Was Radler bei einer roten Ampel beachten sollten

  • Seit dem 1. Januar 2017 müssen Sie sich als Radfahrer umgewöhnen, wenn Sie eine Straße mit Ampel überqueren: Fehlte eine spezielle Ampel für Radfahrer, mussten Sie sich bislang nach der Lichtzeichenanlage für Fußgänger richten. Seit dem Jahresbeginn gilt in diesem Fall die Ampel für den Autoverkehr. Wer die neue Regel missachtet, riskiert ein Bußgeld von bis zu 100 Euro. Passiert ein Unfall, wird ein Bußgeld von bis zu 180 Euro fällig.
 
  • Fahren Sie auf einem Fahrradweg mit einer gesonderten Radfahrerampel, muss sie beachtet werden. Bleiben Sie bei “Rot“ also stehen, auch wenn die separate Ampel für Autofahrer noch „Grün“ anzeigt.
 
  • Bei roter Ampel dürfen Sie bei genügend Platz auf dem rechten Fahrstreifen vorsichtig an stehenden Autos rechts vorbeifahren. Beim Abbiegen dürfen Sie sich vor oder hinter ihnen einordnen.

Das kostet ein Rotlichtverstoß

Wenn Sie noch schnell mit dem Drahtesel über eine rote Ampel fahren wollen, kann das 60 Euro Strafe kosten, wenn Sie erwischt werden. Bei Gefährdung anderer und wenn die Ampel schon länger als eine Sekunde rot war, werden 100 Euro fällig. Einen Punkt in Flensburg gibt es obendrauf – auch wenn Sie keine Fahrerlaubnis besitzen. Haben Sie bereits sieben Punkte angesammelt, führt der „erradelte“ achte Punkt zum Führerscheinentzug.

Die Behörde unterscheidet übrigens den einfachen Rotlichtverstoß, wo die Ampel weniger als eine Sekunde lang Rot leuchtete, vom qualifizierten Rotlichtverstoß mit mehr als Sekunde „Rot“.

Das passende Gerichtsurteil

Bei einem Rechtsabbiegevorgang musste ein Lkw in der Kurve wegen einer grünen Fußgängerampel anhalten. Als diese rot war, fuhr er an und kollidierte mit einem Radfahrer, der trotzdem noch vom Gehweg auf die Straße gefahren war. Da der Radfahrer den Unfall mit gravierenden Verkehrsverstößen alleine verschuldet hat, musste der Lkw-Fahrer nicht haften (OLG Koblenz, Az.: 12 U 500/10).

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Rotlicht gilt auch für Radfahrer
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