Viele verwechseln Fahrverbot und Führerscheinentzug. Wir nennen Ihnen den Unterschied und sagen, was Sie im Fall des Falles tun können, um mobil zu bleiben.

 

Das Wichtigste zum Fahrverbot

Fahrverbot und die Entziehung der Fahrerlaubnis – umgangssprachlich Führerscheinentzug genannt – werden häufig verwechselt. Gemeinsam ist beiden, dass Sie eine Zeit lang kein Auto oder Motorrad fahren dürfen. Auch müssen Sie den Führerschein abgeben, im Fall des Fahrverbots aber nur vorübergehend. Überhaupt ist ein Fahrverbot eindeutig die mildere Strafe.

Fünf Fakten zum Fahrverbot

  • Ein Fahrverbot dauert zwischen einem und maximal drei Monaten und Sie bekommen Ihren Führerschein anschließend zurück.
  • Das Fahrverbot droht bei zwei Punkten in Flensburg.
  • Sie dürfen überhaupt kein Kraftfahrzeug fahren, nicht einmal ein Mofa oder E-Bike.
  • Zum Fahrverbot kann es kommen, wenn Sie beispielsweise eine rote Ampel missachten, Fahrerflucht begehen, zu schnell fahren oder Mindestabstände auf der Autobahn ignorieren.
  • Der Bundesrat hat im Juli 2017 eine Gesetzesänderung gebilligt, nach der Straftätern ein Fahrverbot als Nebenstrafe droht. Bisher war das nur bei Verkehrsdelikten möglich.
 

Wird ein Fahrverbot verhängt, müssen Sie Ihren Führerschein vorübergehend bei der Behörde abgeben. Doch was ist, wenn Sie beruflich oder privat zwingend auf Ihren Führerschein angewiesen sind? Um das drohende Fahrverbot abzuwenden, sollten Sie auf Ihre Rechtsschutzversicherung zurückgreifen und Kontakt zu einem Anwalt aufnehmen.

Sind Sie so genannter Ersttäter, das heißt, Sie haben sich zuvor zwei Jahre verkehrsrechtlich nichts zuschulden lassen kommen, können Sie versuchen, Ihre führerscheinlose Zeit beispielsweise in Ihre Urlaubszeit zu legen. Ab Rechtskraft des Bußgeldbescheides haben Sie vier Monate Zeit, um Ihren Führerschein abzugeben. Können Sie ein Fahrverbot abwenden, rechnen Sie aber damit, dass das Bußgeld sich erhöhen wird.

Gut zu wissen
Ihnen wurde der Führerschein entzogen und Sie benötigen rechtliche Hilfe?

Wir sind für Sie da! Denn mit unserem einzigartigen Verkehrsrechtsschutz Sofort helfen wir Ihnen auch dann, wenn es für den Abschluss einer Rechtsschutz­versicherung eigentlich schon zu spät ist.

Oder direkt anrufen und erfahren, ob wir Sie rückwirkend versichern können:

0211 9890-1875

Erfahrungen unserer Kunden

Hatte vor kurzem einen Unfall... Natürlich bis dahin noch keine Rechtsschutzversicherung und plötzlich kamen extreme unerwartete Kosten auf mich zu... Es grenzte schon fast an eine Depression, weil ich mir gar nicht so wirklich ausmalen konnte, was da noch alles auf mich zukommt. Da meint mein Arbeitskollege, dass das bei der ARAG auch im Nachhinein geht und es war wie ein Gewinn im Lotto für mich! ...

Kundenstimme bei eKomi vom 25.11.2016 | mehr lesen

 

Was Sie sonst noch wissen sollten

 

Ernste Folgen: Die Entziehung der Fahrerlaubnis

Die Entziehung der Fahrerlaubnis trifft Verkehrssünder sehr viel härter als ein Fahrverbot. Hier erlischt nämlich die Erlaubnis, ein Kraftfahrzeug zu fahren. Der Führerschein wird beschlagnahmt und kann je nach Grund der Entziehung unter Umständen erst nach einer Sperrfrist neu beantragt werden. Häufig gibt es dazu noch Auflagen wie eine Nachschulung oder eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung. Diese würden viele lieber umgehen. Um Ihre Chancen zu prüfen, brauchen Sie juristischen Beistand von einem Rechtsanwalt.

Wann kann der Führerschein entzogen werden?

Die Gründe für einen Führerscheinentzug sind wesentlich gravierender als beim Fahrverbot. Bei acht Punkten in Flensburg wird die Fahrerlaubnis entzogen. Wer mit 1,1 Promille Alkohol im Blut erwischt wird, ist seinen Führerschein ebenso los, wie ein Autofahrer, der sich bei Personen- oder erheblichen Sachschäden unerlaubt vom Unfallort entfernt (Fahrerflucht). Auch wer Drogen konsumiert, riskiert den Entzug der Fahrerlaubnis. Beim Führerscheinentzug geht es zudem immer darum, ob Sie andere in große Gefahr gebracht haben, etwa, wenn Sie eine rote Ampel übersehen haben.

Gut zu wissen

Anders als beim Fahrverbot, dürfen Sie, wenn Ihnen die Fahrerlaubnis entzogen wurde, immerhin noch Mofa oder E-Bike fahren, wenn Sie eine Mofa-Prüfbescheinigung besitzen oder vor dem 1.4.1965 geboren sind. Es sei denn, das Gericht hat dies ausdrücklich untersagt.

Passende Gerichtsurteile zum Führerscheinentzug

  • Wer nach einer Verurteilung wegen Nötigung im Straßenverkehr das von ihm geforderte Medizinisch-Psychologische Gutachten zur Feststellung seiner Fahrtauglichkeit nicht abliefert, dem darf die Fahrerlaubnis sofort entzogen werden (VG Neustadt, Az.: 3 L 441/13.NW).
  • Sogar ein notorischer Falschparker riskiert den Entzug der Fahrerlaubnis. So geschehen nach 144 Verkehrsordnungswidrigkeiten mit zwei auf eine Person zugelassenen Fahrzeugen (VG Berlin, Az.: VG 4 L 271.12).
  • Der Bundesrat hat im Juli 2017 eine Gesetzesänderung gebilligt, nach der Straftätern ein Fahrverbot als Nebenstrafe droht. Bisher war das nur bei Verkehrsdelikten möglich. Die Höchstdauer des Fahrverbots wird gleichzeitig von drei auf sechs Monate erhöht.

Warum es oft besser ist, einen Anwalt einzuschalten

Ihnen wird der Führerschein entzogen und Verkehrsunterricht angeordnet. Sie glauben zu Unrecht? Dann sollten Sie sich mit einem Rechtsanwalt in Verbindung setzen oder Ihre Rechtschutzversicherung informieren.

Sollten Sie zum Zeitpunkt des Führerscheinentzugs keine Rechtsschutzversicherung besitzen, können Sie unsere rückwirkende Verkehrsrechtsschutzversicherung abschließen, sodass Anwalts- und Gerichtskosten abgedeckt werden. Niemand kennt Ihre Rechte und Pflichten so gut wie ein Anwalt.

Andere Besucher interessierten sich auch für

Was tun bei Bußgeldbescheid und Fahrverbot?

Jedes Jahr erhalten zahlreiche Autofahrer wegen einer Geschwindigkeits­überschreitung einen Bußgeldbescheid. Aber nicht immer zurecht. Lesen Sie, wie Sie sich wehren können.

Rote Ampel überfahren?

Ein Rotlichtverstoß ist kein Kavaliersdelikt. Wegen der Sicherheit anderer Verkehrs­teilnehmer sind die Strafen hart – vom Bußgeld bis zum Fahrverbot. Sogar eine Freiheitsstrafe ist möglich. Gut, wenn man alle Fakten zur „roten Ampel“ kennt.

Bußgeldrechner

Bußgelder, Punkte, Fahrverbot: Bestimmen Sie mit unserem praktischen Bußgeldrechner mit wenigen Klicks, womit Sie bei Verkehrsverstößen rechnen müssen.