealfall eine oft auch sehr kreative Lösung, mit der alle Beteiligten zufrieden sind. Ein wertvolles Verfahren, das wir für Sie näher beleuchten.

Kreativ und konstruktiv statt kämpferisch

Mediatoren helfen den Konfliktpartnern fair zu bleiben, schnell zum Kern des Konflikts vorzudringen und diesen kreativ zu lösen. Es geht nicht darum, den Schuldigen an der Konfliktsituation zu finden, sondern es wird gemeinsam eine Lösung gesucht, mit der alle Beteiligten dauerhaft leben können. Jeder arbeitet aktiv mit und ist dabei nicht der Öffentlichkeit ausgesetzt. Das gewährleistet eine gute Vertrauensbasis als Grundlage für die Mediation.

Oft ist der sachliche Teil des Konflikts lediglich der „Aufhänger“. In der Mediation kann dann nicht nur die „viel zu hohe Hecke“ geklärt werden, sondern gleichzeitig der zukünftige Umgang der Nachbarn miteinander. Das ist ideal, wenn Sie in einem dauerhaften Verhältnis zu Ihrem Konfliktpartner stehen. Denn schließlich wohnen Sie weiterhin neben Ihrem Nachbarn oder arbeiten noch länger in der Firma, mit der Sie Ärger hatten.

Diese Fälle haben gute Chancen mithilfe einer Mediation gelöst zu werden

Icon Haus

Streit mit Nachbarn, Mietern und Vermietern sowie Handwerkern oder Werkstätten

Icon Familie

Familienstreit: Trennung/Scheidung, Sorge-/Umgangsrecht, Betreuung kranker Familienangehöriger, Erbe

Icon Arbeit

Konflikte am Arbeitsplatz zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern oder Mitarbeitern und Vorgesetzten

Icon Vertrag

Probleme aus Verträgen, Privatdarlehen, Immobilienkauf, Möbel-, Autokauf und sonstigen Kaufverträge

So funktioniert Mediation

Wenn zwei sich streiten, hilft ein Dritter. Mediatoren helfen den Konfliktpartnern, fair und schnell den Kern des Konflikts zu erkennen und gemeinsam eine Lösung zu finden, mit der alle Beteiligten dauerhaft leben können.

Was ist Mediation?
 

So läuft das Mediationsverfahren ab

Das Mediationsverfahren kann persönlich oder auf Wunsch auch telefonisch erfolgen. In der Präsenzmediation erläutert der Mediator zunächst das Verfahren und klärt den zeitlichen und finanziellen Rahmen. Der Konflikt wird beleuchtet und in der dann folgenden Bestandsaufnahme wird schriftlich festgehalten, welche Wünsche und Bedürfnisse die Konfliktpartner haben.
Bei der telefonischen Mediation ruft der Mediator abwechselnd die Konfliktparteien an und vermittelt. So kann in den allermeisten Fällen ein Streit bereits schon am Telefon beigelegt werden.

Dann folgt die Sortierung:
Es wird ermittelt, was den Beteiligten wirklich wichtig ist. Überraschungen sind hier nicht selten. Beim Sammeln von Lösungsmöglichkeiten werden alle Vorschläge zusammengetragen – auch solche, die scheinbar nicht infrage kommen. In der Phase der Bewertung werden die Konfliktlösungs-Optionen auf Realisierbarkeit und Akzeptanz geprüft. Und am Ende steht ein Vertrag. Die Lösung wird in einem Memorandum schriftlich festgehalten. Dieser Vertrag ist für die Konfliktparteien bindend.

Die einzelnen Phasen der Mediation

Die Phasen der Mediation: Bestandsaufnahme, Sortierung, Lösungen sammeln, Bewertung, Vertrag

Dies ist eine vereinfachte Darstellung zur besseren Verständlichkeit.

Faktencheck: Interessante Details, die Sie über Mediation wissen sollten

Mediation ist freiwillig

Wenn Sie sich mit einer Mediation nicht anfreunden können, ist das nicht schlimm. Niemand kann Sie zwingen, teilzunehmen. Denn: Mediation lebt von der Freiwilligkeit der Konfliktpartner. In manchen Bundesländern gibt es aber Regelungen, wonach zum Beispiel Nachbarn bei Konflikten erst einen Schiedsmann aufsuchen müssen, ehe sie sich an ein Gericht wenden können.

Der Mediator ist neutral und verschwiegen

Der Mediator ist eine unabhängige und neutrale Person ohne Entscheidungsbefugnis, die die Parteien durch die Mediation führt. Nichts dringt an die Öffentlichkeit, denn der Mediator ist per Gesetz zur Verschwiegenheit verpflichtet. Ausnahmen gelten, etwa wenn das Wohl eines Kindes gefährdet ist. Gerichtsverfahren hingegen sind häufig öffentlich.

Mediation ist schnell und effektiv

Sie können einen Streit in wenigen Tagen beilegen. Ein Rechtsstreit vor Gericht zieht sich häufig über Monate und Jahre hin. Ein Vergleich der von der Europauniversität Viadrina (Frankfurt/Oder) untersuchten Aktenlaufzeiten belegt dies eindeutig: Während ein Fall vor Gericht im Arbeitsrecht auf durchschnittlich 190 Aktenlaufzeit-Tage kommt, sind das bei einer Mediation im Schnitt 13,2 Kalendertage bis zur Lösung. Noch gravierender fällt der Vergleich im allgemeinen Vertragsrecht aus: 580 Aktenlaufzeit-Tage vor Gericht stehen 9,2 Tage bei einer Mediation gegenüber.

Mediation ist oft günstiger als ein Gerichtsverfahren

Pauschal gesagt, ist eine Mediation ist viel günstiger als ein langwieriger Rechtsstreit mit ungewissem Ausgang. Die Kosten hängen davon ab, wie komplex der Streitfall ist. Mediatoren berechnen ihr Honorar in der Regel nach Stundensätzen, für die es allerdings keinen festen Rahmen gibt. Zu Beginn der Mediation wird der Zeit- und Kostenrahmen festgelegt. In der Regel teilen sich beide Parteien am Ende die Kosten. Für Rechtsschutzversicherte der ARAG ist die Mediation Bestandteil ihrer Versicherung. Es entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Das Ergebnis einer Mediation ist bindend

In aller Regel kann das Ergebnis einer Mediation nicht wie ein Richterspruch vollstreckt werden. Aber grundsätzlich sind alle Vereinbarungen, die zwischen zwei Erwachsenen getroffen werden, rechtsverbindlich. Am Ende einer Mediation steht ein privatrechtlicher Vertrag. Wird er nicht eingehalten, kann man prozessieren.

Alle Rechtswege bleiben offen

Ob erfolgreich oder nicht, eine Mediation verbaut nicht den Rechtsweg.

Auch bei Gericht gibt es Mediation: das Güterichtermodell

Auch eine gerichtsinterne Streitschlichtung ist möglich. Bei Gericht heißt der Mediator Güterichter. Er darf beraten, den Parteien Lösungen vorschlagen und – im Unterschied zu den Mediatoren – rechtliche Empfehlungen geben. Urteile darf er nicht fällen, kann aber einen vollstreckbaren Vergleich protokollieren. Die Güteverhandlung vor dem Güterichter wird nur protokolliert, wenn alle Parteien zustimmen.

Das spricht für die Mediation

Fakten zum Thema Mediation

Vier Fragen an unsere Mediatorin Kristina Schwarze

Kristina Schwarze

Kristina Große-Siestrup

Seit Anfang 2012 arbeitet Kristina Schwarze für die ARAG als Mediatorin und Coach und hilft ARAG Kunden, ihre Konflikte außergerichtlich beizulegen.

Wie können Sie als Mediatorin helfen?

"Streitenden Menschen hilft es immer, wenn wir es als Mediatoren schaffen können, Verständnis herzustellen. Ein Perspektivwechsel wirkt manchmal Wunder: Wer sich in den anderen hineinversetzen kann, versteht plötzlich, warum dem Gegenüber etwas sehr wichtig ist. Oft geht es bei Konflikten nicht um ein Problem, sondern um den Umgang miteinander. Das sehen wir in unserer täglichen Arbeit."

Was ist Ihre Rolle als Mediatorin?

"Als Mediatorin bin ich neutral und allparteilich. Ich analysiere den Konflikt und versuche herauszufinden, wo das Problem liegt. Dabei muss ich mich selbst sehr zurücknehmen. Auch wenn die Lösung vielleicht auf der Hand liegt, müssen die Parteien sie selber finden. Dabei helfe ich als Mediatorin mit einer speziellen Fragetechnik."

Macht es Spaß, mit verstrittenen Menschen zu arbeiten?

"Die Arbeit mit Menschen und deren Konflikten eröffnet ein großes Spektrum an Lernpotenzial. Sowohl für die Konfliktpartner, als auch für mich als Mediatorin. Der Spaß ergibt sich für mich aus vielen Komponenten: Dazu gehört der Erfolg, durch Fragetechniken verschiedene festgefahrene Wahrnehmungen aufzubrechen und Verständnis herzustellen. Wenn dieser erste Schritt getan ist, macht es sehr viel Spaß, mit den Konfliktpartnern zusammen neue Wege zu Lösungen zu finden und dabei gemeinsam gestalterisch zu werden.
Dadurch, dass man in jedem Fall mit unterschiedlichen Sichtweisen konfrontiert wird, lernt man, die eigene immer zu hinterfragen.
Für mich persönlich ist es sehr spannend, sich bei jedem Telefonat komplett neu auf unterschiedlichste Charaktere und Stimmungen einzulassen. Es ist eine tägliche Herausforderung, die Neutralität in jedem Fall zu erhalten und dabei ist viel Fingerspitzengefühl und Konzentration erforderlich."

Was würden Sie sich im Hinblick auf Konflikte und ihre Lösung wünschen?

"Schön wäre es, wenn wir mit unserem Angebot zur Mediation einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Konfliktkultur in unserem Land geben könnten. Kreativ und konstruktiv statt kämpferisch. Wir sind schon auf einem guten Weg. Viel mehr Menschen haben heute schon ein Verständnis von den Möglichkeiten der Mediation als noch vor wenigen Jahren. Immer mehr Kunden fragen sogar gezielt nach einem Mediator, wenn sie mit einem Rechtsproblem bei der ARAG anrufen. Früher war Mediation für die meisten sehr exotisch und in der Regel unbekannt."

Ganz konkret: Acht Beispiele aus unserer täglichen Mediationsarbeit

Wie sieht denn Mediation in der Praxis aus? Wo konnten wir schon helfen? Aus rund 10.000 abgeschlossen Fällen haben wir die interessantesten für Sie herausgesucht. Und wir dürfen stolz sein: Unsere Kunden sind von der Mediation begeistert. Ein heiratswilliger Ägypter, ein Vater in Urlaubsnöten oder ein Hunde-Fall.

Allen gemeinsam war ein Problem, das sie selber nicht lösen konnten. Per Mediation konnten wir unseren Kunden wie auch vielen anderen helfen – und freuen uns über Rückmeldungen wie diese: „So schnell wäre ich hier nie zu einer Lösung gekommen!“ oder „Ich würde immer wieder eine Mediation machen!“ oder „Was haben Sie nur mit meinem Vermieter gemacht?“.

Schnell handeln: der Aufhebungsvertrag

Der Fall

Eine Angestellte erhielt eine betriebsbedingte Kündigung, weil der größte Kunde ihres Arbeitgebers die Vertragsbeziehung beendet hatte. Unsere Kundin war zuversichtlich, schnell eine andere Arbeitsstelle zu finden und wünschte sich eine Abfindung, um die Zeit besser überbrücken zu können. Problematisch war hier die dreiwöchige Frist, in der der Aufhebungsvertrag unterschrieben sein musste, weil die Arbeitnehmerin danach keine Möglichkeit mehr gehabt hätte, eine Kündigungsschutzklage zu erheben.

Die Lösung

Die Konfliktparteien verhandelten über die Höhe der Abfindung und konnten sich innerhalb der dreiwöchigen Frist einigen und den Aufhebungsvertrag unterzeichnen. Dieser Fall verdeutlicht, dass auch Konflikte mit laufenden Fristen, insbesondere Kündigungen mithilfe einer Mediation geklärt werden können.

Wenn der Vater mit dem Sohne

Der Fall

Der Vater eines Sohnes lebt in NRW. Seine Frau hat sich von ihm getrennt und ist mit dem gemeinsamen Sohn nach Bayern gezogen. Aufgrund der Entfernung sehen sich Vater und Sohn leider nur noch sehr selten. Um die Pfingstferien mit seinem Sohn verbringen zu können, stellte der Vater einen Urlaubsantrag. Leider blieb ihm sein Arbeitgeber eine Antwort schuldig, so dass er sich eine Woche vor Beginn der Ferien verzweifelt bei der ARAG meldete.

Die Lösung

Die sofortige Kontaktaufnahme der Mediatorin mit dem Arbeitgeber bewirkte, dass dieser den Urlaubsantrag umgehend positiv beschied. Dadurch erlangte unser Kunde die Gewissheit, seinen Sohn in den Ferien bei sich aufnehmen zu können. Es machte ihn sehr glücklich, da die beiden die Möglichkeit bekamen, eine längere Zeit gemeinsam zu verbringen.

Reden hilft

Der Fall

Aufgrund einer Überschreitung der Baugenehmigung musste der Nachbar unseres Kunden sein Haus zurückbauen. Beim Abtragen der Mauer gelangten Steine auf sein Dach und verursachten einige Schäden. Dies teilte unser Kunde seinem Nachbarn mit, der wiederum seine Baufirma um Schadenbeseitigung bat, was diese jedoch nicht tat. Leider wurde jegliche weitere Kommunikation unterlassen, so dass unser Kunde davon ausging, dass sein Nachbar sich nicht gekümmert hat, wobei dieser davon ausging, dass der Schaden längst beseitigt wurde.

Die Lösung

Mithilfe der Mediation konnten die Kommunikationsprobleme zwischen den Nachbarn gelöst werden. Der Nachbar hielt sofort Rücksprache mit seiner Baufirma, die umgehend den Schaden behob. So blieb beiden Seiten eine rechtliche Auseinandersetzung erspart und der Konflikt konnte schnell und unproblematisch gelöst werden. Zudem erlebten die Konfliktparteien den Lerneffekt, dass Kommunikation notwendig ist, damit Probleme erst gar nicht entstehen.

Mietvertrag: Kündigung abgewehrt

Der Fall

Unser Kunde minderte vor zweieinhalb Jahren seine Miete gegenüber seiner Hausverwaltung infolge Baulärms, Dachsanierung und Fahrstuhlausbau. Darüber kam es zu einem Streit, der in einem Vergleich und einer Mietminderung zugunsten unseres Kunden endete.

Später übernahm eine neue Hausverwaltung das Objekt, welche sich offenbar mit der alten Verwaltung nicht abgestimmt hatte. Sie forderte angeblich offene Mieten und drohte mit fristloser Kündigung des Mietverhältnisses. Unser Kunde wollte die angeblichen Ansprüche zumindest einmal begründet haben und glaubte, dass sich die Verwaltung schlicht verrechnet hat.

Die Lösung

In einer Telefonkonferenz kam es erstmals zu einer Annäherung zwischen den Parteien. Die Buchhalterin der Hausverwaltung zeigte sich bereit, gemeinsam mit Kunden und Mediator am Telefon alle streitigen Positionen noch einmal durchzugehen. Schnell war die fristlose Kündigung vom Tisch. Nach eingehender Prüfung der Nebenkostenabrechnungen der letzten Jahre ergab sich dann, dass das Konto unseres Kunden keinen Rückstand, sondern sogar ein Guthaben aufwies. Diese Überzahlung hat er inzwischen ausgezahlt bekommen und ist mit dieser Entwicklung natürlich sehr zufrieden.

Hochzeit mit Hindernissen

Der Fall

Unser ägyptischer Kunde ist seit mehreren Jahren in Deutschland von seiner ägyptischen Frau geschieden. Die Scheidung ist in Ägypten allerdings noch nicht anerkannt worden. Jetzt wollte unser Kunde wieder heiraten. Die Hochzeit war auch schon weitgehend vorbereitet. Dafür musste die Exfrau aber eine Unterschrift beim Konsulat tätigen. Sie verweigerte dies, weil sie sich von ihrem Ex-Ehemann vernachlässigt gefühlt hatte und nicht einsah, dass er immer alles erreicht.

Die Lösung

Nach einem Gespräch mit dem Mediator ist das frühere Ehepaar gemeinsam ins Konsulat gefahren, um die Unterschrift zu leisten und somit den Weg für die neue Heirat frei zu machen. Beiden Parteien liegt grundsätzlich viel an einem guten Kontakt zueinander, da sie auch eine gemeinsame Tochter haben.

Überraschende Wende

Der Fall

Unsere Kundin ist über 70 und hat einen Behinderungsgrad von 80 Prozent. Sie hat ihren Führerschein jetzt seit 50 Jahren und ist bis heute unfallfrei gefahren. Ihr Fahrzeug nutzt sie nur selten, ist aber für die Fahrten zum Arzt und zum Einkaufen auf den Führerschein angewiesen. Die Nachbarn behaupteten gegenüber der Führerscheinstelle, dass es im Laufe der Zeit zu Auffälligkeiten im Straßenverkehr gekommen sei. Daraufhin verfügte die Behörde eine Begutachtungsanordnung, um die Fahrtüchtigkeit unserer Kundin zu testen.

Die Lösung

Vor diesem Test hatte die ältere Dame große Angst. Als in der Mediation die Behörde nach Lösungsmöglichkeiten gefragt wurde, war die Überraschung groß, als diese vorschlug, die Autofahrerin könne sich auch von ihrem Hausarzt ein umfassendes Attest ausstellen lassen, um die Fahrtüchtigkeit festzustellen. Unsere Kundin erhielt das Attest und konnte so den für sie sehr strapaziösen Test umgehen. Der Führerschein ist gerettet.

21 Frauen zur Auswahl

Der Fall

Der 73-jährige Mann schloss bei sich zu Hause einen Partnervermittlungsvertrag ab, da er nach 55 Jahren Ehe- und Witwerdasein wieder an einer Partnerschaft interessiert war. Seinem Wunsch, ihn in seinem Steckbrief um fünf Jahre zu verjüngen, kam der Vermittler nicht nach. Nachdem unserem Kunden dann nach einem Monat auch keine – wie seiner Auffassung nach angekündigt – 21 Frauen vorgestellt wurden und zudem auch bisher keine seinen Geschmack getroffen hatte, wollte er vom Vertrag zurücktreten.

Die Lösung

Während der geführten Gespräche kam heraus, dass unser Kunde nicht wusste, dass die Vermittlungsagentur ihm einen immer wieder aktualisierten Pool von 21 Frauen sicherstellt und zwar über ein Jahr hinweg. Es wurde dann herausgearbeitet, dass das Hauptinteresse des Witwers nicht die Auflösung des Vertrags war, sondern in einer neuen Partnerschaft lag. Daher war das Ergebnis, dass er im Vertrag bleiben und sich weitere Anwärterinnen vorstellen lassen möchte.

Therapiehund Wotan

Der Fall

Unsere Kundin besucht regelmäßig mit Therapiehunden eine Schule für geistig und körperlich behinderte Kinder und hatte sich zu diesem Zweck einen neuen Therapiehund namens „Wotan“ ausgesucht. Ein paar Tage später wurde ihr ein Hund gebracht. Auffällig war, dass er nicht die Qualitäten des Tieres hatte, das sie kennen gelernt hatte. In den Unterlagen befand sich ein Bild von Wotan als junger Hund.

Die Lösung

Nach Absprache mit der Mediatorin verglich unsere Kundin noch einmal Bild mit Hund und konnte feststellen, dass beim „Wotan-Ersatz“ die weiße Pfote fehlte, die er noch als Welpe gehabt hatte. Mit diesen Tatsachen konfrontiert, lenkte der Hundeverkäufer ein und brachte unserer Kundin den richtigen „Wotan“ – sehr zur Freude von Frauchen und Schülern.

Was Sie zum Mediationsgesetz wissen sollten

Icon Paragraphen Weiß Blau

Der deutsche Gesetzgeber hat ein starkes Interesse an Mediation. Daher hat das Bundesjustizministerium ein Gesetz zur Förderung der Mediation und anderer Verfahren der außergerichtlichen Konfliktbeilegung geschaffen.

Das Ziel: Mediation soll den Parteien helfen, ihre Streitigkeiten eigenverantwortlich zu lösen. Außerdem sollen Gerichtsverfahren vermieden und damit die Justiz entlastet werden. Das Gesetz regelt außergerichtliche, gerichtliche und gerichtsnahe Mediation. Das Gesetz definiert und beschreibt außerdem die wesentlichen Aufgaben der Mediatoren.

Wie wird man Mediator oder Mediatorin?

Mediatoren kommen in Deutschland am häufigsten aus psychosozialen, juristischen oder kaufmännischen Ursprungsberufen. Es braucht unter anderem Verhandlungsgeschick und psychologische Gesprächstechniken, um als Mediator erfolgreich zu sein. Es gibt allerdings keine einheitliche Mediationsausbildung. Das Gesetz zur Förderung der Mediation verlangt, dass Mediatoren durch eine geeignete Ausbildung und eine regelmäßige Fortbildung sicherstellen, dass sie über theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrungen verfügen, um die Parteien durch die Mediation führen zu können.

Lernen Sie die ARAG Mediatoren kennen.
Sie erzählen über ihre Ausbildung und worin sie sich spezialisiert haben. Erfahren Sie, wofür sie zuständig sind und – wie sie aussehen.

ARAG und Mediation

Sie haben die Wahl

Bei uns gibt es zwei Arten, sich für den Konfliktfall abzusichern. Sie können schon heute dafür sorgen, dass Sie im Fall der Fälle geschützt sind. Oder Sie sichern sich einmalige Unterstützung – auch dann, wenn bereits ein Konflikt besteht!

Rechtsschutzversicherung

Die ARAG hat die Vorteile der Mediation schon seit langem erkannt – bereits seit 2010 enthalten alle unsere Rechtsschutzversicherungen die Möglichkeit zur Mediation bei zivilrechtlichen Auseinandersetzungen. Für unsere Kunden ist die Mediation freiwillig und ohne zusätzliche Kosten. Außerdem wird bei einer Mediation keine Selbstbeteiligung erhoben.

Wir legen großen Wert darauf, Konflikten vorzubeugen und rechtliche Streitigkeiten zu vermeiden. Wenn Sie also als unser Kunde ein rechtliches Problem haben, rufen Sie am besten den ARAG Rechts-Service an.

0211 99 333 99

Konfliktberatung und Mediation

Sie haben einen akuten Konfliktfall?

Das können wir sehr gut

Der TÜV Saarland hat unseren Mediatoren mit der Note „sehr gut“ bescheinigt, dass sie ausgezeichnete Arbeit leisten. Uns freut besonders, dass sie die einzigen Mediatoren mit TÜV-Zertifizierung in Deutschland sind. Die befragten Kunden lobten vor allem die Freundlichkeit unserer Kollegen, ihr intensives Interesse am Problem und die Zeit, die sie sich für die Gespräche nehmen.

Tüv Saarland: Sehr gute Kundenzufriedenheit bei der Mediation

Mediation von Kindesbeinen an: So engagieren wir uns an Schulen

Icon Schüler Blau

Schulmediation ist ein Verfahren zur Lösung von Konflikten zwischen Schülern und Schülerinnen, das speziell ausgebildete Konfliktlotsen und Lotsinnen leiten. Nach ihrer Ausbildung stehen die Konfliktlotsen jüngeren Mitschülern zur Verfügung. Diese Form von Vermittlung können Kinder aller Altersklassen erlernen. Das Schulmediationsgespräch findet in einem Raum statt, der für Schulmediation hergerichtet wird. Die Teilnahme der Streitenden an dem Gespräch sowie die Annahme der Ergebnisse sind freiwillig. Ausgebildete Lehrkräfte koordinieren die Ausbildung und unterstützen die Konfliktlotsen bei ihrer Arbeit.

Schiedsamtsverfahren – erst schlichten, dann richten

Eine erprobte Möglichkeit zur Streitbeilegung ist das auch das so genannte Schiedsamtsverfahren. Schiedspersonen versuchen, in der ruhigen Atmosphäre des Schiedsamtes, Streit zu schlichten. Die Verhandlung ist nicht öffentlich. Schiedsmänner und Schiedsfrauen sind zur Neutralität und Verschwiegenheit verpflichtet. Sie sind auch außerhalb normaler Arbeitszeiten, am Wochenende und an Feiertagen erreichbar. Ihr Einsatz ist äußerst verbraucherfreundlich und kostengünstig. Die Schiedstätigkeit ist ein Ehrenamt. Sie sind interessiert? Spezielle Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, aber gesunde Menschenkenntnis, Lebenserfahrung und viel Geduld. Sie erhalten eine spezielle Ausbildung und werden vom zuständigen Amtsgericht vereidigt und betreut.

Um die Amtsgerichte zu entlasten, müssen Streitende bei bestimmten Sachverhalten in einigen Bundesländern zunächst versuchen, einen Konflikt bei einem Schiedsmann beizulegen, ehe sie Klage einreichen können. Typisch dafür sind

  • vermögensrechtlicher Streit mit einem Streitwert bis zu 750 Euro
  • Konflikte unter Nachbarn
  • Ehrverletzungen wie Beleidigung
  • Körperverletzung
  • Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch

So funktioniert das Schiedsamtsverfahren

  • Örtlich zuständig ist immer die Schiedsstelle am Wohnsitz des Antragsgegners. Name, Adresse und Telefonnummer der zuständigen Schiedsperson sind bei der Gemeinde, der Stadtverwaltung, dem Amtsgericht oder der Polizei hinterlegt.
  • Sie stellen einen Antrag bei der Schiedsperson. Darin schildern Sie den Sachverhalt und benennen die Gegenpartei.
  • Sie zahlen einen Vorschuss. Finanzschwache Antragsteller müssen bei entsprechendem Nachweis nichts zahlen.
  • Der Schiedsmann lädt Ihren Gegner zu einer Schlichtungsverhandlung vor. Das Ziel: eine gütliche Einigung.
  • Eine abgeschlossene Vereinbarung beendet den Streit in über 50 Prozent der Fälle.
  • Können Sie sich nicht einigen, erhält der Antragsteller in der Regel in Strafsachen eine Sühnebescheinigung und in Zivilsachen eine Erfolglosigkeitsbescheinigung.

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