25.05.2009

Arzthaftung – Beweislast liegt beim Patienten

Im Falle eines Arzthaftungsprozesses ist immer entscheidend, ob der Patient beweisen kann, dass der Arzt durch einen konkreten Fehler körperliche Schäden verursacht hat. Sowohl das Verschulden des Arztes als auch die Ursächlichkeit des Fehlers und des Schadens muss der Patient nachweisen. Daher raten ARAG Experten, die Behandlungsmethoden und die auftretenden Schäden sorgfältig zu dokumentieren. Bei sichtbaren Schäden (z.B. bei Hautkrankheiten) sollten Fotoaufnahmen gemacht werden. Ebenso können falsch verabreichte Medikamente als Beweis dienen. In schwierigeren Fällen sollte die Hilfe eines ärztlichen Gutachters eingeholt werden. Die Rechtsprechung geht davon aus, dass all das, was nicht ärztlich dokumentiert wurde, aber dokumentiert werden muss, tatsächlich nicht erfolgt ist. Insoweit sind Dokumentationsfehler oft der Beginn eines erfolgreichen Arzthaftungsprozesses, weil sie Grundlage für die Annahme eines groben Behandlungsfehlers werden können. Liegt ein grober Behandlungsfehler vor, dreht sich nämlich die Beweislast um und der Arzt muss beweisen, dass sein Fehler keinen Schaden verursacht hat.

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