Ihr Zahnarzt hat Ihnen für sich oder Ihre Kinder eine Zahnversiegelung empfohlen, um Karies zu vermeiden? In diesem Beitrag erfahren Sie, was es mit einer Fissurenversiegelung auf sich hat und wie es um die Kostenübernahme bestellt ist.

Kosten für eine Fissurenversiegelung und was die Krankenkasse übernimmt

Auf einen Blick: Welche Kosten für Fissurenversiegelungen tragen gesetzliche Krankenkassen und welche Kosten werden nur von privaten Zahnzusatzversicherungen getragen?

Gesetzliche Krankenkasse Nur bei unter 18-jährigen Nur bei Backenzähnen 6 und 7
Zahnzusatz­versicherung Auch bei Erwachsenen Auch bei weiteren Backenzähnen

Was ist eine Fissurenversiegelung und wie lange hält sie?

Bis zu 70% weniger Karies durch Fissurenversiegelung

Das Wort Fissur (lat. Spalte, Furche oder Einschnitt) beschreibt in der Zahnmedizin das Relief auf der Kaufläche der Seitenzähne (Backenzähne). Sie kommen natürlich vor und garantieren, dass die gegenüberliegenden Seitenzähne beim Kauen ineinander greifen. Ohne dieses Relief wäre es nicht möglich, z. B. Fleisch oder Gemüse zu zerkauen. Bei einer völlig glatten Oberfläche würde die Nahrung nur verschoben. Das Relief ermöglicht es, die Nahrung festzuhalten und die Fasern zu zerreißen. Aus diesem Grund verlaufen die Fissuren auch in verschiedenen Richtungen.

Die Vertiefungen der Fissuren müssen besonders gründlich gereinigt werden. Allerdings ist das nicht ganz einfach, denn Fissuren verlaufen längs und quer. Das erschwert das sorgfältige Reinigen mit der Zahnbürste erheblich. Die tiefste Stelle der Fissur ist enger als eine einzelne Borste der Zahnbürste.

Hinzu kommt, dass die tiefste Stelle der Fissur mit einem Eingang zu vergleichen ist, unter dem eine Erweiterung liegt. Diese „Ampulle“ ist für die Zahnbürste nicht zu erreichen. An diesen Stellen kann durch die Ansammlung von Mikroorganismen Karies entstehen. Die Rede ist dann von Fissurenkaries. Besonders anfällig sind Kinder direkt nach dem Durchbruch der Zähne. Das liegt daran, dass die Mineralisierung des Zahnschmelzes noch nicht vollständig abgeschlossen ist.

Der Fissurengrund liegt so tief, dass er von außen nicht erkennbar ist. Gleichzeitig befindet er sich nicht weit vom empfindlichen Zahnbein entfernt. Kommt es an dieser Stelle zu Karies, ist die Gefahr eines umfangreichen Zahnschadens groß.
Zur Fissurenversiegelung gibt es zwei Verfahren. Das sind die präventive und die erweiterte Fissurenversiegelung. Beide Verfahren sind schmerzlos.

Präventive Fissurenversiegelung

Sie wird durchgeführt, wenn es möglich ist, die zu behandelnden Bereiche absolut trocken zu legen und muss grundsätzlich alle kariesfreien Fissuren des Zahns mit einbeziehen.

Die zu versiegelnden Zähne werden gründlich von Belägen gereinigt. Dann wird der Zahnschmelz behandelt. Anschließend muss der Zahn bis zu einer Minute trocknen. Es entsteht ein sogenanntes Ätzmuster. Danach wird die Versiegelung aufgebracht, die aus aushärtenden Kunststoffen besteht. Sie kann durchsichtig oder auch undurchsichtig sein. Durchsichtige Versiegelungen haben den Vorteil, dass der Zahnarzt die Verteilung genau erkennen kann. Nach dem Aufbringen wird die Versiegelung getrocknet. Im Anschluss wird anhand von Aufbissfolien überprüft, ob die Okklusion gegeben ist, die Zähne beim Zubeißen also noch korrekt schließen.

Die Fissurenversiegelung sollte so früh wie möglich durchgeführt werden. Ein guter Zeitpunkt ist direkt bei Durchbruch der bleibenden Backenzähne.

Erweiterte Fissurenversiegelung

Bei der erweiterten Fissurenversiegelung werden die dunklen Verfärbungen in den Fissuren mit speziellen Instrumenten entfernt, um zu prüfen, ob sich darunter Karies gebildet hat.

Daher wird die erweiterte Fissurenversiegelung auch als sekundär präventive Maßnahme bezeichnet. Findet sich dort keine Karies, können die gereinigten Fissuren anschließend versiegelt werden.
Eine Fissurenversiegelung wird sinnvoll, wenn eine oder mehrere der folgenden Bedingungen vorliegen:

  • Keine Karies in den Fissuren
  • Erhöhtes Risiko durch reduzierte Speichelbildung
  • Patient hat aus gesundheitlichen/mentalen Gründen Probleme bei der Zahnpflege
  • Schwierige Anordnung der Fissuren

Eine Zahnspange verbietet nicht, die Kauflächen zu versiegen.

Spricht etwas gegen eine solche Versiegelung?

Ist die Versiegelung nicht durchsichtig und kommt es darunter zur Entstehung von Karies, bleibt diese Entwicklung länger unbeobachtet. Ein weiteres Risiko entsteht, wenn die Versiegelung in Teilen verlorengeht. Die dann freiliegenden Flächen können besonders empfindlich sein und somit anfälliger für Karies. Vor diesem Hintergrund wird die Versiegelung nur in solchen Fällen empfohlen, bei denen der Zahnarzt ein erhöhtes Risiko für Fissurenkaries feststellt.

Eine Fissurenversiegelung ist nicht möglich, wenn der Zahn bereits gefüllt ist. Die Voraussetzung für eine Versiegelung ist außerdem, dass der Patient die Kauflächen zuverlässig und richtig putzt. Zwar reduziert die Versiegelung das Risiko für Karies auf den Kauflächen der Seitenzähne. Alle anderen Stellen, wie z. B. die Zahnzwischenräume, sind aber weiterhin für Karies gefährdet und müssen entsprechend sorgfältig gepflegt werden. Darüber hinaus stellt sich aber auch die Frage nach dem Kostenzuschuss.

Wer übernimmt die Kosten für eine Fissurenversiegelung?

Eine Fissurenversiegelung ist bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen möglich, wenn die genannten Voraussetzungen vorliegen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten aber nur bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren. Die Kostenübernahme beschränkt sich zudem auf die Backenzähne 6 und 7. Das sind die beiden letzten Backenzähne, die sich vor dem Weisheitszahn befinden. Die Kosten für die anderen Backenzähne werden von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen. Das gilt auch, wenn der Patient volljährig ist.

Die Kosten pro Zahn verhalten sich je nach Zahn zwischen ca. 12 und 18 Euro und müssen vom Patient selbst gezahlt werden. Gleichzeitig handelt es sich bei einer Fissurenversiegelung aber um eine sinnvolle Präventionsmaßnahme, da das Risiko von Karies bei gleichzeitig guter Pflege um bis zu 70 % reduziert werden kann. Lassen Sie beim nächsten Zahnarztbesuch den Zustand Ihrer Fissuren an nicht gefüllten oder überkronten Zähnen überprüfen!

Beispiele für die Kostenübernahme der Krankenkasse und der Zusatzversicherung

Die Kostenübernahme der Zahnversiegelung ist nur für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr vorgesehen. Das bedeutet, dass Erwachsene ohne Zusatzversicherung die Kosten selbst tragen müssen. Aber auch bei Kindern werden nur die Versiegelungen für zwei Seitenzähne auf jeder Seite im Ober- und Unterkiefer übernommen.
Zuzahlungen sind außerdem fällig.

Wie viel kostet eine Zahnversiegelung
bei Erwachsenen

Erwachsene, die ihre Kauflächen versiegeln lassen wollen, leisten einen wichtigen Beitrag für ihre Zahngesundheit. Die Kosten dafür müssen gesetzlich Versicherte jedoch selbst tragen.

Gesetzliche Krankenversicherung Keine Kostenübernahme
Private Zusatzversicherung Bis zu 100 % möglich

Wie viel kostet eine Zahnversiegelung
bei Kindern

Das Versiegeln der Kauflächen bei Kindern und Jugendlichen wird immer wieder von Zahnärzten empfohlen. Dennoch werden nur Seitenzahn 6 und 7 von der Krankenkasse übernommen.

Gesetzliche Krankenversicherung Nur Seitenzähne 6 und 7
Private Zusatzversicherung Bis zu 100 % der Kostenübernahme möglich
 

Unsere Leistungen bei Fissurenversiegelungen im Überblick

Tarif Dent70

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