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Was sind Pflegegrade?

Statt der bislang gültigen drei Pflegestufen gibt es ab 2017 fünf Pflegegrade, die eine genauere Differenzierung des Pflegebedarfs ermöglichen sollen.

Die Einstufung Ihrer Pflegebedürftigkeit soll sich künftig nicht mehr am Pflegeaufwand pro Minute orientieren, sondern wird am Grad Ihrer Selbständigkeit gemessen. Im sogenannten Neuen Begutachtungsassessment (NBA) werden je nach Schwere Ihrer Beeinträchtigung Punkte vergeben, anhand derer die Einteilung in die neuen Pflegegrade erfolgt.Wie genau das geplant ist, steht hier.

Was ist neu? Ab 2017 gibt es beispielsweise den neuen Pflegegrad 1. Er deckt bereits geringe Einschränkungen in der Selbstständigkeit ab, die bislang überhaupt nicht berücksichtigt wurden. Der Pflegegrad 1 wird übrigens nur für neu eingestufte Personen verwendet. Wenn Sie bisher Pflegestufe Null hatten, werden Sie in Zukunft im Pflegegrad 2 eingestuft werden – und zwar ganz automatisch.

Neue Pflegegrade 2017

Alles über die Details bei der Einstufung durch den Medizinischen Dienst erfahren Sie in unserem Artikel Pflegegrade: Wie funktioniert die Einstufung?

Gut zu wissen
 

Mit Ihren Fragen zu den alten Pflegestufen und den neuen Pflegegraden lässt der Gesetzgeber Sie nicht allein. Sie können qualifizierte Beratungsmöglichkeiten nutzen, auf Wunsch auch bei sich zu Hause. Als Pflegepflichtversicherter in der gesetzlichen Krankenversicherung wenden Sie sich einfach an den nächsten Pflegestützpunkt.

Für alle privat Pflegepflichtversicherten ist die compass Private Pflegeberatung eine neutrale, unabhängige und kostenlose Anlaufstelle.

 

Niemand muss mit Einbußen rechnen

Laut Gesetzgeber soll durch die Umstellung niemand schlechter gestellt werden als vorher. Grundsätzlich werden Leistungsansprüche nur nach oben angepasst, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. Sie können sich also unbesorgt für eine höhere Einstufung neu begutachten lassen. Ergibt die Untersuchung, dass Sie eigentlich sogar herabgestuft werden müssten, wird dies nicht umgesetzt. Es bleibt bei der vorherigen Einstufung.

Gut zu wissen

Leistungen aus der Pflegeversicherung bis Ende 2016 beantragen

Zeichnet sich eine Pflegebedürftigkeit bei Ihnen oder einem Angehörigen ab, ist es ratsam, noch vor Ende 2016 Leistungen aus der Pflegeversicherung zu beantragen. So werden Ihre Ansprüche noch auf die bisherige Art nach Pflegestufen berechnet. Wird dann für zukünftige Leistungen auf die fünf Pflegegrade umgestellt, werden Sie auch bei geringerem Anspruch nicht mehr herabgestuft. Werden allerdings höhere Ansprüche fällig, erhalten Sie auch höhere Leistungen.

Pflegeheim: Mit der Pflegereform Geld sparen

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat ermittelt, wem die Umstellung der Pflegestufen finanziell nutzen kann.

  • Wer plant, in ein Pflegeheim zu ziehen, sollte das noch in 2016 tun – wenn er eine niedrige Pflegestufe hat. Dann ist auch der Pflegekosten-Eigenanteil niedrig. Ab 2017 gibt es einen festen Eigenanteil an den Pflegekosten, unabhängig von der Pflegebedürftigkeit.
  • Heimbewohner sollten sich, wenn sie keinen viel größeren Hilfebedarf haben, besser nicht mehr in 2016 höher stufen lassen. Sie müssen sonst bis zum Jahreswechsel einen höheren Eigenanteil bezahlen. Wenn ihnen ab 2017 Bestandsschutz zusteht, schmälern sie den Zuschuss der Pflegekasse. Werden sie erst in 2017 – nach dem neuen System – höhergestuft, hat dies keine negativen finanziellen Folgen. Wenn der Eigenanteil niedriger war, zahlt die Pflegekasse die Differenz.

    Ausnahmen: Wenn es darum geht, erstmals eine erhebliche Einschränkung der Alltagskompetenz feststellen zu lassen oder wenn die Chance auf eine Höherstufung aufgrund rein körperlicher Einschränkungen nach dem neuen Bewertungssystem unwahrscheinlich ist.
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